Twenty Eighteen

Traditionell ist der erste Post im neuen Jahr, dass ich mir noch mal ein wenig mein eigenes Horn blase (nicht doppeldeutig gemeint, ich wünschte ich wär so gelenkig). In dem ich noch mal Revue passieren lasse, was so letztes Jahr geschehen ist, und ein wenig dahin schaue, was ich gern im nächsten machen würde, auch wenn dann eh nix draus wird.

Aber vorher natürlich ein wenig die WordPress-Statisitken. Oktober war der meistbesuchte Monat, allerdings auch der mit den Halloween/Hallowiin-bedingt meisten Einträgen mit 22 aus den 157 des Jahres. Der beliebteste Beitrag des Jahres war, ganz nach Sex Sells, Eleanor: Loving Wife or Dirty Whore. Im Gegensatz zu den anderen beiden Plätzen (Minecraft und der Schwulenporno Eingelocht) immerhin auch dieses Jahr online gegangen! Der seit 2013 anhaltende Abwärtstrend an Gesamthits konnte sich übrigens nicht fortsetzen, 2017 sah fast genau gleich viele Hits wie 2016.

Um den Elefant aus dem Raum zu bekommen: HBWTGAK. Außer direkt im Januar gab es das ganze Jahr über keine Reviews. Keine Entschuldigung, mir war einfach nicht danach. Mir ist das immer mal wieder unangenehm aufgefallen, und ich hab mir vorgenommen bestimmt nächste Woche anzufangen, und BAM plötzlich ist 2018. Um ehrlich zu sein bin ich deswegen am Überlegen, ob es sich überhaupt noch lohnt weiterzumachen. Es ist nämlich so, dass das Game-Review-Schreiben ursprünglich damit anfing, dass ich das für Greg’s RPG Heaven gemacht habe, vor gefühlt Millionen Äonen in Internet-Jahren, und sie sozusagen nur so als zweites Sicherheits-Abstellgleis auch noch für mich online stellte. Denn im Prinzip ist es ja so, dass ich das quasi doppelt mache – ein Mal hier relativ lapidar von der Hand runter geschrieben, wie mir gerade danach ist, und dann später erneut etwas im aufgeräumten Gedankengang dann für HBWTGAK für gewisse ausgelesene Spiele. Aber wie gesagt, lohnt sich das überhaupt?

Was irgendwie zufällig sich ergeben hat, ist, dass ich beinahe durch das komplette New Who geschaut hätte. Series One habe ich bereits im Jahr davor angefangen gehabt, allerdings durch eine Pause im Schauen erst 2017 dazu gebloggt… und nach und nach kam es einfach dazu, dass bis einschließlich Series Nine alle auch noch im selben Jahr gelandet sind. Nur das frisch DVDisierte Series Ten, welches durchaus bereits hier ausgeliehen herumliegt, ist noch zu beschnuppern, dann habe ich aufgeholt.

Eine Sache, die ich lange angedroht, aber dann doch nie den Mut zu hatte, ist immerhin 2017 geschehen: Ich habe das komplette erste Golden Sun nochmals gezockt und ich glaube ausgiebig darüber berichtet, warum ich es nicht gut finde. Wobei ich doch etwas geschockt war, denn ganz so dilettantisch gemacht hatte ich das Spiel dann auch wieder nicht in Erinnerung. Wo ich zunächst durchaus noch Spaß hatte, das Spiel zu riffen, so sehr hat es mich zum Ende hin mit seiner schieren wortreichen Dummheit gebrochen – denn eigentlich war geplant die ganze Trilogie direkt hintereinander weg abzuhandeln, dann hatte ich allerdings doch für das Jahr zunächst mehr als genug Golden Sun durchlitten.

Wieder aufgegriffen habe ich Might & Magic III, den letzten Teil, der einfach per Konsolenport zu spielen war, und den ich für über zwei Jahre nach einem Blogeintrag hatte versauern lassen. Dabei hätte ich nur noch ein wenig mehr spielen müssen, und das Ding hätte mit mir geklickt. So wie dann eben im letzten Jahr, als ich dann richtiggehend ein wenig durch gesüchtelt bin. Warriors of Might & Magic gab es dann sozusagen noch als Bonus zum Abschluss der Reihe oben drauf, wobei das nun wirklich nicht gut war.

