Love is a Battlefield: Storm Lover Kai

ava-2028In den späteren Jahren ihrer Lebensspanne schien die PSP in Japan hauptsächlich durch die Nischengenre der Visual Novels, Dating Sims, und Dungeon Crawler lebendig gehalten zu werden. Eine der moderaten Hit-Geschichten ist dabei StormLover von D3, den Leuten hinter der Budget Simple Series, oder Segas Ages Budget Line, sprich nur weil es eine derer erfolgreicheren Franchises ist, muss es im Vergleich zu größeren Firmen immer noch nicht so extrem lukrativ sein. Jedenfalls sahen PSP und Vita seit 2010 fast jährlich ein Release, ob nun StormLover, dessen Fandisk, das aufgebrezelte Re-Release Kai, das Sequel StormLover 2nd, oder beide Spiele als StormLover V und 2nd V eben auf den Nachfolgehandheld gebracht.

Oberflächlich ist alles erst Mal ganz gewohnt TokiMemo GS: Wir geben Nach- und Vornamen an, hier sogar noch einen Spitznamen, den Geburtstag, Blutgruppe, außerdem was wir für eine Farbe, Essensrichtung und Verabredungslokalität präferieren – alles wie später herausgefunden werden kann ziemlich für Nulpe. Und dann lassen wir unsere Ms. Dre Ary, genannt Teh Fuzz, auf die Männer los. Teh Fuzz hat natürlich auch wieder Statuswerte, im hiesigen Fall allerdings alle schulisch, sprich von Sprachen über Kunst zu Sport ist alles abgedeckt, jedoch bleibt Teh Fuzz jenseits von Gut und Böse was Style und Charme angeht. Nicht messbar, weil auch nicht nötig. Denn tatsächlich sind jene Wert nur nötig, um durch die Schultests zu kommen, nicht die Jungs zu gewinnen.

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Alle Mains auf einen Blick

Bald merkt man nämlich, dass unter der TokiMemo-ähnlichen Oberfläche ein doch funktionell anderes Spiel hervorkommt. Einen der Kerle zu gewinnen ist in Storm Lover Kai an Event Flaggs gebunden, nicht daran die richtigen Statuswerte zu haben. Den Kerlen ist es auch ziemlich egal, ob man durch die Tests kommt, oder jedes Mal erneut nachsitzen muss, lediglich verpasst man dadurch die anschließenden Trips mit den Jungs, in denen es ein paar CGs abzustauben gibt, die aber nicht essentiell sind, um die Kerle zu gewinnen. Allgemein ist Storm Lover Kai stark abgespeckt, vereinfacht, im Prinzip aber schlichtweg auch geradliniger und kürzer als Tokimeki Memorial Girl’s Side.

Die Jungs haben beispielsweise auch Vorlieben an Farbe, Essen und Date Spots, genau wie man sie zu Beginn Teh Fuzz geben konnte, was aber alles nie wichtig wird. Denn Dates in SLK sind automatisch. Wenn man in einen Kerl läuft, lädt er einen eventuell zu einem Date am nächsten Samstag ein. Nimmt man an, ist es das. Keine Entscheidung wie wann oder wo sich verabredet wird, und auch kein eigenes Einladen möglich, sondern die starke Männlichkeit muss aktiv werden. Es gibt kein Horoskop. An Wochentagen zu lernen erhöht immer den daran gebundenen Status, verringern tut sich nie einer. Man kann zwar einkaufen gehen, allerdings gibt es keine Outfits, um den Kerlen besser zu gefallen. Nein, das Gegenteil sogar, das Geld des Nebenjobs kann nur in Geschenke für den Angebeteten investiert werden, damit derjenige einem selbst besser gefällt, in dem man ihm einen Schal, Hut oder Brille aufsetzt.

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Oder: Wie viel Drama willst du schon zu Tagesbeginn haben?

