Monster Rancher Advance

ava-2092Gehn wir im Jahr von Pokemon doch zur Abwechslung auch mal wieder zur Konkurrenz über, in Form von Monster Rancher. Dafür hat sich hier in Deutschand nie eine Sau interessiert, der zunächst gezeigte Anime war ja auch Rotz, und von den Spielen kam glaub ich auch nur eines rüber um sich nicht verkaufen zu dürfen. In Japan lief Monster Farm jedoch eine Weile ganz gut, mit 5 Hauptteilen auf PlayStation/PlayStation 2 und 4 weiteren auf GBA/DS, plus einiger Spinoffs, zuletzt auch auf Smartphones gesichtet. Selbst der nordamerikanische Markt hat davon noch einige mitgenommen.

Spielen tut sich Monster Rancher Advance eigentlich fast identisch zum ersten Monster Rancher, das vier Jahre früher auf der PlayStation aufgeschlagen ist. Sprich es ist immer noch mehr Tamagotchi oder von mir aus Digimon World, und weniger Pokemon, da das Hauptaugenmerk des Spieles darauf liegt, das aktuelle Monster hochzuzüchten, damit es möglichst viele Arena-Turniere schafft, bevor es altersbedingt ausgemustert wird.

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Natürlich kann der GBA keine Dics auslesen, es ist also rum damit, irgendwelche CDs/DVDs anderer Spiele, Filme, oder wer von vor der Komplettumstellung auf MP3 noch ganz Vintage Musik-CDs rumfliegen hat, einzulesen, und sich wie nen Keks zu freuen, was da so dabei rauskommt. Monster Rancher Advance hingegen benutzt eine schnöde Worteingabe, die bei maximal 4 Zeichen beginnt, und mit jedem Rang-Aufstieg in der Arena eines dazu bekommt, bis man bei Rang A schon 8 Zeichen aneinanderreihen darf. Ist aber auch nicht ganz unwitzig, wenn man fröhlich Nicks von Internet-Bekannten verwendet, oder halt irgendwelche Charakter-Namen verderpt.

Wie gehabt besteht jeder Monat aus vier Wochen, von der in jeder festgelegt werden kann, wo und damit für welche Statusaufbesserung trainiert werden soll. Besseres und teures Spezialtraining dauert einen ganzen Monat (und bringt eventuell neu gelernte Skills mit). Am Ende eines jeden Monats wird das Vieh gefüttert, nach mehreren Training-Session muss es auch mal eine Woche lang seine Müdigkeit ausschlafen, und regelmäßig steht ein Wettkampf an, wodurch neues Geld reinkommt, bei den offiziellen Rang-Matched auch ein Rang aufgestiegen wird. Nachdem alle von Rang D bis A und dann noch S gemacht sind, kommt es zu vier Spezialmatches, und dann noch einem Endgegnerkampf gegen einen Albino-Drachen, und das Spiel ist erfolgreich beendet.

Sprich das Monster großzuziehen, damit es die Hahnenkämpfe beschreiten kann, ist das komplette Spiel. Diesmal gibt es nicht mal die kleinen Abenteuer, auf die es nebenbei mal geschickt werden kann. Auch die Farm kann keine Upgrades mehr erfahren, wobei allgemein das Geld hier viel lockerer sitzt. Zwar können keine bereits obsoleten Ränge mehr gekämpft werden, sondern nur die Matches, auf dem man auch gerade steht, doch wird abgesehen vom Spezialtraining und den billigem Essen auch für nichts mehr welches benötigt. Und allgemein scheint mir das Spiel einfacher zu sein, obwohl es immer noch sehr vom Glück abhängen kann, ob man einen Kampf gewinnt oder nicht. Zumal das Bestreiten der Turniere, solange man einen der ersten beiden Plätze erreicht, die Statuswerte auch ordentlich erhöht, und auch nur dann gibt es Geld.

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Natürlich ist der Grind wieder das Hauptaugenmerk des Spieles. Ein Monster erschaffen, es so weit in den Stautswerten bringen, wie möglich, dabei auch möglichst weit in den Rängen vordringen, und es am Ende einfrieren. Gleiches mit dem nächsten Monster machen. Und dann beide Monster zusammennähen, damit ein neues bei raus kommt, welches mit erhöhten Stats beginnt und somit in seiner Lebensspanne noch besser werden und noch höher in den Rängen kommen kann. Eben so lange, bis das aktuelle Monster alle Opposition besiegt hat. Nur kam es mir halt so vor, als ginge das bei Monster Rancher Advance etwas schneller und unproblematischer, als im ersten Teil. Wie gesagt, zu ein wenig Reloading muss man schon bereit sein, damit das eigentlich überlegene eigene Monster statt alle Angriffe daneben zu semmeln, beim nächsten identischen Versuch plötzlich mit 80% Restlebensenergie vs 5% Restlebensenergie haushoch gewinnt. Meiner Erfahrung nach hilft zu fluchen wie ein Seemann enorm weiter. Nicht wenn es ums Gewinnen geht, aber man fühlt sich halt besser, wenn es raus ist.

Von daher kann man schon sagen, dass das Monster-Rancher-Prinzip den Downgrade auf den Handheld gut hinbekommen hat, wobei am Spielkonzept an sich ja von vorneherein nicht so viel dran ist, heutzutage neu geschaffen wäre dies eindeutig eine Smartphone-Franchise. Aber eine launige, denn so sehr es manchmal auch ermüden kann, mit jedem neuen Monster quasi von vorn beginnen zu müssen, so einnehmend kann der Grind auch sein, wenn man mit jeder neuen Generation mehr Land gewinnt, man neue Monster ausprobieren kann.

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