(≧ε≦)

Alle Jahre wieder kommen die von mir höchstpersönlich verliehen Trophäen in weitestgehend für Fremde nichtssagenden Kategorien, die von mir speziell darauf designt sind wenig hilfreich zu sein:

Best game Japan kept for itself:
Weebs behaupten gern zu jedem Spiel, welches den Westen nicht erreicht, sondern im mystischen Lande Japan bleibt, dass dahinter eine Verschwörung steckt, uns die wahren Perlen vorzuenthalten. Als solches wurde beispielsweise auch Final Fantasy Type-0 gehandelt, bis es dann in der HD-Version doch bei uns aufschlug und plötzlich eher lauwarm aufgenommen wurde. Doch Nayuta no Kiseki, irgendwo im endlosen Spinoffgeheimse Falcoms, ist nahe Ys: The Oath in Felghana eines der besten Action-RPGs, die das neue Jahrtausend zu bieten hat. Und netterweise von Fans übersetzt, also ran an die PSP!

Still great:
Dieses Jahr habe ich Shin Megami Tensei III, a.k.a Shin Megami Tensei: Nocturne, a.k.a Shin Megami Tensei: Lucifer’s Call erneut in die PS2 gesteckt. Und ich bleibe dabei, dass es eines der besten RPGs ist, welches man auf der PS2 spielen kann – und die hatte nun wirklich eine reichhaltige Bibliothek im Genre vorzuweisen. Zudem ist es mit Abstand das beste (Hauptserien) Shin Megami Tensei.

Still no good:
Auch erneut gespielt habe ich Golden Sun. Und war doch etwas geschockt. Ich hatte es bereits als mehr als durchschnittlich vom ersten spielen zu Release in Erinnerung. Aber nochmalig gespielt war ich doch überrascht, wie dilettantisch viele Aspekte des Spieles sind. Besonders wenn man bedenkt, dass Camelot durchaus nicht neu am Genre RPG war, sondern an vielen der Shining-Spielen arbeitete.

Much more than the sum of its parts:
Replay die Dritte: Persona 3. Portable um genau zu sein. Was mir diesmal wirklich aufgefallen ist, so viele Jahre nach Erstrelease, so dass es doch nicht mehr so neuartig ist, wie es damals erschien… viele der Aspekte des Spieles auf sich genommen sind gar nicht mal so der Überflieger. Das randomisierte Dungeon Crawling ist eine der schwächsten Parts des Spieles, die Handlung bewegt sich gemächlich und ist gar nicht mal so besonders, und das Dating Sim schon sehr einengend. Aber die Mischung machts eben, und Persona 3 zu so einem tollen Spiel.

Straight up worst game:
Warriors of Might and Magic auf dem GBC ist hundsmiserabel. Keine Handlung, viel zu kurz, und das Gameplay ist absolut ungenau und frustrierend.

Funnest game I’m terrible at:
Mal wieder ein Rhythm Game, nämlich Project Diva: Hatsune Miku. Ich war dem quietischigen Otaku-pandering Vocaloid skeptisch gegenübergetreten, doch das Spiel ist echt launig. Die Musikvideos sind interessant, die synthetische Stimme halb so wild… nur ich kann halt absolut keinen Rhythmus halten und bin deswegen aller Grundmotivation zum trotz hoffnungslos aufgeschmissen wirklich war erreichen zu wollen.

Most unique and interesting:
Hierunter fällt definitiv 46 Okunen Monogatari: The Shinka Ron, der Vorgänger zu E.V.O: Search for Eden. Nur das der noch schräger ist. Ein RPG, bei dem jeglicher Fortschritt über Evolutionen in neue Spezies, teils frei erfundenen, berechnet wird. Milliarden Jahre spannend vom Urknall bis hin zu Cybermage-Zukunftsvisionen, unter Einmischung von Lucifer und schrägen Dead Ends.

Most frustrating:
Ein Spiel hat es tatsächlich geschafft mich mehr zu frusten als Warriors of Might and Magic, und das ist hier sogar integral im Spieldesign verankert: Dragon’s Lair. Was für ein mieses Stück an reinem QTE-Gemasche mit extrem genauem Timing, um das 10-minütige Unterfangen in die Länge eines echten Spieles zu bringen.

