Shark Week VI – Sharktopus vs Pteracuda

Statt wie die ganzen anderen Billo-Monsterstreifen sofort hinter dem ersten Sharktopus hinterher zu hechten, dauerte es vier Jahre, bevor die Welt mit dem SyFy Original Sharktopus vs Pteracuda beglückt wurde. Direkt das Jahr darauf folgte Sharktopus vs Whalewolf, und seither ist es erst Mal wieder ruhig geworden in den Zwittermonster-Filmen. Producer der Franchise, Roger Corman, ist übrigens seit den 50ern im Business aktiv und hat der Menschheit Geschenke wie die Carnosaurs, Slumber Party Massacres oder den Original Piranha gemacht.

Der Film startet dann auch damit, wie der vorigen Film endete, in dem der Sharktopus ein paar Leute frisst und dann explodiert wird, um ihn unschädlich zu machen. Jedoch gehört zu dem ins Meer hinaustreibenden Überresten der Bestie auch ein Eisack, den eine Meeresbiologin herausfischt und ihren eigenen Sharktopus heranzüchtet. Dem geldgeilen Onkel des hispanischen Mädels gehört allerdings auch ein Aquarium und somit möchte er den Sharktopus zur reißerischen Touristenattraktion machen.

Derweil an einem andern Ort lässt Dr. Symes seine neue biologische Waffe testen, nämlich einen wiedererweckten Pterodactylus. Wie wir alle dank Jurassic Park wissen, ist Dino-DNA allerdings unvollständig und der gute Doc hat sie mit Barakuda-Genen aufgestockt, damit das Vieh nicht nur zu Land und Luft, sondern auch zu Wasser tödlich sein kann. Welches Militär will schon keine lebende, prähistorische Drone einsetzen? Mitarbeiter Vladimir hat allerdings einen anderen Auftraggeber und manipuliert das Experiment, so dass der Pteracuda unter seine Kontrolle kommt – die er prompt wieder verliert, so dass das Vieh komplett außer Rand und Band gerät.

Was bedeutet, dass Symes nun den Sharktopus steuern will, mit einem eingepflanzten Kontrollgerät, dass ihn ausschließlich den Pteracuda bekämpfen lassen will. Denn was ist schon eine besser Waffe gegen ein Flugmonster als ein auf Salzwasser angewiesenes Gegenmonster, wenn der Pteracuda schon das eigene Sondereinsatzkommando abgesehen des Anführers abgemetzelt hat.

Für wen sollte ich in dem Film eigentlich sein? Für den Sharktopus, der auf friedlich trainiert werden sollte, aber doch auch von sich aus genug umbringt, sobald er frei ist? Den Pteracuda sicherlich nicht. Die Meeresbiologin, die offen zugibt, eigentlich wegen des Ruhmes das Forschungsinteresse am Sharktopus zu haben? Den Anführer des Einsatzkommandos, dem sie extra eine kleine Tochter gegeben haben, der als Söldner aber bisher sicherlich ohne zu fragen Befehlen von Leuten wie Symes gefolgt ist? Immerhin sieht der echt gut aus, behält aber dummerweise auch den ganzen Film über sein Shirt an. Und warum überhaupt sind alle Schurken als Fremdlinge codiert? Der Russe hat einen starken Akzent, der Geldgierige Onkel auch, und selbst Dr. Rico Symes hat vom Look her einen leicht hispanischen Einschlag.

Mir mag alle paar Jahre mal wieder nach so einer Shark Week sein, aber wenn ich mich dann doch durch die Filme schaue, gibt es einige, bei denen ich mich wieder daran erinnere, warum ich schon länger keine mehr gemacht habe. Diese Woche bisher war zumindest nicht sonderlich ergiebig an Unterhaltungswert. Sharktopus vs. Pteracuda ist nämlich auch ein wenig langweilig. Manchmal schmunzelte ich kurz, weil der Film immerhin ein paar schön fiese Tode hat und damit so nonchalant umgeht. Und natürlich das Highlight Conan O’Brian gemordet zu sehen. Der Rest war halt nur schlecht. Keine großartige Handlung, die über Wasser hält; keine Charaktere, an die man sich hängen kann; und das üblich schwachbrüstige CG, mit dem nicht richtig interagiert werden kann, sondern Schauspieler halt einfach so wild um sich fuchteln und die in Größe variierenden Monster in die Nähe gecomputert werden.

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