Let’s Play Golden Sun – 05. Ungrateful Asses

ava-2135Wir nehmen also am Wettkampf teil, weil Babi erst danach mit uns reden will. Keine Ahnung, warum wir den alten Kauz nicht einfach links liegen lassen und zum Leuchtturm gehen, wie es unsere Mission ist, immerhin haben wir absolut keinen Anhaltspunkt, dass diese ganze Wettkampf-Babi-Episode uns in irgendwelcher Weise diesem Ziel näher bringt. Jedenfalls gewinnen wir das Turnier, in dem wir cheaten ohne Ende. Denn nur Isaac kann mitmachen, aber die anderen drei benutzen ihre Psynergie einfach, um die Geschicklichkeitseinlagen für ihn zu vereinfachen. Scheint keiner der dutzenden Zuschauer, die mit ihnen dort stehen, zu merken, dass plötzlich Baumstämme magisch ihre Position wechseln oder Frostsäulen entstehen. Und Isaac hat im anschließend Mann-zu-Mann-Kampf auch einen leichten Vorteil, da er ja einfach mal Erdbeben oder Himmelsschwerter beschwören kann. Das ganze ist etwas, als wären wir zu einem Faustkampf eingeladen und würden eine Schrotflinte mitbringen, jedoch keiner was dagegen einwenden.

Babi eröffnet seine Rede damit, dass die Unsichtbarkeit, die er in der Höhle benutzt hat, Psynergie ist. Nachdem er uns in der Höhle klipp und klar gesagt hat, dass die Unsichtbarkeit keine Psynergie sondern eine altertümliche Macht ist. Stimmt im Prinzip beides, denn die Macht kommt von Lemurai, einer altertümlichen Zivilisation, die Psynergie nutzen konnte, und aus dem Babis Elixier stammt, welches unsterblich macht. Aber das geht im aus, also sollen wir Lemuria für ihn finden. In jedem anderen Spiel wäre Babi ein Bösewicht, in Golden Sun hat keiner Einwände dagegen, einem Macht-hungrigen Mogul jene zuzuspielen. Lemuria soll irgendwo auf offener See sein, jedoch haben die Expeditionen von Babi es nicht finden können, da keiner weiß, wo. Das in der gleichen Konversation, in der uns Babi sagt, dass er bereits in Lemuria war, und auch das in der südöstlichen See, wo Lemuria liegt, seltsame Dinge zu sehen sind. Weiß er nun, wo es liegt, oder nicht? Außerdem baut Babi, um der nächsten Expeditionen den Weg, den er je nach Satz mal kennt und mal nicht kennt, zu leuchten, einen Leuchtturm. Direkt neben dem Venus-Leuchtturm, den sie wegen der Pynergie-benötigenden Puzzle nicht erklimmen können. Anscheinend ist es einfacher, einen komplett neuen Leuchtturm zu bauen, statt einfach eine Vorrichtung an der Außenwand des bestehenden mit Treppe an die Spitze zu errichten, oder Körperkraft zu nutzen, um die Puzzle zu lösen, die doch eh immer nur daraus bestehen irgendwelche Statuen und Säulen zu verschieben oder Lichter zu entflammen.

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Erinnert sich noch wer an Hammet in Lunpa? Der Kerl, dem Ivan den Stab wiederbringen wollte, und sich uns deswegen nicht angeschlossen hat, nur um sofort aufzugeben und sich uns anzuschließen? Der unglaublich schlaue Händler, der meinte als weltbekannter Reicher in einer Stadt der Diebe genau richtig aufgehoben zu sein? Von dem selbst eine Frau meinte, wir sollen uns lieber um die Leuchttürme kümmern, statt ihn zu befreien? Um den das Spiel in regelmäßigen Abständen ein unglaubliches Gewese macht und selbst irgendwas von einer Prophezeiung und wichtigem Plot-Item schwafelt, als wäre der für die Handlung von größter Wichtigkeit? Das ist ein Sidequest, man muss Hammet nie befreien. Aber wenn man es machen will, geht das ab jetzt.