Most inclusive:
C-14 Dating ist ein Indie Dating Sim. Und eines, welches sich durchaus in einigen Dingen von der Maße abgrenzt. Spielercharakter ist eine Archäologiestudentin, bei den vier zu umschwärmenden Jungs haben wir einen mit Übergewicht, zwei mit Behinderung, einer davon zusätzlich noch asexuell. Der Geheimcharakter ist eine lesbische Route. Und das, ohne irgendwas davon forciert mit dem Zaunpfahl zu behandeln, sondern die Charaktere einfach Charaktere statt Quoten sein zu lassen.

Simply effective:
Die beiden Staffeln von The Last Door sind extrem minimalistisch. Sowohl was den Pixelart-Look angeht, als auch die Kürze einer einzelnen Episode oder die interaktiven Adventure-Möglichkeiten betrachtend. Aber dennoch bauen sie eine sehr effektive Atmosphäre mit dem auf, was sie einsetzen.

Classiest Resident Evil:
Resident Evil war schon immer der dämliche B-Horror zu Silent Hills psychologischem Horror. Doch das REmake des ersten Teiles ist durch seine extrem schnieke Optik und gar nicht mal mehr so schrecklicher Sprachausgabe doch vom Look erstaunlich edel geraten.

Funnest Resident Evil:
Am meisten Spaß zu spielen macht allerdings dann doch Resident Evil 4, auch einfach durch das, was viele so spätestens als Stilrichtung der beiden folgenden Teile nicht leiden konnten. Alles als Superheld Leon über den Haufen zu schießen ist und bleibt launig, und für Abwechslung ist eindeutig das Spiel über gesorgt, so dass es eigentlich nicht halb so kohärent rüberkommen dürfte, wie es das doch tut.

Most addictive on Smartphone:
Karpador Jump hat mich dieses Jahr in den kleinen Pausen zwischendurch, für die sich kein „echtes“ Zocken lohnt, gut über Wasser gehalten. Weil im Prinzip ein glorifiziertes Tamagotchi, bei dem man sich nie schlecht fühlt nicht mehr Zeit rein zu investieren, im Gegensatz zu aufwändigeren Sachen.

Most fanservicy:
Fire Emblem: Heroes hat mich beispielsweise nicht lange bei Stange gehalten, weil da doch zu viel „echtes“ Spiel drin steckt, welches ich einfach nicht sporadisch zocken möchte, aber dann auf Smartphone nicht genug her macht, um regelmäßig Zeit rein investieren zu wollen. Aber was für ein Fanservice-Supergau das Spiel doch ist, nicht nur als Crossover der Franchise-Einträge, sondern auch in den Designs an sich, allen voran deren Spezialkostüme.

Most surprised I’d ever play it:
Selbst Eleanor: Loving Wife or Dirty Whore biederte sich nicht so extrem an, wie FE Heroes. Dabei ist Eleanor ein simples Browser-Porn-Game. Aber irgendwie war ich doch nicht nur überrascht, als ich mich es spielen erwischte, sondern das ich es ernsthaft bespielt habe, denn irgendwie war es doch schon witzig und unterhaltsam. Ich hatte da viel schlimmeres erwartet, sowohl spielerisch wie auch was die Porträtierung der Charaktere anbelangt.

Most offline MMO:
Dieses Jahr habe ich Might & Magic III: Isles of Terra wieder aufgegriffen und plötzlich absolut gepackt sofort durchgesuchted. Etwas überraschend, weil ich mit den beiden Vorgängern und meinem ersten Versuch am dritten Teil nicht so viel anfangen konnte. Man muss sich halt daran gewöhnen, dass es doch tatsächlich viel von einem Vorreiter an MMOs hat. Eben weil die Welt so offen ist, weil die Haupthandlung zurückgenommen wurde und stattdessen viele Sidequests das Spiel füllen. Der Unterhaltungswert kommt hauptsächlich davon nach eigenem Gutdünken NPCs zu helfen, die Welt zu erkunden, und Monsternester auszurotten.

Most baby’s first RPG:
Klingt nicht gerade wie ein Kompliment, doch kann man in seiner jungen Unerfahrenheit durchaus schlechtere Spiele für gut halten als Knight’s Quest auf dem GameBoy. Das ist nämlich durchaus kompetend und ansehnlich geraten, jedoch eben für Veteranen vielleicht etwas zu simpel. Doch für Neueinsteiger ein netter Anfangsbiss, um sich den Appetit zu holen.