Das als Stichpunkt nehmend bin ich natürlich auch durch die GameBoy Obscurities und GameGearing weiter. Für die habe ich nämlich sowieso immer mal wieder in Etappen echt Laune. Halt die an mir und eventuell auch einigen anderen komplett vorbei gegangenen Handheld-Spiele zu beschnuppern, als Handhelds noch nicht wirklich weitreichend ernstgenommene Spieleplattformen waren, sondern mehr wie heutzutage die Smartphones gehandelt wurden.

Auch weitere Einträge gab es zu meiner nicht mehr ganz so neuen Leidenschaft der Dating Sims und Romance Visual Novels, wobei das Jahr viele eher in Richtung Indies gehende Einträge gesehen hatte. Und Sakura Wars, die von mir neu entdeckte Franchise, die etwas zwischen den beiden Stühlen sitzt und zusätzlich noch SRPG als Schmiermittel beigibt. Letztendlich hatte mich das einzig bei uns releaste So Long, My Love, welches bereits der letzte und fünfte Teil ist, dazu motiviert sogar die japanischen ersten beiden Teile nachzuholen.

Zudem sehr viel Spaß hatte ich an meinem Hallowiin, wo wir nämlich wieder bei den etwas unterschätzten Plattformen wären, speziell halt das die Wii eben doch eine ziemliche Anzahl an Horror Games spendiert bekommen hatte. Und im Zuge dessen gab es nicht nur ein paar Randerscheinungen des Genres, sondern zwar nicht mein erstes, aber doch das erste ernstzunehmende Aufeinandertreffen mit Resident Evil, dem Popularitätskatalysator des Survival Horrors. Und ein wenig verliebt hatte ich mich schon, vorrangig in den ersten und vierten Teil.

Eine weitere Laune, aus der gar nicht so viel wurde, wie ich zunächst wollte, war der 30. Geburtstag von Final Fantasy. Zu Jahresbeginn gab es ein Replay von Final Fantasy VII und ein Rewatch von Advent Children, zum eigentlichen Geburtstag zu Jahresende dann die ersten beiden Teile. Doch eigentlich wollte ich gerne noch IX spielen und eventuell Tactics und Type-0 durch die PSP jagen. Irgendwie ist mir die Franchise wieder aus dem Blickwinkel verloren gegangen.

Verlorengegangenes wieder aufgegriffen war allerdings im Sinne der Riffs von David DeCoteaus 1313-Filmen. Das Spaghettimonster segne diesen Mann und seine nicht wirklich erotischen homoerotischen Möchtegern-Horror-Filme. Ansonsten hatte die Filmfront als größeres Projekt eher nur noch das komplette Beschauen von Ghost in the Shell zu bieten, wobei hiermit der japanische Part der Franchise gemeint ist, noch nicht die Hollywood-Variante.

Über spontane Launen kam es hingegen dazu, dass ich insgesamt 4 Harvest Moons gespielt habe, zwei davon gegen Anfang des Jahres, zwei gegen Ende, wovon der Blogeintrag zu einem davon erst in dieses Jahr fallen und in den nächsten Tagen folgen wird.

Absolut verliebt habe ich mich natürlich in Monster Hunter, was ich bereits ausgiebig überall preisgegeben habe. Ja, ich bin einer dieser Spieler geworden, einer der auf Monster Hunter steht. Und nicht damit aufhören kann über Monster Hunter zu reden. Hashtag Sorry Not Sorry. Ich kann tatsächlich Skeptikern nur raten sich mal an einem der aktuelleren Teile zu versuchen, sie könnte so wie ich überrascht sein, dass ihnen die Franchise allem Widerstand zum trotz dennoch liegt. Und die Pokemon-Affinen sollten mal einen Blick in Richtung Monster Hunter Stories werfen.

Woran ich auch so richtig meine Freude hatte, war als e7 mich gar nicht mal sonderlich dazu überreden musste, Shining Force zu spielen. Immerhin hab ich aus freiem Willen dann noch GG Shining Force II nachgelegt und Shining the Holy Ark begonnen. Wobei ich letztes Jahr auch echt entdeckt habe, dass ich es wirklich vorziehe in kleineren Etappen zu zocken. Ein oder zwei Kämpfe für den Lagebericht in Shining Force, oder eine Episode in einem Sakura Wars beispielsweise so jeden oder jeden zweiten Tag zu machen. Da wird man das Spiel nicht leid, legt keine größeren Pausen ein, über die man das Weiterspielen gern mal total vergisst.

