A Christmas Horror Story

Bei A Christmas Horror Story handelt es sich um einen weiteren amerikanischen Horrorfilm aus dem Jahr 2015, der zur Weihnachtszeit spielt, und welcher den Krampus für sich entdeckt hat.

Nur haben wir es diesmal um eine Anthologie aus vier kaum miteinander verknüpften Geschichten zu tun. Für einige davon ist Weihnachten wichtiger, bei anderen ziemlich nebensächlich. In der einen Geschichte folgen wir drei Teenagern, die zu Weihnachten in ihre Schule einbrechen, weil sie eine Doku darüber drehen wollen, als das Gebäude noch von Nonnen geleitet wurde und nun der Geist einer bei der Abtreibung ihres Kindes gestorbenen Mädchens umgehen soll. In der nächsten folgen wir einer dysfunktionalen Familie, die zum Fest die deutsche Tante besuchen wollen, und von Krampus gejagt werden. Die Familie der dritten Geschichte geht in eine abgesperrte Zone im Wald, um ihren perfekten Weihnachtsbaum zu schlagen, nehmen aber statt ihres Kindes einen Gestaltwandler mit nach Hause. Die vierte Geschichte spielt hingegen in der Fabrik vom Weihnachtsmann, der seine zu Zombies mutierten Elfen köpfen muss.

Den Rahmen von alledem bildet William Shatner, der als DJ einer Radiostation zu Weihnachten ein wenig hier und dort kommentiert, Lieder einspielt, und über den Krieg gegen Weihnachten mosert. Weil es für gelangweilte, konservative, mittelständige Weiße ohne echte Probleme im Herzen Amerikas nichts Schlimmeres gibt, als das man in Geschäften nur noch „Frohe Feiertage“ wünscht, da in der Multikulti-Gesellschaft eben nicht jeder Kunde zwangsläufig das christliche Weihnachten feiert. Unterdrückung von Religion und Redefreiheit und all der an den Haaren herbeigezogene Müll. Hashtag White Genocide.

Nun handhaben es Anthologien meist so, dass sie ihre verschiedenen Geschichten nacheinander abhandeln. Um sie vage miteinander zu verknüpfen läuft vielleicht mal wer aus einer anderen durch den Hintergrund oder offenbart die letzte doch einen größeren Zusammenhang, aber zunächst läuft jede Geschichte für sich. Warum das normalerweise so gehandhabt wird, zeigt sich ganz gut in A Christmas Horror Story, welches nämlich nicht dieser Konvention folgt. Stattdessen hält er sich an eine normale Filmstruktur und springt Szene für Szene zwischen den Geschehnissen hin und her. Das funktioniert bei einem normalen Film, der einen eindeutigen Hauptfokus hat, aber nicht so sehr bei einer Anthologie. Denn so häufig zwischen Charaktergruppen, Handlungssträngen und Lokalitäten hin und her zu wechseln, die alle gleiche Gewichtung haben, ist eher verwirrend und wirkt wie ein Durcheinander.

Ansonsten ist es halt so, wie das bei Anthologien häufiger der Fall ist, dass sich die Gefälligkeit des Filmes stark danach richtet, in welcher Storyline man sich gerade bewegt. Wobei ich schon sagen muss, dass die alle keine großen Sprünge machen. Am interessantesten ist im Prinzip diejenige, die am stärksten heraussticht, nämlich der Weihnachtsmann im Kampf gegen seine Zombiehelfer. Die Handlung ist zwar auch ein wenig simple durch die insgesamt kurze Zeit, aber doch sehr unterhaltsam, von der Grundidee nicht so Standard, und vor allem auch mit einer netten Wendung fürs Ende bestückt, die darauf aufbaut, dass diese Handlung so anders ist. Die anderen drei sind halt so ein wenig gehabt, durch ihre Kürze und den schnellen Wechsel zwischen ihnen nicht komplett langweilig, werden einen aber auch nicht wirklich vom Hocker hauen.

Frohe Festtage und der ganze Kram dann auch von mir.

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