Zudem basiert das Spiel auf einem Stamina-System. Jeden Tag regeneriert man ein wenig der Energieleiste. Zu Hause zu studieren verringert sie etwas, einem Kerl auf eine SMS zu antworten oder selbst eine zu schreiben etwas mehr, und am Sonntag den Boyfriend anzurufen, sobald man einen hat, kostet die ganze Energieleiste. Dadurch kann allerdings auch theoretisch mehr als eine Aktion pro Tag durchgeführt werden, sofern die Energie dafür da ist. Außerdem ist der Tag eh zweigeteilt. Zu Beginn wird man auf entweder eine Karte der Schule (Mo, Mi, Fr) oder der Stadt (Sa, So, Feiertage) geführt, bei der man die Lokalität aussuchen kann, zu der man gehen will – ist dort einer der Kerle, und das Spiel zeigt das netterweise mit angepinnten Icons, trifft man auf ihn und darf eine Antwort geben, die ihm hoffentlich gefällig ist. Dies kostet keine Energie. Erst anschließend die Aktionen im Zimmer, die wie gesagt aus Lernen, Simsen oder Anrufen besteht.

Das Spiel ist auch wesentlich kürzer, nämlich nur ein Schuljahr umspannend, und die jeweilige Charakterroute, sowie die Entscheidung ob man Ende A oder B vom Kerl erhält, entscheidet sich erst im Januar (das Spiel geht das gewohnte japanische Schuljahr, also von April bis März). Wer einen strategischen Save wirft, muss also nur noch 2 Monate erneut spielen, um das andere Ende zu sehen. Das war in TokiMemo wesentlich umständlicher geregelt. Wer sich übrigens viel an den Kerl hängt, wird eh alle Event mit ihm automatisch sehen, also keine Sorge dahingehend, dass SLK Event-Flag-basiert ist.

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Mios SMS sind die Besten

Denn genau genommen ist das Spiel darauf ausgelegt, nicht unbedingt bei einem Kerl zu bleiben. Ich mein bei TokiMemo spielen ja auch die meisten so, dass sie alle Charaktere für zwei Jahre bezirzen, einen Save anlegen, und von dort ausgehend sich auf einen spezialisieren, um nicht das ganze Spiel für jeden Charakter von vorn spielen zu müssen. Dennoch tut TokiMemo in der Narration dabei so, als wäre man seiner twu wuv for evurz and evurz die ganze Zeit treu. Storm Lover Kai nicht. Es dauert ungefähr einen lapidaren Monat, bis ein Kerl einen genug mag, um mit einem gehen zu wollen. Wer dann weiter macht, bekommt sogar Baka-Couple-Mode, wo die beiden das übliche unerträgliche Frisch-Verliebte-Verhalten an den Tag legen. Eine Sache, die auch gern von umstehenden Charakteren trocken kommentiert wird. Mag ein anderer Kerl einen allerdings auch gern, kann es dazu kommen, dass er einen fragt, ob man nicht lieber mit ihm gehen will. Und das kann man auch machen. Sich sogar mit dem Ex wieder neu anfreunden, nachdem er die ersten paar anschließenden Begegnungen panisch vor einem flieht, und ihn erneut als Boyfriend gewinnen. Das Spiel hat sogar ein Harem-Ende für jene parat, die alle sechs Hauptcharaktere zu Ex-Freunden machen, die einen wiederhaben wollen.

Diese Sache, zusammen mit dem extrem schnellen Verlieben, und so Schmankerln wie dem Schul-BBS das jegliches Gerücht direkt breit tritt, oder beim Geburtstagsgeschenk-Aussuchen die Auswahl zwischen teurem Geschenk (20k Yen) billigen (10K Yen) oder selbstgemacht (Priceless!) zu geben, lässt mich ja schon ein Stück weit darauf schließen, dass Storm Lover Kai genauso sehr ein Dating Sim ist, wie es das Genre ein Stück weit parodiert – und das Verhalten von hormonellen Teens gleich mit, oder zumindest das in Teen-Soaps.

