To a Conquering Spacetime & Ruler of Illusions

ava-2096Da sind wir wieder, zurück bei den Pokemon-Filmen. Hat ein wenig gedauert, und dabei steckten wir doch mitten in einer Trilogie über die Pokemon, die über Raum und Zeit und die Kreation an sich bestimmen. Also ziemlich seriöses Business für eine vom Käfersammeln inspirierte Franchise über in Bälle gesperrte Knuddelmonster.

Arceus: To a Conquering Spacetime begeht einen großen Fehler. Denn der Film dreht sich, man mag es kaum glauen, um Arceus. Der Film selbst spricht es kurz an, Arceus ist das Pokemon, das alles kreiert hat. Also im Prinzip Gott dieser Welt, der jene erschaffen hat, wenn man so will. Das sind natürlich sehr hohe Standards, die erfüllt werden möchten, und vielleicht die schlauere Entscheidung wäre gewesen, Arceus in der Franchise immer mal wieder kurz mysteriös zu erwähnen, ihm aber nie Screentime zu geben. Götter sind aus der Ferne beeindruckender, statt wenn man sie aus nächster Nähe sieht, und bemerkt, dass sie genau so Idioten wie du und ich sind.

Egal, Satoshi, Takeshi und Hikari hat es also nach Pokemon-Griechenland oder so verschlagen, wo sie von Sheena und ihrem nach komplett anderem Namensschema gehenden Macker Kevin die hiesige Legend eingedrillt bekommen. Keine Sorge, es geht auch um einen sagenhaften Retter mit Elektro-Pokemon, es wird also schnell abgesteckt, dass auch hier wieder Satoshi die Welt retten wird, statt das sich passend Damos rehabilitieren darf. Aber immerhin teilen sie sich das am Ende eigentlich.

Jedenfalls war es Arceus, der die Welt vor einem Meteoriten gerettet hat, anschließend von Damos in seinem geschwächten Zustand errettet wurde. Deswegen hat er Damos ein wenig seiner Unsterblichkeit in Form des Juwels des Lebens gegeben, um das zerstörte Land wieder zu regenerieren. Als Arceus das zurückgefordert hat, hat Damos ihn stattdessen angreifen lassen. Nun ist Arceus wieder am Aufwachen, und hat der Menschheit böse Rache geschworen. Keine Sorge, wenn ihr beim ersten Mal eingepennt seit, um seine Zeit zu füllen erzählt der Film das ganze aus direktem Blickwinkel von Damos länger aber unverändert noch mal.

Sheena hat übrigens die Kraft mit den Herzen der Pokemon zu kommunizieren, was eine tolle Schlichtungskraft wäre, gerade wenn sich Dialga, Palkia und Giratina mal wieder unnütz kloppen, aber dummerweise dringt sie nicht zu Pokemon durch, wenn die verärgert sind. Was eine nutzlose Kraft das ist. Apropos unnütze Kraft, ich glaube Arceus wurde mir vom Internet und der Pokemon-Gott-Sache etwas zu aufgehyped, sonderlich kompetent kommt das Vieh im Film zumindest nicht rüber. Wenn der Erschaffer von Allem Rache herabregnen lässt, sollte man meinen, da ginge die Lutzi ab, aber letztendlich ruft der ein paar Steinschauer herbei, die ein wenig Krater in die Landschaft bringen und hier und dort mal ne Säule umwerfen, und das war es schon. Dass er ausgetrickst wurde, und wer wirklich hinter dem Verrat steckt, wird von ihm auch nicht durchschaut. Aber ich nehm mal an er ist ordentlich nerfed, immerhin fehlen ihm ja 4 von seinen Unsterblichkeitsdingsda. Wenigstens kann er reden, wirkt also nicht ganz so zurückgeblieben wie die meisten Legendaries in den Filmen.

Am Ende gibt es natürlich auch wieder eine nette Botschaft an die Kids, und zwar schwafelt Arceus was davon, dass das Land durch die Kraft der Menschen und Pokemon wieder aufgebaut wurde, nicht durch sein Lebensjuwel, aber da scheint er ein eher schlechtes Gedächtnis zu beweisen. Die Szene, die ich gesehen habe, ist nämlich, dass ganz a la Bäume in Okami sofort das ganze wüste Land nach Übergabe des Juwels in Sekunden regenerierte. Aber hey, was weiß ich schon, bin ja kein Gott.

Meh, die beiden vorigen Teile fand ich eigentlich ganz brauchbar, aber Pokefilm Nummer 12 war jetzt nicht so begeisternd. Nicht so schlecht, wie so manch einer der Pokemon-Filme, aber einfach etwas langweilig. Natürlich kam er im Gegensatz zu seinen Vorgängern auch nicht direkt auf dem Rücken der richtig schlechten Pokemon-Filme, durch meine Pause sogar noch mehr Abstand zu denen herrschend. Ich mag immerhin Takeshis neues Cockblock-Pokemon, wenn das was wert ist.

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Ruler of Illusions: Zoroark ist dann der vierte und letzte Film der Diamond & Perl Linie. Macht die unglückliche Nummer 13 alles besser, alles schlechter, oder ist im Mittelmaß der häufig eh nicht wahnsinnig qualitativen Filme angesiedelt?

