Victini and the Black Hero Zekrom & Kyurem vs the Sacred Swordsman Keldeo

ava-2098Als nächstes kommen wir zu einem etwas besonderen Jahr der Pokemon-Filme, da es in 2011 gleich zwei Filme in die japanischen Kinos gebracht hat. Allerdings sind die Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß so marginal wie diejenigen zwischen den Spiele-Editionen, mit hier mal einem anderen Pokemon im Bild, dort mal einer anderen Tageszeit, von daher ist eine Sichtung beider 95-Minüter eher Zeitverschwendung.

Jedenfalls geht der gute Dread mit seinem s/w-gescheiteltem Haar durch die Lande, weil er sein Volk wieder zurück in deren Land bringen will, was aber keiner so wirklich zu wollen scheint. Zunächst scheint hier eine Parabel zu den amerikanischen Ureinwohnern gewollt zu sein, aber später war er dann auch bei Inuit und der Hauptschauplatz ist eher bei einem Andenvolk, von daher wirft Victini and the Black Hero Zekrom einfach mal alle indianischen Völker in einen Topf. Zur Unterstützung hat Dread Rashiram dabei, der trotz des Untertitels mehr Screentime denn Zekrom bekommt, aber eigentlich benötigt er die Kraft von Victini.

Praktisch das Satoshi, Drachen-Fan Iris und der affektiert englische Worte in seine Sätze einfließen lassende Dent gerade im Gebiet auftauchen und an einem Wettkampf teilnehmen. Denn wo Satoshi ist, da sind die Legendaries nicht weit, ist jener doch das Zentrum des Universums. Dumm wie Brot ist er natürlich auch noch, und so setzt er im Kampf konsequent Typen ein, die gegen den Gegner-Typen schwach ist, wobei ihn aber Victini einfach mal durchcheated.

Nach über 30 Minuten gibt es dann auch endlich mal die Legende um das vertriebene Volk und die Kraft von Victini, die dummerweise alles erzählt, nur nicht das mit der Stadt zurück ins gelobte Land zu fliegen die Drachenlinie aktiviert und zu Zerstörung führen wird, was Dread natürlich herausfindet, sobald er die Macht von Victini missbraucht. Zum angeblich Guten Aller natürlich, auch wenn mir nicht so ganz aufgehen wollte, warum es so wichtig ist, ins Vaterland zurückzukehren. Die Völkchen scheinen doch seit einiger Zeit über den ganzen Globus verteilt bereits eine neue Heimat gefunden zu haben, und gar nicht zurück zu wollen. Warum sind die überhaupt überall verteilt, statt alle in den fruchtbaren Bergtälern nahe dem Ursprungsort zu leben? Aber gut, ohne hätten wir keinen Film.

Dread sieht seinen Fehler sogar ein und will am Ende alles retten, aber da schickt der Film natürlich Satoshi mit Zekrom ins Rennen, weil unser Franchise-Hauptcharakter gewohnt derjenige sein darf, der alles wieder ins Lot bringt.

Eh… ein weiterer Pokemon-Film, der sich komfortabel irgendwo bei „existiert halt“ einreiht. Nicht schlecht, nicht gut, einfach nur da. So sonderlich interessant sind weder die Geschehnisse, noch ist die Pokemon-Action ausgeklügelt animiert, aber jetzt totaler Mist ist er auch nicht. Sondern eben einfach wieder Mal meh. Fans von Team Rocket kommen diesmal allerdings überhaupt nicht auf ihre Kosten, da die zwar theoretisch existieren, aber diesmal echt absolut gar nichts tun dürfen, nicht mal Slapstick liefern.

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Aber weiter mit den Best-Wishes-Filmen in Kyurem vs the Sacred Swordsman Keldeo. In dem Keldeo ein Heiliger Schwertmeister werden und sich gegen Kyurem beweisen will. Wer hätte das gedacht.

Aber hey, mal eine ganz verrückte Idee. Wie wäre es eigentlich, wenn sich so ein Pokemon-Film mal um die Pokemon drehen würde? Also so überhaupt keinen menschlichen Ballast, sondern wirklich nur eine Story zentral und ausschließlich um das halbe Dutzend Legendaries, die darin vorkommen? Zumindest wenn sie reden können, so wie die fünf im hiesigen Film. Dann muss sich Satoshi auch nicht zum xten Mal groß wundern, dass es ja sprechende Pokemon gibt, obwohl er mittlerweile ja wirklich auf genug davon getroffen ist.

Jedenfalls sind die ersten 15 Minuten Pre-Title des Filmes eigentlich wirklich gut und spannend geraten. Keldeo lernt also bei den drei Schwertmeistern Virizion, Terrakoin und Cobalon, weil aus ihm auch mal einer werden soll. Nur leider ist das Phallusobjekt auf seiner Stirn noch nicht so potent wie das der anderen drei. Hitzköpfig und voreilig wie er nun mal ist, stellt sich Keldeo dennoch der ultimativen Prüfung im Kampf gegen den unheimlichen Kyurem (betitelt „das stärkste Drachen-Pokemon der Welt“, zumindest in dieser Gen). Und versagt natürlich total, sein Horn bricht sogar, und die drei Ziehpokemon, die ihm helfen wollen, werden von Kyurem vereist.

Den Rest des mit 70 Minuten eh endlich mal wieder im erträglichen Maß befindlichen Filmes nun zur Reise von Keldeo zu machen, immer gejagt vom Godzilla-esquen Kyurem, bis er zu sich und seiner inneren Macht findet, und sich endlich dem Kampf stellt und seine drei „Eltern“ befreit, wäre doch was. Ist letztendlich so auch die Handlung, nur dass er dabei auch auf Satoshi und Co. trifft. Und wann immer sich die menschlichen Charaktere einmischen, bringt das dem Film eigentlich überhaupt nix. Scheint der Film an sich auch zu wissen, denn dankenswerterweise hat Satoshi hier so wenig wie noch nie zu tun, Team Rocket kommt gleich gar nicht vor. Satoshi darf halt mal ganz unpassend, nachdem der ganze Film daran aufgehängt ist, dass die hitzköpfige Überstürztheit von Keldeo die Miesere überhaupt eingebrockt hat, seine eigenen hitzköpfigen Ratschläge geben, und dessen PTSD ganz außer Acht lassend zur sofortigen Befreiung der drei vereisten Legendaries raten. Aber tatsächlich ist dann auch wieder der ziemlich coole Endkampf ein Ding von Keldeo vs Kyurem, Jesus-Figur Satoshi muss gar nicht wirklich was unternehmen.

So gesehen haben wir es mit dem fünfzehnten Film tatsächlich mal wieder mit einem der besseren Einträge in die Franchise zu tun. Er hat nicht die Überlänge, die sich in die vorigen Filme eingeschlichen hat, weil er auch 30-35 Minuten kürzer als jene ist. Er hat eine ganz brauchbare und strickt durchgezogene Handlung mit viel kurzweiliger Action. Joa, war unterhaltsam.

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