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Aber am Allerbesten sind die Kommentare, wenn jemand ins Baka-Couple läuft

Ich glaub das hat mich auch etwas bei Wasser gehalten. Denn streng genommen ist Storm Lover Kai ein etwas gewöhnliches Dating Sim. Und zudem sowieso stärker gegen Visual Novel tendierend. Denn das Gameplay, dass ein Dating Sim eigentlich ausmacht, ist hier stark vereinfacht und teilweise automatisiert. Statuswerte und ihre Erhöhung gibt es zwar, ist aber total einfach und fast bedeutungslos, während es keine wirkliche Planung von Dates gibt, sondern die automatisch initiiert und ausgeführt werden, somit man sie nur schnell abhakt. Statt also wie in TokiMemo tatsächlich viel im Gameplay zu stecken, um über 3 langen Schuljahre hinweg Den Einen zu gewinnen, klickt man sich bei Storm Lover Kai recht flott durch nur ein Jahr um Einen von Vielen zu gewinnen, und ist die meiste Zeit wirklich mit dem Lesen von Text beschäftigt, nicht damit den eigenen Charakter den Vorlieben des Kerles anzupassen. Ohne eben die leicht parodistischen Vibes und das Augenzwinkern wäre mir SLK glaub ich zu schnell langweilig geworden, jedoch bekommt das Spiel so dann doch noch eine Persönlichkeit.

Wie erwähnt gibt es sechs Mains zu gewinnen. Welche das sind ist einfach rauszufilten, denn das sind die sechs Kerle, die SLK einem in den Gruppen-CGs darbietet, wie beispielsweise beim Butler-Cafe zum Schulfest, im Battle of the Bands, im Onsen beim Schulausflug, oder wenige Tage ins neue Schuljahr beim Begrüßungs-Buffet. Dazu kommt noch ein halb-geheimer Charakter, der erst ab dem zweiten Spielbeginn gewinnbar ist, dafür ab dann aber auch beim Wie-sehr-mag/hasst-er-mich Status mit den anderen Charakteren auftaucht. Plus 3 weitere geheime Charaktere, die so halb gewinnbar sind. Mit einem Charakterdesign, dass manche Charaktere recht attraktiv, andere wiederum wie Brückentrolle aussehen lässt – die Charakterdesignerin ist übrigens besonders schlecht wenn es um Profile und Dreiviertelprofile geht -, hab ich mal wieder nach aussehen ausgesucht und mir im Endeffekt mehr als erwartet geholt: 4 Mains und 1en Geheimen.

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Ich hab viel zu lang gebraucht, um das als Surfbrett zu identifizieren

Soya: Der Coole. Er hat ein Motorrad, ein kleines Bärtchen, ist in einer Band, und schreibt nicht gerade die besten Noten. Flirtet gern und viel, versteht sich. Wirkt natürlich nur oberflächlich, sobald er in einer Beziehung mit Teh Fuzz ist, ist er natürlich genauso kümmernd und klammernd wie alle anderen Kerle auch. Neben Sport, wo er in freundschaftlicher Konkurrenz zu Kyosuke steht, ist er auch in Kunst ganz gut, was das Spiel damit erklärt, dass er ja musikalisch ist, auch wenn das nichts mit dem Zeichnen zu tun hat. Unter der coolen Oberfläche des auf Surfing und Angeln stehenden, steckt er allerdings doch viel Arbeit in die Dinge, die er mag und in denen er gut ist. Sieht 100% heißer aus, wenn man ihm eine Brille kauft. Im Winter etwas dadurch ausgecancelt, dass er eine violette Felljacke trägt. Außerdem hat er eine merkwürdige Fixation auf Männerunterwäsche.

Das Geheimnis seiner Route ist, dass er auch auf klassische Musik steht und in der Schulband war, dort aber aufgehört hat, als er dem Klubpräsidenten in einem Unfall einen Arm ruiniert hat, weswegen derjenige nie mehr Violine spielen werden kann. Je nach Ende wird er entweder mit seiner Rock-Band erfolgreich (und spielt mit möglicher Popularität, in dem er seine Liebe zu Teh Fuzz gesteht, statt ewigliches Single-Daseins für die weiblichen Fans zu propagieren), oder nimmt seinen Traum ein Dirigent zu werden wieder auf. Seinen Bass-Spieler bzw. den Klubpräsidenten hätte ich ja auch gern bei den gewinnbaren Kerlen gesehen…

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Die Haartolle sieht btw nur aus gewissen Winkeln gut aus