Im Film geht es um… Zoroark? Wartet, ich hab ihn vor zwei Tagen gesehen… glaube ich… ich hab ihn doch gesehen? Ja, doch, war nur so langweilig, dass ich etwas brauche, um mich noch an was zu erinnern. Wohin waren Satoshi und sein Cheatkatchu unterwegs? Ne Stadt mit dämlichen Namen… Crown City! Da findet nämlich das Turnier fürs Pokemon-Fußball statt, oder Pokemon-Blitzball, hat seinen eigenen Namen… Pokemon Boccer, genau. Keine Sorge, wird nie wichtig, das dient nur als Action-Shot zu Beginn des Filmes, die 90 Minuten danach wird nicht ein Mal Fußball gespielt. Steh ja nicht so auf den Sport, aber vielleicht wäre es gar besser gewesen, hätten kleine Unterbrechungen des Turnieres den Film kurzweiliger gemacht.

Denn eigentlich ist die Stadt im Nu von Menschen befreit. Weil der Bösewicht Kodai so tut, als wären die drei legendären Hunde los und würden in der Stadt Amok laufen. Kontrolliert vom bösen Pokemon Zoroark. Wobei ich nicht weiß, ob er hier wirklich direkt meint, dass Zoroark böse ist, oder nur auf dessen Typus zurückgreift, denn die japanische Bezeichnung für Unlicht-Pokemon ist tatsächlich deren Wort für Böse. Warum Zoroark da als Ausrede herhalten muss, und er nicht sagen kann, dass die drei Hundies von sich aus ausgebrochen sind, keine Ahnung. Jedenfalls kontrolliert Kodai das Zoroark, in dem er dessen Ersatzkind Zorua als Geisel hält, und die drei Hunde existieren gar nicht, sondern es sind nur Illusionen von Zoroark.

Zumindest bis die drei Hunde vorbei schauen, und sich ein paar Fights mit Zoroark liefern. Die weniger spannend sind, da Zoroark scheinbar echt nichts außer Illusionen zu erschaffen weiß, also so gesehen nur mit Trugbildern zurückschlägt, was ihn natürlich wenig beeindruckend erscheinen lässt und auch eher langweilige Auseinandersetzungen mit sich bringt. Aber dafür schwebt ja Celebi auch immer noch mal durch die Gegend, weil drei legendäre Hundepokemon als die sagenumwobenen Beschützer von Crown City zu haben, is längst nicht genug, hier habt ihr noch ein viertes Legendary, dass mal die Stadt vor ner Dürre gerettet hat, und den ganzen Film über wenig zu tun bekommt.

Jedenfalls geht es darum, dass Kodai zu so einem Wirtschaftsmogul werden konnte, weil er die Zukunft sehen kann, nachdem er mal in einen Zeitriss gegriffen hat. Weil das machen Zeitrisse so, einem magische Zukunftsvisions-Kräfte zu bringen, statt dass die Hand plötzlich in 1930 liegt und man in 2016 um eine Extremität erleichtert wurde. Die Kraft geht aber aus, netterweise gibt es jedoch einen neuen Zeitriss in Crown City, und den will sich Kodai schnappen, um seine Kräfte zu erhalten. Warum auch immer führt das Reingreifen in das Teil aber auch dazu, dass das ganze Grün in der Stadt austrocknet. Warum das schlimm ist, konnte mir der Film nicht erklären, immerhin hat Celebi beim letzten Mal alles wieder begrünen können, also weiß ich nicht, warum er das im Notfall nicht wieder schaffen sollte, und Kodai so unbedingt vorher aufgehalten gehört. Kodai scheint ja mit der Macht auch nichts an sich schlechtes gemacht zu haben, außer sie, wie das jeder tun würde, für eigenen Wohlstand zu verwenden. Warum er, um den Zeitriss zu suchen, die ganze Stadt unter einer vorgetäuschten Attacke evakuieren lassen muss, wer weiß das schon. Scheint mir zumindest so, als hätte er die Lokalität des Dinges auch so erst mal suchen können, und dann unter einem anderen Vorwand, da wird er als mächtiger Wirtschaftsmogul schon Connections für haben, jenes kleine Gebiet absperren lassen.

Wahrscheinlich weil wir sonst keinen Film hätten. Oder zumindest keinen, in denen sich ein paar Legendaries hin und her jagen, während er fies im Schatten steht, Satoshi und Co sich mit Zorua anfreunden, und am Ende alles ins Reine gebracht wird und man Zoroark und Zorua versprechen kann, sie demnächst mal in ihrer Heimat zu besuchen. Hints auf den Schauplatz des nächsten Filmes, oder nur mal wieder ein Versprechen zu Ereignissen, an das sich unser Trupp nie wieder erinnern wird?

Was mir ja mittlerweile etwas auf den Keks geht, ist dieses Pinguin-Vieh von Hikari. Das es jeden Film mal ein oder zwei mal auf die Fresse gefallen ist, so ganz am Szenenrand, war ja ganz niedlich. Aber mittlerweile hat man sich scheinbar dazu entschieden, dass es das Comic Relief der Filme ist, und ständig irgendwelche unwitzigen Slapstick-Einlagen mit den Teil. Na ja, als letzter Perl & Diamond Film ist Hikari mit ihrem Starter wahrscheinlich auch zum letzten Mal dabei gewesen. Restfilm war, aller dynamischer Kamerawinkel zum trotz, langweilig. Punkt.

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