Pläne für das aktuelle Jahr habe ich so gesehen nicht. Zumindest würde ich es nicht richtig Pläne nennen. Das setzt nämlich voraus, dass man auch versucht die Sachen umzusetzen. Ich hingegen, in meinem wankelmütigen Hamsterhirn, hingegen habe eher diverse Spleens an Sachen, die ich gern machen würde. Und dann kommt es zu den meisten davon doch irgendwie nicht, und ich erwähne sie nächstes Jahr hier an dieser Stelle erneut. Dafür mache ich dann ständig spontan andere Dinge in derer statt.

Wie bereits erwähnt wollte ich ja ursprünglich den anderen beiden Golden Suns auch den Arsch aufreißen, oder mehr Final Fantasy spielen. Shining the Holy Ark habe ich noch nicht beendet und eigentlich hatte ich kurzzeitig richtig Bock sogar alle drei Scenarios von Shining Force III zu spielen. Auf diesem SRPG-Tripp sollte auch Final Fantsy Tactics folgen und ich mir eventuell auch Fire Emblem anschauen, dessen erstes West-Release dieses Jahr übrigens seinen 15-jährigen feiert. Sowohl die Let’s Plays zu The Bard’s Tale und der Pokemon X Nuzlocke liegen momentan noch brach.

Dazu kommt, dass ich auch schon immer mal so richtig die Tales-Serie beschnuppern wollte, und nachdem e7 kürzlich Koudelka beendet hat, wurde ich wieder dran erinnert, dass die komplette Shadow-Hearts-Serie ebenfalls lange überfällig ist – obligatorisch sei im gleichen Atemzug Heaven & Earth genannt. Ocarina of Time wird übrigens auch 20 Jahre und ich habe mir letztes Jahr das 3DS-Remake zugelegt, in meinem nie enden wollenden Fehlverhalten mir weiterhin Zeldas zu kaufen, obwohl ich mit der Franchise nie warm zu werden scheine.

Zudem besitze ich schon länger Monster Hunter Freedom 2, welches ich sogar bereits begonnen und dann kurzzeitig eingeeist habe, sowie seit Weihnachten mit Monster Hunter 4 Ultimate ein weiteres Spiel der Franchise. Kann also genausogut geschehen, dass ihr ab Mitte Januar für ein halbes Jahr gar nichts mehr von mir zu lesen bekommt, und dann plötzlich 50.000 Worte über die Franchise auf 3 Blog-Posts verteilt.

Sakura Wars hat noch zwei Spiele zu bieten, von denen ich auch bereits mitten im nächsten stecke, ich stehe dem also positiv gegenüber, diese Franchise tatsächlich wie gewollt durchgeackert zu haben, bevor wir 2018 beendet sehen. Im Zuge dessen kann ich ja gleich mal auf die zwei Dutzend weitere Sakura [Irgendwas] umsteigen, welche die VN-Listen von Steam unsicher machen. Nur ein Scherz.

Vorher würde es eher via Certainly Simple an D3s Simple-Line Spiele gehen, die besonders auf der PlayStation 2 so einige exotische Früchte getragen hatte, von denen eine große Anzahl sogar nach Europa lizenziert wurden. Man kann doch nicht immer nur über Oneechanbara und Earth Defense Force lesen, oder?

Was ich übrigens auch 2017 immer mal wieder mit großen Pausen dazwischen on-off gespielt habe, war Dragon Quest VII. Bevor XI dann dieses Jahr irgendwann endlich mal das Licht des europäischen Kontinents erblickt, sollte ich vielleicht dies endlich beenden und die Lücke der ersten neun Teile geschlossen haben. Das Spiel ist nur eben so enorm lang und ich nie sonderlich unmotiviert, wann immer ich es anpacke. Dabei fällt es eigentlich ganz gut in mein neu entdecktes Etappen-Spielen von so ca. 2 Stunden am Stück für eine Insel-Vignette.

Hey, wer ist dafür, dass ich mich durch den Klassiker Inu Yasha schaue? Alle 200ish Folgen und die Filme? Keiner? Mir egal.

