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ava-2109Wie jedes Jahr gibt es auch in 2016 zum Ende höchst offizielle und nützliche Awards von mir verliehen, in all den eigentlich selbsterklärenden Standard-Kategorien, für die man sich so interessieren kann. Without further adieu:

Most under-appreciated system: Der Virtual Boy. Hat mal so einen richtig schlechten Ruf abbekommen, weil so ein kolossaler Flopp. Und das bei einem Nintendo-Produkt, denen der harte Stammkern eigentlich fast Kacke abkaufen würde, wenn man sie als exklusiven Nintendo-Schokopudding deklarierte. Die Spiele sind jetzt auch alle keine totalen Überflieger, und über Emulator ist das wohl auch anders gespielt, als mit dem unhandlichen Ding rumzuhantieren, aber so schlecht wie sein Ruf ist der VB zumindest Software-seitig auch nicht wirklich. Runner up ist für mich so ein wenig die PSP, die auch nie so ganz ernst genommen wurde, weil sich gegen die Nintendo-Line eh kein Handheld so richtig durchzusetzen weiß, aber wie mittlerweile eigentlich dann doch bekannt ist, hat Sonys DS-Konkurrenz durchaus eine nicht uninteressante Bibliothek zu bieten.

Best game on Virtual Boy: Wenn ich schon dreist behaupte, dass es keine Überflieger auf dem VB gab, will ich mir das doch direkt selbst wiederlegen. Oder eben zumindest die beiden wirklich aus dem „ganz Ok“-Brei herausstechenden Qualitäten feiern, bei denen es doch vielleicht etwas schade ist, dass die nie mal auf eine andere Plattform gebracht wurden. Jene beiden nämlich doch ziemlich guten VB-Spiele wären zum einen Wario World, und zum anderen Jack Bros.

Most unfinished: Nicht im Titel drin, aber dann doch beim Virtual Boy bleibend. Denn auch wenn die Bibliothek im Schnitt besser als ihr Ruf ist, so sieht man ein paar Spielen des VB doch an, dass sie zum einen nahe am Launch erschienen sind, und teilweise eben auch noch schnell rausgehauen wurden, weil man schon Arbeit in sie investiert hatte, als jener kurzerhand wieder eingestampft wurde. Waterworld und Virtual Lab sind zwei so völlig unfertige Produkte, bei denen ganz eindeutig das immer gleiche Stage auf Score zu spielen nicht ursprünglicher Sinn der Sache gewesen sein konnte. Und dann hätten wir noch SD Gundam, welches immerhin eine ganze SRPG-Kampagne beinhaltet, oder zumindest so tut, aber auch definitiv Story, Gameplay-Rafinesse, und Spielzeitlänge einbüßen durfte, um als letztes Spiel des Systems noch schnell in japanischen Händlerregalen aufzutauchen.

Best dungeon crawler: Ein paar hatte ich ja nun dann doch im letzten Jahr gespielt, und darunter nach langer Auszeit auch endlich Wizardry: Tale of the Forsaken Land abschließen können. Und auch wenn man das vielleicht nicht glauben will, bei einem Spiel, wo ich einfach mal 4 Jahre Pause drin hatte, so ist das wirklich einer der besten japanischen Crawler, die man spielen kann. Lediglich ein weniger schneller könnte er sein, vielleicht in einem Remake oder sonstigem Re-Release, nüch Atlus?

Most beginnger-friendly crawler: Dungeon Crawler sind sicherlich nicht für ihren einfachen Spielverlauf oder leichtem Einstieg bekannt, wobei sobald man sich im Genre auskennt viele dann auch nicht mehr ganz so Furchteinflößend sind. Aber da das Genre gerade in Japan doch eine ganz verkaufsstarke Nische ist, und man sich natürlich irgendwann auch mal von den Wizardry-Klonen weg bewegen muss, gibt es dort auch so einige Vielfalt und Modernisierungen. 7th Dragon 2020 beispielsweise sieht nicht nur super modern und stylisch aus, sondern ist auch sowohl was die Spielsystem angeht simpel und übersichtlich, verwirrt nicht mit arg vielen Jobklassen, und ist im Casual Mode auch zügig und ohne Hänger durchspielbar.

Most boring crawler: Einen gewissen Hang zur Repetition muss man bei Dungeon Crawlern natürlich dann doch mitbringen, da viel durch die gleichen oder ähnliche Gänge erneut gegangen und die langsame Verbesserung der Gruppe sozusagen fast das ganze Spiel ausmachen, es auch nicht immer sonderlich präsente Storylines gibt. Aber dann sollte vielleicht wirklich das Design etwas hermachen, oder das wenn schon gleiche Gameplay doch irgendwo etwas motivieren und Spaß bereiten. Doch Mind=0 ist so ein ödes Stück, dass ich es echt nicht lang ausgehalten habe. Eben weil alles so unspektakulär und 08/15 ist, nicht weil es wirklich ein schlechtes Spiel wäre.

Most generally boring: Da hab ich ein wenig weiter vorn die PSP noch gelobt, aber wenn es um zwei Nicht-Dungeon-Crawler geht, die mich dieses Jahr tödlich zu langweilen wussten, und wo ich weniger weiß, warum ich sie im Gegensatz zu Mind=0 dennoch durchgezockt habe, stammen beide eben von jener Plattform. Da hätten wir zum einen die Nummer Dead or Alive Paradise, das selbst zum Masturbieren zu einschläfernd ist. Und The Legend of Heroes: Prophecy of the Moonlight Witch, ein weiterer Stein in der Zementierung meiner Idee, dass The Legend of Heroes vor dem sechsten Teil, Trails in the Sky, gar nicht so gut war.

Surprisingly addicting: Wenn es allerdings um Spiele geht, bei denen ich auf jeden Fall davon ausgegangen wäre, dass sie total langweilen würden, so hat mich mein erstes Dating Sim, Tokimeki Memorial Girl’s Side, dieses Jahr eines besseren belehrt. Keine Ahnung, warum ich da überhaupt dran zweifelte, Heirat gehört bei mir bei Harvest Moon auf jeden Fall dazu, und das Social Sim ist das, was Persona 3 und 4 absolut für mich ausmacht. Von daher, auch wenn es nur viel Text lesen und repetitiv Statuswerte erhöhen ist, um mit den gleichen Anime-Cutouts auf gleiche Dates zu gehen… mir hat es echt ganz unzynisch total gefallen.

Genre revelation: Und die leitet sich natürlich auch daraus ab, denn es blieb nicht bei dem einen Dating Sim, sondern kamen schon so einige mehr dran, die auch alle das eine oder andere für sich hatten. Von daher habe ich dieses Jahr auf jeden Fall das Dating Sim für mich entdeckt. Ein wenig zwiespältig, denn viele ohne Japanisch-Kenntnisse spielbar sind nun wirklich nicht. Solange man nicht den Fehler begeht jedes VN mit Romantik-Storyline als Dating Sim zu führen, was das Rausfiltern der echten Kandidaten natürlich nicht vereinfacht.

Provoking the longest post evarz: Zum Abschluss der Thematik direkt hier mal so ein paar Beispiele, was dieses Jahr und teilweise auch davor so besonders lange Posts von mir im Blog waren. Dragon Quest VIII und Classic Who stehen bei schon guten 1.700 Worten. Blood Omen 2 sogar bei 1.800. Dead or Alive Paradise und mein Geburtstagseintrag zu Seiken Densetsu haben sogar 2.300 zu bieten, die diesjährige FFV Job Fiesta 2.500. Xenoblade hatte satte 3.000 Worte, und mein Rant zu Catherine 3.300. Das sind so alles eher die Zahlen, bei denen die Dating Sims erst anfangen. Tokimeki Memorial Pocket ist bescheiden bei 1.000, Princess Debut bei 1.400 Worten. Aber schon Huniepop nimmt 2.300 ein, Storm Lover Kai ist bei 3.300, also gleichauf mit dem längsten Eintrag eines Nicht-Dating-Sims. TokiMemo GS2 bringt es locker flockig auf 4.000 Worte, TokiMemo GS3 und Love Revo ein wenig mehr auf 4.100. Und Tokimeki Memorial Girl’s Side 1 hat doch wirklich die 5.000 Worte erreicht. Das ist ungefähr so viel, wie alle 4 auch nicht kurze Einträge zu Revolutionary Girl Utena TV zusammen.

Best fishing game: Legend of the River King 2 hat mich selbst überraschend gut unterhalten, dafür das ich immer mal wieder Lust auf die Serie habe, aber immer wieder mit gemischten Gefühlen aus den anderen Spielen hervorgegangen bin. Aber der zweite GBC-Teil, der eigentlich der vierte der Franchise ist, ist wirklich der bis dato beste Eintrag, und auch das beste Fishing Game, von denen ich zugegeben außerhalb River King auch noch nicht so viel Erfahrung gesammelt habe. Weil mir die meisten anderen glaube ich auch zu technisch wären.

Best Harvest Moon: Stardew Valley macht alles, was Harvest Moon/Story of Seasons macht, nur besser. Abgesehen vielleicht von der Optik, die weniger pralle ist. Aber nach dutzenden Stunden Farmarbeit und Bräutigamschau, wer sieht die da überhaupt noch so wirklich. Die Indie-Überraschung des vergangenen Jahres.

Best Pokemon: Im Jahr, in dem die Franchise 20 war, immerhin das legale Trinkalter in Japan, wurden so einige Einträge bespielt. Etwas überrascht hat mich da wirklich Pokemon Silber, weil das doch für gerade mal die zweite Generation erstaunlich gut gealtert ist. Tatsächlich launiger als so manche wesentlich jüngere Generation.

Best abomination maker: Aber nicht nur Pokemon wurde bespielt, sondern auch ein wenig dessen Konkurrenz. Und nirgends kann man so skurrile und lebensunwürdige Kreaturen erschaffen, durchaus nicht nur gewollt, wie im ziemlich kurzen und launigen Jade Cocoon auf der PlayStation.

Ripe for a new version: Bei Pokemon bleibend hat mir Pokemon Snap ebenfalls sehr gut gefallen, und hat es mich doch gewundert, dass dieses Spielprinzip nicht längst auf Wii, Wii-U oder 3DS neu aufgegriffen wurde. Pokemon-Safari, fuck yeah. Aber ich hab mir sagen lassen Sonne/Mond hat da tatsächlich mittlerweile was in der Richtung zu bieten.

Best casual game: Nicht ganz Un-Pokemon, weil es auch darum geht, alle Farben und Formen zu sammeln. Zen Koi auf Smartphone ist super launige Unterhaltung für Zwischendurch. Egal, ob nun nur 5 Minuten oder doch mal ganze 20 zu überbrücken sind.

Cutest platformer: Wayforward hat mit Wendy: Every Witch Way sowas von einem süßen und putzig durchanimierten Spiel geliefert.

Bigget disappointment: Und wieder Wayforward, denn nach Wendy wollte ich mich doch direkt an dem von allen geliebten Shantae auf dem GBC versuchen, und habe ziemlich schnell abbrechen müssen, da jede Sekunde Spielzeit reinster Frust waren. Dann hatte mich Seiken Densetsu darauf angefixt, doch endlich mal Seiken Densetsu 3 zu bespielen, welches ich aber auch absolut unlustig und nervig finde. Keine Ahnung, was Leute in den beiden Spielen sehen.

Falling short of their ambition: Der Kandidat hierfür schlechthin ist natürlich Resident Evil auf dem GBC, der beeindruckend viel zu replizieren versucht, auch auf dem besten Wege war dies Plattform-bedingt suboptimal zu schaffen. Allerdings wurde das Ding ja auch nie fertig gestellt und herausgebracht. SOS auf dem SNES hingegen schon, und auch hier ist das, was man da auf die Plattform gezaubert hat, sehr interessant, proportional dazu aber auch unspaßig zu spielen.

Best franchise save: Eigentlich etwas gelogen, denn es hat keine Franchise aus der Scheiße gefahren. Aber nach dem schrecklichen Clock Tower: Ghost Head und dem durchwachsenen Clock Tower 3 war Haunting Ground für mich der Beweis, dass sich das Spielprinzip super in ein modernes Suvival Horror hätte bringen lassen, wenn man sich halt nicht vorher schon alles kaputt gemacht hätte.

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2 Kommentare

  1. Gratulation zum Beenden von Wizardry, da könnte ich mich auch mal wieder dran wagen. Hab letztens mal in meinem jugendlichen Leichtsinn Elminage Gothic angespielt, ist echt nichts für zarte Gemüter. Von mind=0 hatte ich eigentlich gehofft, es könne ein ganz passabler Persona Abklatsch sein, aber das scheint ja nicht der Fall zu sein.

    Stardew Valley ist nach dem Release für die PS4 definitiv auf meinem Wunschzettel. Story of Seasons wollte ich auch mal ausprobieren, wo ich gerade meinen 3DS etwas entstaube (als Reserve-DS für 999, für Crimson Shroud und hoffentlich bald für Virtue’s Last Reward).

    Seiken Densetsu 3 find ich von der Präsentation klasse, aber die Kämpfe haben sich so random angefühlt, dass ich auch keine Lust mehr hatte, das damals weiterzuspielen.

    Dungeon Crawler, Dating Sims, Virtual Boy, Fishing Games, obskure portable Portierungen … Du bist echt underground :D

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    • Gothic verstaubt bei mir seit gut 4 Jahren, da ich zuerst Elminage Origin angefangen hab und das absolut nicht ausstehen konnte, aber irgendwie auch nicht Gothic anfangen will, bevor ich nicht noch Mal versucht hab, Origin fertig zu machen. Aber es gibt einfach so viele Dungeon Crawer zur Auswahl, die stattdessen auch gespielt werden können… und dabei hab ich noch nicht mal ne Vita, wo sowieso im Monatszyklus einer drauf erscheint.

      Crimson Shroud nehm ich mir ebenfalls seit 2 Jahren vor, als ich es mit Starship Damrey und Attack of the Friday Monsters gekauft, aber nur die anderen beiden auch zügig durchgezockt hatte, endlich nachzuholen. Keine Ahnung, ist ja wirklich kein langes Spiel, genausowenig wie die Heaven & Earth SNES-Trilogie oder Metal Gear 2, aber dennoch kann ich mir nie den Reststubser geben, mich doch mal die ~5 Stunden dahinter zu klemmen.

      Seiken Densetsu 3 hat mich echt enttäuscht, und das, obwohl ich sowieso zu denen gehöre, laut denen die Mana-Serie immer etwas überschätzt wird. Audiovisuell ist mir die Reihe echt sympathisch, aber weder Mystic Quest noch Secret of Mana find ich so überragend, wie so manch anderer, beim Zeug das nach SD3 erschienen ist scheiden sich eh die Geister. Aber die ersten beiden Teile sind halt trotz Fehler ziemlich launig, SD3 hingegen spielt sich total zäh (und das bei einem Action-RPG) und die Bosse sind super cheap.

      Na ich hab auch das ein oder andere Populärgut gespielt. Viel Pokemon beispielsweise, oder Zelda und Metroid, Yo-Kai Watch und Dragon Quest sind zumindest in Japan ja auch absolute Bestseller :D

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