InuYasha III

Der dritte Block an InuYasha-Episoden spannt die Nummer 65 bis 95, die angeführt sind von erneut eher als durchschnittlich zu betrachtendem Song Owarinai Yume, oder auch Endloser Traum, was ein ziemlich passender Name für eine hunderte Folgen zählende Anime-Serie ist, die auf einem Manga von über 50 Bänden basiert.

Hier sind wir auch an dem Moment angekommen, wo InuYasha sich wirklich auf die Langstrecke einstellt und in Endlos-Serien-Modus wechselt. Allerdings noch nicht sofort, sondern zunächst ist Naraku als Hauptbösewicht dran etwas näher beleuchtet zu werden. Oder genauer gesagt, dass er als Halbdämon natürlich auch eine Zeit der Schwäche haben muss. Was sicherlich eine nette Idee wäre, unserer Truppe ein Mysterium aufzugeben, herauszufinden, wann denn die beste Zeit ist, ihn anzugreifen. Ist leider nicht so, denn Naraku kann scheinbar selbst bestimmen, wann jene Zeit ansteht, und eigentlich nutzt er sie auch nur, um zu schwache Dämonen, die ihn ausmachen, zu verbannen, damit seine Macht beständig steigt. Statt dem Bösewicht also eine wirkliche Schwäche zu geben, hat man sich stattdessen dazu entschieden, ihn progressiv stärker werden zu lassen. Zumal er den Teil, der so auf Kikyo fixiert ist, auch noch beinahe losgeworden wäre, was ihm fast wirklich die letzte Schwäche genommen hätte.

Genutzt wird das, damit auch Inuyasha ein Upgrade erfahren darf. Denn da sich Naraku gern unter seiner Barriere vor den Augen und Nasen seiner Feinde versteckt, bekommt das Tessaiga eine Aufstufung, wird seine Klinge rot, kann es nun durch alle möglichen Barrieren schneiden. Praktisch das, sicherlich, und in einem Kampf, in dem sowohl Inuyasha als auch Sesshomaru gegen Naraku antreten, wird Naraku sogar fast besiegt!

Das führt allerdings nur dazu, dass in den frühen 70er-Folgen Naraku aus der Serie verschwindet, um seine Wunden zu lecken.

Wir landen also nun offiziell in der Zeitschinden-Episoden-Anhäufung. In denen eben mehr oder weniger jede Folge ein neues kleines Übel von der Truppe besiegt werden muss. Natürlich alles nur auf der Spur von Naraku, die erwähnt werden muss, damit der Zuschauer beständig darauf bauen kann, es könnte eventuell doch jederzeit wieder weitergehen. Da es ein großes Geheimnis bleiben soll, wohin Naraku verschwunden ist, bekommen wir auch nicht mal Szenen mit ihm geschenkt, sondern er ist quasi wirklich komplett aus der Serie rausgefallen. Dafür gibt es jetzt am Anfang der Episoden häufiger eine kleine Zusammenfassung der bisherigen Haupthandlung, damit man sie nicht vergisst – gern von einem der Charaktere, um die sich die jeweilige Folge drehen wird.

Denn immerhin werden die Folgen zumindest dafür genutzt uns mehr oder weniger interessante Hintergründe zu vermitteln. So gibt es zum Beispiel eine, die aufzeigt, wie Jaken zum Gefolge von Sesshomaru wurde, oder warum genau Sesshomaru von Inuyasha so enttäuscht ist. Der dämonische Schönling wird sowieso beständig sympathischer porträtiert, und die Kabbeleien mit Inuyasha wirken nun häufig mehr wie Geschwisterzwist statt Auseinandersetzungen auf Leben und Tod. Zusätzlich gibt es einen Rückblick in das Leben des Diebes, der zu Naraku werden sollte, und wie er zum Brandopfer wurde, welches Kikyo gepflegt hat. Genau wie wer das Heilige Juwel ursprünglich erschaffen hat und das es sowohl gleichermaßen gute wie böse Kräfte in sich vereint, deswegen je nach Besitzer in eine der beiden Richtungen kippt. Die den Episoden-Block endende Doppel-Episode ist sogar eine um einen Halbdämonen, der falsche Juwelen herstellt.

Da die Gefahr nicht mehr so akut ist, gibt es nun auch mehr Folgen, in denen Kagome zurück in ihre Zeit wechseln kann. Das hat die Serie sowieso nie so ganz vergessen gehabt, sondern lässt sie immer mal wieder ihre Familie besuchen, und dies sind immer ganz nette Momente, um sie als Charakter besser zu erden. Meist haben die Hauptcharaktere in diesen Geschichte, in denen sie in eine Fantasywelt gezogen werden, ja keinen Weg mehr zurück, da man so die Frage umgeht, warum sie sich weiterhin der Gefahr aussetzen, statt einfach wieder zurückzureisen. Bei Kagome, als einzige der Truppe, die die Juwelensplitter aufspüren kann, als Wiedergeburt von Kikyo, mit Interesse an Inuyasha, und als allgemein verlässlicher Mensch, ist allerdings klar, warum sie ihre neuen Freunde nicht im Stich lassen würde. Auch wenn das Sammeln von Splittern mittlerweile echt irgendwo ziemlich nebensächlich geworden ist.

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