Übrigens könnte ich es mir echt vorstellen, mir dieses Jahr doch endlich mal eine neue Konsole zuzulegen. Irgendwann im Laufe, nicht jetzt direkt, aber mir wäre durchaus mal nach einer neuen. Das Hirn sagt natürlich, dass die bereits im Schrank stehenden ausreichend Backlog anberaumt haben, und die ROM-Ordner für alte Schinken auch aus allen Festplatten platzen, aber was Neues hat man doch irgendwo immer wieder gern.

Die Switch ist mir persönlich da vom Konsolenprinzip an sich sehr sympathisch, weil es eben nicht nur eine Konsole ist, sondern auch ein Handheld. Denn manchmal, wenn mich wieder ein Konsolenspiel stationär vor den Fernseher kettet, denke ich schon, dass ich jetzt echt Bock hätte, das einfach im Bett oder sonstwo portabel zu spielen. Und bei manchen Handheld-Games denke ich immer mal wieder, wie viel atmosphärischer das Ding auf einem großen Bildschirm wäre. Mit der Switch kann man halt einfach… switchen. Allerdings bin ich mittlerweile weitaus alt genug, um gelernt zu haben, dass es nicht wirklich um die Konsole an sich geht, sondern um die darauf erhältlichen Spiele. Und da hat die Switch eben nichts Exklusives, was mich reizt, stattdessen gibt es Sachen wie die diversen Dragon Quests auch auf der PS4, plus hat die halt für mich weitere interessante Titel wie Nier: Automata, Persona 5, Monster Hunter World, Ys VIII, Witcher III, die Trails of Cold Steels, World of Final Fantasy oder Final Fantasy XV zu bieten. Ein einzelnes Shin Megami Tensei V, bei dem wir noch gar nicht wissen, wann es überhaupt erscheint, oder ob es bei der aktuellen Fahrtrichtung der Hauptfranchise sonderlich gut wird, reißts halt nicht rum.

Frohes Neues Jahr!

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5 Kommentare

  1. Das mit HBWTGAK ist mir ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen, was aber wohl daran liegt, dass ich viel lieber hier abhänge. Mir gefällt einfach der „Heat of the Moment“ Stil und die Möglichkeit, meinen eigenen Senf in den Kommentaren abzugeben. Aber als Backup für deine Greg’s RPG Heaven Berichte ist es natürlich sinnvoll, zumal seine Website mittlerweile ja komplett aus dem Netz verschwunden ist und sie komplett durch seinen YouTube Kanal ersetzt wurde. Aber es kann auch nicht jeder so in den textlastigen 90ern gefangen sein wie wir. Meiner Meinung nach könntest du aber ruhig ein Archiv draus machen, und dich komplett auf diesen Blog konzentrieren, so hätte ich auch mehr zu lesen :D

    Mit So Long, My Love habe ich auch mal versucht, in Sakura Taisen zu kommen. Witzigerweise haben mir die von dir ungeliebten SRPG-Parts wesentlich besser gefallen als die Dating Sim Teile, die mich kaum zum Weiterspielen motiviert haben.

    Mit Final Fantasy V Advance habe ich tatsächlich ebenfalls, wenn auch unbewusst, einen Teil zum Jubiläum der Serie bespielt, und diesmal endlich bis zum Ende. Damals hatte ich die Super Famicom Version auf dem Emulator durchgespielt, bin dann aber später wiederholt an der Advance Version gescheitert. Entweder haben sie die schwerer gemacht, oder das Jobsystem ist doch einfach sehr unbalanciert, in beide Richtungen. Während du also während deiner Job Fiestas immer einen Trick nach dem anderen aus dem Ärmel schüttelst, um das System zu brechen, war ich vermutlich immer mit verskillten Nichtskönnern unterwegs. Am Ende habe ich den Dreh aber doch noch irgendwie herausbekommen, und den Endkampf zum ersten Mal mit einem Tänzer im Team gemacht. Teil IX habe ich übrigens auch wieder angespielt, leider die PC Version, die gerne mal zu Beginn von Zufallskämpfen einfriert, und die ich genau einen Tag vor der PS4-Ankündigung bekommen habe. Und Tactics muss ich mir irgendwann auch mal zulegen, dass soll ja eigentlich das beste SRPG OF ALL TIME sein.

    Ich bin immer noch einer dieser Spieler, die den ganzen Hype um Monster Hunter nicht nachvollziehen kann :P Hab hier noch die Schatzkiste von Monster Hunter Tri rumfliegen, das ich bisher einmal angespielt hatte. Ich fand die Schrift zu klein, die Optik zu hässlich und das Spielprinzip zu uninteressant. Entsprechend war’s auch schon dem Verkaufskarton der Schande zugeschrieben. Aber ich muss immerhin zugeben, dass ich nach deinen Blogposts vielleicht doch noch einen Versuch wagen würde.