Longest blog post:
Lange Zeit sah es so aus, als wäre dies Sakura Wars: So Long My Love vorbestimmt. Mit knapp 5.000 Worten ist das mal wieder ein Post epischer Länge gewesen, selbst in Anbetracht dessen, dass meine Schreiberei zu Dating Sims allgemein eher langatmig ist, besonders da ich ja auch die Charaktere vorstelle. Doch dann geschah Monster Hunter Tri, dessen 8.000 Worte ich sogar auf zwei Posts aufgesplittet habe, wobei mein Reisebericht von ebenfalls etwas über 5.000 Worten glaube ich doch ein paar mehr zu bieten hat, als Sakura Wars.

My strange new addiction:
Erneut, zunächst sah es so aus, als wäre dies für Resident Evil gedacht. Immerhin habe ich dieses Jahr 4 Spiele der Franchise durchgezockt und mir fürs weitere Spielen bereits Resident Evil: Revelations angelacht. Alternativ vielleicht noch mein Wii-Horror-Game Faible generell gesehen. Doch dann kam Monster Hunter Tri, und ich fühlte mich tatsächlich wie ein Abhängiger, der nur noch an Monster Hunter denken konnte. Gefolgt von Monster Hunter Stories, dem Beginnen von Monster Hunter Freedom 2, und kürzlich habe ich Monster Hunter 4 zu Weihnachten bekommen… ich weiß also, was ich nächstes Jahr ausschließlich bespielen werde.

Nächster Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

4 Kommentare

  1. Von meiner Seite kann ich hinzufügen:

    Flawed but still beaten

    Dieses Jahr habe ich mit Shining in the Darkness, Koudelka und Silent Hill: Shattered Memories drei Spiele durchbekommen, die ich aufgrund mannigfaltiger Gameplay Schwächen sonst eigentlich in den Verkaufskarton der Schande hätte verbannen sollen, aber aus irgendwelchen Gründen doch bis zum Abspann durchgearbeitet habe. Von den beiden war Shining definitiv am schlimmsten. Btw, keine Liebe für die Shining Force Spiele, die du dieses Jahr trotz SRPG-Aversion durchgespielt hast?

    Longest Schinken

    Das war definitiv Persona 5, sogar mit angefangenem New Game Plus, in das ich über hundert Spielstunden gesteckt habe. Solltest du dir auch mal besorgen, danach kann man die vorigen Personas eigentlich in die Tonne treten, und du könntest dich aus deinem ewigen Kreislauf von Persona 3 Replays befreien :P Aber dieses Jahr war echt Schinkensaison bei mir, mit Tales of Xillia und Trails of Cold Steel habe ich dann auch nicht unbedingt für ihre Kurzweil bekannten Spiele durchbekommen. Und jetzt sitze ich an Xenoblade Chronicles 2, das mich vermutlich auch noch ein gutes Stück in 2018 begleiten wird.

    Antworten
    • Shattered Memories sollte doch eigentlich gut sein, dacht ich immer D: Und Koudelka über Shining in the Darkness? Na ja, die Pein ist zumindest kürzer.

      Für Shining Force ist mir nichts eingefallen. „Most generic storyline“ hätte Knight’s Quest bekommen, „Simplest SRPG“ Fire Emblem Heroes. Es wird aber definitiv im Jahresrückblickvoraussichts-Post erwähnt werden.

      „Longest Schinken“ mit einem Spiel von Extremst-Länge hatte ich dieses Jahr glaub ich nicht, wobei ich Dragon Quest VII beinahe „Game that seems to never want to end“ gegeben hätte, aber dann ist mir aufgefallen, dass ich das gerade mal für um die 40 Stunden gespielt habe, was ja noch ganz normale Länge ist, und es mir nur so vor kommt, als ziehe sich das schon ewig, weil ich es seit Frühling immer mal wieder aufgreife und fallen lasse.

      Antworten
      • Zumindest die ursprüngliche Wii Version von Shattered Memories kann ich nicht empfehlen, hatte da einen Freeze, der mich gut eine halbe Stunde Fortschritt gekostet hat, und die Verfolgungssequenzen, ohnehin kein Paradebeispiel für gutes Spieldesign, wurden durch das ständige Wiimote Gefuchtel noch schlimmer. Ich denke ich würde wenn eher einen der Sony Ports versuchen.

      • Okidoke, Shattered Memories von „Hallowiin 2.0“ nach „Handheld Horror“ verschoben o.ob

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: