Extreme Speed Genesect & The Cocoon of Destruction and Diancie

ava-2100Extreme Speed Genesect: Mewtwo Awakens hält mit seinem Aushängeschild wirklich nicht hinterm Berg, sondern beginnt mit allerseits liebsten Angst-Pokemon Mewtwo, der (oder wohl eher jetzt die, da neue weibliche Sprecherin) munter mit Vogelpokemon durch die Luft fliegt, und direkt auch ihre neue Mega-Evolution vorführen darf. Und prompt auf die Fossil-Pokemon Genesect trifft, mit dem sie sich verbunden fühlt, da auch nur durch Wissenschaftler in diese Welt gebracht.

Unser Trupp derweil ist in New York angekommen. Oder zumindest in der Pokemon-Version davon, in der im Central Park nicht das Met sondern ein Pokemon-Zoo steht, inklusive sexy Guide, der Jesus Satoshi und Co. natürlich exklusiv herum führt. Wem zum Teufel gehört eigentlich das Dragoran? Iris? Wow.

Egal, die Genesect kommen vorbei, weil sie das für ihren Lebensraum halten, und versuchen den Rest zu vertreiben. Satoshi kann sich reinherzig natürlich mit einem davon anfreunden, und Mewtwo kommt auch vorbei. Wohlweislich um den Pokemon zu helfen, weil mit Menschen kann es nicht, da die ja böse sind und es missbrauchen wollten. Das hiesige Mewtwo ist aber nicht das aus dem ersten Film, oder? Weil die Hintergrundgeschichte um dessen Erschaffung scheint identisch zu sein. Aber die Ereignisse aus Film 1, oder das Mewtwo dabei bereits gelernt hat, dass nicht alle Menschen böse sind, werden nie angesprochen. Dann wiederum misstraut Mewtwo hier mal allen Menschen, und dann nimmt es sie doch auch wieder mit in Schutz, nicht nur die Pokemon. Von daher wussten die Schreiber wohl selbst nicht so genau, was jetzt Sache mit dem Vieh ist. Darf sogar am Ende eine Ansprache halten, dass alle Freunde sind, Pokemon und Menschen auch.

Satoshi ist übrigens total davon überrascht, dass die Genesect sprechen können, obwohl ja mittlerweile wirklich häufig genug sprechende Legendaries aufgetaucht sind. Gleiches dann schon nicht mehr bei Mewtwo.

Jedenfalls ist der Pokepark total erhaltenswert, weil hübsche Natur und so. Was natürlich besser kommen würde, wenn die Pokemon-Filme ihre enormen Einnahmen mal in ein Budget stecken würden, mit denen man sowas auch entsprechend hübsch inszenieren kann. Sorry Pokemon-Film #16, aber ich habe The Garden of Words gesehen, euer Pokemon Hills ist ein Scheißdreck dagegen. Na ja, logischerweise ist jener Park und Naturschutzgebiet aber auch gleichzeitig der Stromgenerator der Stadt, und wenn überlastet kann einfach mal so explodieren… ok? Also die Genesect aufhalten und ein neues Gebiet für sie suchen, versteht sich.

Hohum, joa, ein weitere Pokemon-Film, den man so als existent und wenig mehr abhandeln kann. Erneut nur 70 Minuten, von daher nicht so überstrapaziert wie manch anderer, bietet er jetzt aber auch nix sonderlich besonderes, um ihn wirklich aus dem Meh-Brei herauszuheben.

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The Cocoon of Destruction and Diancie ist eine Besonderheit dahingehend, als das der internationale und japanische Titel hier sogar gleich sind. Zumindest was den Untertitel angeht.

Und es geht um Diancie, ganz überraschend ich weiß, die als Prinzessin in ihrem Glänze-Königreich an Kristallen und Edelsteinen aufgewachsen ist. So viele Shinies, wenn auch im üblich suboptimalen Pokemon-CG. Jedenfalls hängt die Existenz des Reiches davon ab, dass ein heiliger Diamant regelmäßig erneuert wird, was die jeweilig amtierende Herrscherin übernimmt, da Diancies dafür bekannt sind, Diamanten herstellen zu können. Unsere kann das leider nicht, also muss sie sich in die Außenwelt begeben, wo ihr das legendäre Xerneas vielleicht die Feenaura schenken kann, die ihr die nötige Kraft dafür verleitet.

Ist denen ja schon erst sehr spät aufgefallen, dass Diancie vielleicht ein wenig Kraft-Nachschub/-Hilfe braucht, so kurz vorm Zerfallen des aktuellen Lebensdiamanten. Aber so ist das natürlich spannender.

Mir ist jetzt auch aufgefallen, wann ich die Legendaries eher leiden kann. Dann wenn sie tatsächlich charmant sind, wie das die doch ziemlich niedliche und gut erzogene Diancie hier ist. Da will man doch echt wissen, wie ihre Reise zur Findung innerer Kräfte ausgeht. Auch wenn man es sich natürlich denken kann, dass es um die Kraft der Freundschaft geht, die ihr durch das Treffen auf Satoshi und Co. gewahr werden wird. Der diesmal auch erträglicher als in anderen Filmen geraten ist, noch nicht mal geschockt wird, wenn ein Legendary sprechen kann. Diancie und ihre Untergebenen sind sogar wohl die menschlichsten Pokemon in diesen Filmen bisher.

Jedenfalls sind auch ein paar Bösewichter hinter ihr her, und ich meine nicht nur Team Rocket, die ausnahmsweise mal wieder was an Screentime bekommen, sondern kompetentere. Mehr oder weniger. Ninja Riot hat wenig mehr als sein sexy Äußeres zu bieten, schon gar nicht mal Ninja-Stealth, noch die Magierin mit dem anderen XY-Starter-in-Finalevolution. Die mit dem Pflanzenstarter sind schon kompetenter. Wobei Satoshi und seine Begleiter Eureka, Citron und Serena nun auch nicht wirklich Diancie sonderlich vor anderen Augen verstecken würden.

Nachdem der Film eigentlich sehr straff und gut über die Bühne gelaufen ist, verliert er leider auf die finale halbe Stunde etwas an Drive. Schon interessant, dass die erst dann im Wald, in dem Xerneas zuletzt gesichtet war, suchen, nachdem sie es sonst nirgends gefunden haben, verbotene Zone hin oder her. Und da eine finale Schlacht der drei Starter-Verfolger um Diancie wohl nicht dramatisch genug ist, dürfen Gott des Lebens Xerneas und Gott des Todes Yveltal auch noch gegeneinander antreten, wobei deren Auseinandersetzugn dann plötzlich aber reichlich antiklimaktisch geraten ist. Dafür dass auf den ewigen Kreis aus Leben und Tod und das beides wichtig ist, angesprochen wird, scheint Xerneas ja nie sonderlich viel machen zu müssen, um Yveltal erneut versiegeln zu können.

Und das Ende von Film 1 darf auch wiederholt werden, nur das Pikachu diesmal versteinert, kein Pokemon drauf heulen muss, sondern Xerneas erneut ziemlich schnell alles ins Lot bringt.

Sprich der Film hätte besser sein können. Duh, ist ja auch ein Pokemon-Film. Allerdings ist es schon einer der besseren in der Riege, einfach weil abgesehen vom leichten Schwächeln aufs Finale der Rest unterhaltsam und schmerzfrei ist.

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