    Willst du nicht jedes Jahr eigentlich mal Tales, Shadow Hearts und die Heaven and Earth Sachen durchgehen? :D Bei Tales halte ich gerade Abstand, hab erst Anfang des Jahres viel Zeit in Tales of Xillia gesteckt, war vom Gameplay her sehr spaßig, aber ich find die Spiele von der Story her meist etwas anstrengend. Viele Tales Geschichten starten meist packend, mit ein paar heftigen Themen im Gepäck, nur um dann später in WTF Wendungen, Fantasy Klischees und Anime Bullshift abzudriften, sodass man dann doch froh ist, wenn es rum ist. Bei Heaven und Earth fehlt mir „nur“ noch das Ewigkeiten hier einstaubende Granstream Saga, das ich auch endlich mal spielen müsste. Wenn’s bloß so gut wie die Super Nintendo Spiele wäre :D

    Was Zelda anbelangt werde ich mal hier, abseits von Nintendo Fanboys und Hypepresse, exklusiv im Kommentarbereich von zuckerlundzynismen, die WAHRHEIT über die Reihe verkünden: Die besteht nämlich hauptsächlich aus lediglich zwei wirklich überragenden Spielen, Links Awakening und A Link to the Past. Danach kam lange nichts, bis A Link between Worlds für den 3DS erschien, eine fantastische Hommage an Link to the Past mit einer wirklich spaßigen und originellen 2.5D Mechanik. Davon abgesehen unterliege auch ich regelmäßig dem von Fans und Presse befeuertem Irrtum, dass die anderen Zeldas ebenso fantastisch wären, was ich zumindest für mich bisher nicht bestätigen kann. Die Capcom Zeldas für Game Boy Color und Advance sind durchaus gut, aber ihnen fehlt doch irgendwie die Nintendo Magic. Von den beiden Nintendo Zeldas für den DS habe ich keine Ahnung, wobei ich es verdächtig finde, von denen keinerlei Hype mitbekommen zu haben. Nachdem ich A Link between Worlds so gut fand wären die für mich aber nochmal einen näheren Blick wert.
    Davon abgesehen bleibt mir die Reihe noch den Beweis schuldig, in 3D wirklich etwas Großartiges zu bieten. Angefangen von Everybody’s Darling, Ocarina of Time. Das fand ich trotz Traumwertungen eher unterwältigend, obwohl ich 98 Teil des Release Hypes war und es dann nur einige Jahre after-the-fact gespielt hatte. Dabei kann ich gar nicht den Finger darauf legen, warum es mich nicht so berührt hat wie offenbar viele andere, oder ähnlich legendäre Spiele wie Final Fantasy VII, Terranigma oder Symphony of the Night. Die Konvertierung von 2D zu 3D ist durchaus kompetent und vermutlich ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des 3D Action Adventures, und dass sich das Gameplay dadurch auch ändert ist auch klar. Ich wollte da auch mal irgendwann wieder zurück gehen und nochmal genauer analysieren, warum es da bei mir nie Klick gemacht hat. Ich denke mich stört hauptsächlich, dass Ocarina of Time das erste Spiel der Reihe war, der das ursprüngliche auf freie Erkundung ausgelegte Gameplay mehr in eine lineare, von NPCs und Dialogen gesteuerte Erfahrung transformiert hat. Statt selbst aus Neugier alles abzugrasen und dabei über Dungeons und optionale Gegenstände zu stolpern, musste man ab da vieles für bestimmte NPCs erledigen, und statt als Belohnung einfach weitere coole Gegenstände zu bekommen durfte man sich durch Dialoge klicken, um sich die Erlaubnis abzuholen, das nächste Abenteuer zu bestehen. Dabei hat Zelda meist so eine simple Heldengeschichte, dass Textwälle eher unnötig erscheinen. Ich komme mir eher wie ein Held vor, wenn ich nach 5 Minuten mein erstes Schwert in den Händen halte und dann losziehe, die Welt vom Bösen zu befreien, als wenn mir zig Leute erzählen, wie heldenhaft ich doch sei, nachdem ich mit X Leuten geredet und ihnen Y Gegenstände besorgt habe. Erschwerend dazu kommt noch für mich, dass ich Schwierigkeiten habe, das Hyrule glaubwürdig zu finden, dass das schwächelnde Nintendo 64 mir da vorrechnet. Die Welt wirkt zum Großteil leer, und bietet in den drei Zeitebenen auch wenige Unterschiede. Wenn einem die Hardwarebeschränkungen so ins Gesicht lachen ist es schwer, eine glaubhafte Immersion aufzubauen.