Wir haben also eine kleine Sneaking Mission durch Dodonpas, Anführer der Diebe, Festung. An dessen Ende finden wir Hammet, der sofort meint Ivan hätte sich die Umstände mit seiner Rettung nicht machen sollen. Das Spiel verliert unglaublich viele Worte um dieses Sidequest, dass es wie ein wichtiges Mandatory Quest aussehen lässt, nur um sich dennoch ständig zu wiederholen, dass man total was besseres zu tun hat, obwohl 90% des Spieles daraus bestehen, dass sich der Trupp um jede Kleinigkeiten in jedem Gebiet selbst kümmern muss. Jedenfalls direkt nachdem Hammet meint, wir hätten ihn nicht retten kommen sollen, schneit Dodonpa rum und meint, wir wären wohl diejenigen, von denen Hammet ständig behauptet, dass sie ihn sicherlich retten kommen…

Während des Bosskampfes versucht Dodonpa uns von hinten zu erstechen (Hammet steht scheinbar daneben und guckt doof, statt einzugreifen oder zumindest was zu sagen), und verletzt sich dabei selbst. Was prompt dazu führt, dass die ganze Truppe ihm sofort vergeben will, abgesehen von Garet, der selbst von Hammet einen Einlauf deswegen bekommt. Muss wohl Stockholm-Syndrom sein. Aber Dodonpa tut es doch leid, und auf dessen Wort kann man doch trauen, meinen alle. Ist ja nur ein Dieb, der eine Geisel gehalten hat, selbst nach Erhalt des Lösegelds jene nicht frei ließ, und uns noch vor 5 Minuten von hinten erstechen wollte. Natürlich ist dessen Wort was wert. Dodonpas Vater schenkt uns dabei noch einen weiteren Dschin, mit denen das Spiel seit einigen Gebieten nur so um sich wirft. Meint dabei, er habe jene Kreatur vor langer Zeit gefangen. Äh Golden Sun, zu Spielbeginn hieß es doch, die Dschin sind erst in unserer Welt, seitdem die Elementarsterne gestohlen wurden. Das ist so lange nicht her, um genau zu sein genauso lang, wie wir auf unserer Reise sind.

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Kurz nach dessen Befreiung bekommen wir übrigens eine nette Szene, in dem ihm ein anderer Charakter bis zur Hüfte in den Arsch kriecht, weil Hammet so ein schlauer Händler ist. Immerhin ist es seiner Weisheit entsprungen, dass man mit jedem Handel betreiben und sich nicht von Aussehen und Gerüchten abhalten lassen sollen. Ach so, Golden Sun porträtiert Hammet also auch noch als klug dafür, dass er sich als reicher Händler in eine Diebesstadt begeben hat, wo er prompt als Geisel genommen wurde. Außerdem haben wir doch etabliert, dass der Großteil von Hammets Handelskönnen nicht auf ihn selbst zurückgeht, sondern weil Adepten mit Zukunftssicht für ihn gecheated haben.

Zurück in Kalay gibt es dann noch ein Standpauke von Hammets Frau, weil wir uns erdreistet haben, ihren Ehemann zu retten, obwohl sie uns ausdrücklich gesagt hat, dass unsere eigentliche Mission viel wichtiger ist. Außerdem hätte Kalay das schon selbst regeln können. Lady… ihr habt euch bis vor Kurzem nicht mal gewundert, wie es kommt, dass der ewig nicht aus einer Stadt der Diebe wieder auftaucht. Oder das deren Intention, nachdem ihr Lösegeld gestellt habt, und er dennoch nicht zurückgekommen ist, gar nicht dessen Freilassung war. Keine Sorge gute Frau, so Inkompetent wie die Antagonisten sind, erreichen die schon nicht vor uns den nächsten Leuchtturm. Wenn die was auf die Reihe bekämen würden, hätten die nämlich schon längst alle vier zu der Zeit erleuchtet gehabt, als wir noch irgendwelchen Baum-Leuten aus ihrem Fluch geholfen, eine versunkene Stadt trocken gelegt, oder an einem Wettkampf-Turnier teilgenommen haben, obwohl all dies locker hätte warten können.

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