    Mein nächster Versuch war Skyward Sword, in der verzweifelten Hoffnung, doch noch Hand an eine Killerapp für die Wii zu legen und doch mal gut in ein 3D Zelda zu kommen. Und ich fand es grauenhaft. Die Entwicklung, das Gameplay linear und NPC getrieben zu gestalten, ist hier auf dem Höhepunkt, entsprechend grauenhaft ist das Pacing. Dazu kommt eine echt hässliche Farbtupferoptik und ein nervtötender Fokus auf Bewegungssteuerung, die für mich nicht immer funktioniert hat und einfach nur zu viel ist (zum Beispiel, dass man bei zerstörten Schilden und leeren Heiltränken immer erst eine Flugsequenz mit Bewegungssteuerung durchlaufen muss, bevor man seine Vorräte wieder in der Himmelsstadt aufstocken kann).
    Momentan gebe ich der Sache nochmal mit Wind Waker eine Chance, und mache es auch davon abhängig, ob ich überhaupt jemals in Twilight Princess schauen werde, wobei mir jetzt schon die Punkte negativ auffallen, die mich auch schon in Ocarina of Time und Skyward Sword gestört haben. Immerhin hat es mal eine hübsche, niedliche Optik. Majoras Mask kann ich mir vermutlich erstmal sparen, solange ich nicht mal die Faszination hinter Ocarina of Time nachvollziehen kann, zumal das Spiel ja auch recht speziell sein soll. Breath of the Wild, das neue Eisen im Hypefeuer, fand ich ursprünglich interessant, da es ja zurück zu den Wurzeln gehen sollte, und von dem, was ich bisher gesehen habe, scheint es tatsächlich mehr auf Erkundung als auf Gequatsche orientiert zu sein. Allerdings bin ich nicht sicher, ob reine Rätseldungeons und Crafting Elemente sind, die ich interessant finde, und die Rückkehr der mir schon aus Skyward Sword verhassten Ausdauerleiste hätte auch nicht sein müssen :D Von Lets Plays her wirkt es auf mich bisher auch nicht sonderlich mitreißend, daher bin ich mir daher immer noch nicht sicher, ob ich dem eine Chance gebe, obwohl ich ja sogar beide Systeme, für die es erschienen ist, besitze. Dazu kommt auch meine allgemeinen Skepsis gegenüber 3D Zeldas, wie gesagt, von drei davon (die Hälfte) hat mich bisher keins überzeugt. Wohlgemerkt sind das ausnahmslos Titel mit über 90% Wertungen. Dass da Breath of the Wild über 97% hat ist für mich entsprechend kein Faktor.
    TL;DR: Wenn du mit der Zelda Franchise nie warm zu werden scheinst, liegt das eventuell daran, dass die Reihe trotz Hype gar nicht so toll ist :D Statt dem Ocarina of Time Remake wäre A Link between Worlds auf dem 3DS vermutlich die bessere Investition gewesen :P Ansonsten würde ich dir, falls noch nicht geschehen, empfehlen, Links Awakening und A Link to the Past zu zocken. Wenn die dir nicht gefallen sollten, wäre Zelda allgemein nichts für dich, und wenn du beide toll findest, brauchst du den Rest eigentlich trotzdem nicht zu spielen :D

    Die Switch ist schon cool, aber mit den Exklusivtiteln hast du natürlich Recht. Mich hat Nintendo ja nur wegen Xenoblade Chronicles 2 gebrochen. Ansonsten habe ich noch Ultra Street Fighter II und Snipperclips Plus für den Multiplayer lolz, und bin damit eigentlich auch komplett, was das momentane Angebot an exklusiven Switchspielen anbelangt, da mir auch die Richtung der neuen Hitgiganten Mario und Zelda nicht wirklich zusagt. Für die Zukunft würden mich noch Project Octopath Traveler und natürlich Bayonetta 3 reizen, aber das wär’s auch schon. Erstmal stehen eh noch tausend Stunden Xenoblade Chronicles 2 an :D

    Antwort
    • Deswegen hab ich ja geschrieben, dass mein Hamsterhirn sich genauso schnell „Och, könnte mal das machen“ vornimmt, wie es auch dann doch wieder von der Kante fallen lässt, nur damit ich es im nächsten Jahr direkt wieder hier erwähne – weil Tales, Shadow Hearts und Heaven & Earth immer auftauchen.

      Dass ich mich bei Tales nicht auf eine besonders intelligente Handlung oder herausragende Charaktere einstellen muss, darauf bin ich schon irgendwo vorbereitet. Bevor Symphonia die Reihe so richtig populär gemacht hat, hab ich zu den Spielen auch noch nie ein Review gesehen, dass nicht „tolle Beat em Up Kampfsystem, niedliche Optik vergessenswerter Rest“ zu sagen hatte.

      Granstream Saga ist übrigens recht interessant, weil es ein wenig ist, wie die 2D-Zeldas in 3D zu bringen, aber eben nicht auf die neue Dimension anzupassen.

      Ich bin allgemein nicht so der SRPG-Fan, die sind mir zu kompliziert, ich lese meine Spiele lieber als mich selbst bewähren zu müssen. Von daher gefällt mir der VN-Part natürlich besser in Sakura Wars. Gerade in den späteren Kapiteln sind es mir zu viele zu langatmige Gefechte.

      Link’s Awakening kenne ich, sowohl aus meiner Kindheit, als auch später erneut gespielt. Ich trolle immer gern mit der Behauptung, dass es das einzig wirklich gute Zelda ist. A Link to the Past hatte ich auch als Kind, damit war ich allerdings nie so richtig zurecht gekommen. Ich besitze es noch, von daher könnte ich es versuchen. Ich find halt die Zeldas, die in Hyrula angesiedelt sind, von Optik und Setting her immer so stinkend langweilig, um ehrlich zu sein. Ocarine of Time 3D hatte es damals übrigens nur zu mir geschafft, wie alle anderen Zeldas der letzten Jahre: Irgendwas hatte mich geritten doch mal wieder mein Unglück zu versuchen, und das gab es damals halt passend für 10 Flocken in der Select-Line, ALbW noch nicht.

      Ich gebe hier einfach mal so ins Blaue den Tipp ab, dass due Xenoblade 2 vielleicht gar nicht mal bis zum Ende durchhalten wirst :D

      Antwort
  2. Wenn die gleichen Spiele dann immer und immer wieder vom Hamsterhirn außen vor gelassen werden muss man sich natürlich irgendwann auch fragen, ob man die denn überhaupt wirklich angehen will :D

    Ich glaube langsam auch immer mehr, dass Tales of Symphonia das Links Awakening der Tales Reihe ist …

    Rein historisch gesehen ist Granstream Saga auch aus meiner Sicht interessant, aber solche Spiele sind nicht immer ein Riesengenuss zu zocken (siehe Koudelka :D).

    Als Kind hatte ich auch ein paar Probleme mit A Link to the Past, da es nicht unbedingt einfach ist und ich einige Dungeons ohne das Lösungsbuch gar nicht gefunden hätte. Durchgespielt hatte ich es dann tatsächlich auch erst als Erwachsener, aber da fand ich es dann toll. Aber allgemein würde ich Link’s Awakening auch den Vorzug geben.

    Mit Xenoblade Chronicles 2 habe ich mir einiges vorgenommen, das stimmt :D Obwohl die Vernunft eigentlich sagt, dass ich lange Spiele allgemein eher vermeiden sollte. Immerhin habe ich so viel Geld dafür hinblättern müssen, dass ich allein dadurch motiviert bin, alles aus dem Spiel rauszuholen. Aber ob ich es bei den ganzen Nebenmissionen jemals bis zum Abspann schaffe ist fraglich, ja :D

    Antwort
    • Das Problem mit dem Beginnen von Shadow Hearts ist für mich beispielsweise, dass man da ja eigentlich bei Koudelka anfangen muss. Und dann bin ich sofort am Gründe finden, warum ich das verschieben muss :D

      Antwort
      • Oh ja, Koudelka ist echt unspaßig. Find ja das Ambiente, die Story, Charaktere und das visuelle Design cool, aber das Gameplay ist echt ultra langsam und mega unbalanciert.

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