Yuto: Der Schönling schaut in seinem ersten Auftregen wie eine absolute Diva aus, ist auch der Archetyp des reichen, verwöhnten Schönlings aus gutem Hause. Natürlich geht es gleich voll ins Klischee damit, dass auch schöne und reiche Menschen Probleme haben, weil wer mag sie schon für sie selbst und wer nur für den Status und den Look, sowie das er natürlich auch viel Druck bekommt und sich selbst treibt immer perfekt sein zu müssen. Er ist Vorsitzender des Schülerrates und hat natürlich top Noten. Und dennoch fällt er etwas merkwürdig innerhalb eines Monats in die Liebesfalle von Teh Fuzz – man sollte meinen sein Archetyp wäre da etwas defensiver und müsste mehr umworben werden. Oder das jemand anderes mal die Augenbraue hochziehen würde, wie es sein kann, dass die Neue an der Schule sich sofort ins gemachte Nest romantisiert. Ich meine letztendlich mag er schon zu Beginn nicht die super-flirtigen Antworten, aber länger standhalten tut er dadurch dennoch nicht.

Er ist natürlich überrascht, wenn man ihm ein Geschenk macht, statt welche von ihm zu erwarten. Außerdem lässt er gern mal sein Geld und Status spielen, wenn es um Dates geht. Sprich er ist im Prinzip wie ein Mr Grey ohne den Unterton des creepygen Psychopathen. Gegen Ende seiner Route kommt dann sein meist im Ausland absenter Vater wieder. Und je nach Ende ist er entweder gegen Teh Fuzz und Yuto entsagt seinem Familiennamen, um bei ihr bleiben zu können, im anderen wird er Teil des Familienunternehmens und alles ist gut.

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Tsundere-ring in Yukatas

Kyosuke wirkt ein wenig wie der Main des Spieles, weil er zu Beginn so viel vorgeschoben wird. Die rothaarige Sportskanone darf den Tsundere-Typen abgeben. Sprich er wirkt kalt und abweisend, macht aber doch immer alles, was man ihm sagt, und hilft murrend jedem aus. Ist peinlich berührt, wenn man hinter die offensichtliche Fassade schaut. Überraschend ist er allerdings auch in den restlichen Noten außerhalb der sportlichen Aktivitäten gut, was wohl auch daran liegt, dass er einen Packt mit Yuto hat, der ihn auf die Schule unter der Voraussetzung geschleust hat, dass der ehemals mit den Falschen rumhängen Kyosuke sich benimmt. Außerdem hat Kyosuke die geilste Familie. Seine drei älteren Schwestern lassen ihn Kochen und den Haushalt schmeißen und triezen ihn am laufenden Bande. Bei einer Kuss-Session mit Teh Fuzz schneit versehentlich seine Mutter rein, drückt Kyosuke zwei Sprüche rein, und macht sich dann aus dem Staub, betonend dass wir die nächste Stunde machen können, was wir wollen. Also wer in die Familie nicht einheiraten will, ich weiß auch nicht.

Kyosuke ist auch der einzige Typ, der zum Sommerfest einen Yukata trägt, was schon schade ist – also das die andren es nicht tun meine ich natürlich. Aber mal ehrlich, er ist gut im Sport, schreibt gute Noten, schmeißt den Haushalt, und hängt noch ständig im Game Center rum. Kyosuke muss mir echt sein Geheimnis in Zeitplanung verraten. Seine Route dreht sich darum, dass er mal auf zweitem Rang im nationalen Boxen stand, aber dann eben an Schlägertrupps geraten ist. Bei beiden Enden überreden wir ihn den Traum wieder aufzunehmen – in einem wird er zum neuen Champion, im anderen nicht, geht aber dennoch mit seiner Vergangenheit freudig abgeschlossen habend auf eine gute Uni mit Teh Fuzz.

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Entnommen aus der Special-Sektion

Takashi hab ich mir als nächstes geholt. Der stach mir sofort aus dem Cast raus, weil er überraschend normal aussieht gegenüber den anderen Kerlen, dennoch attraktiv ist. Das hat auch einen Grund, denn er gehört nicht zu den sechs bzw. sieben Hauptcharakteren, sondern ist ein geheimer. Der arme Kerl ist dabei auch so ziemlich in jeder Gruppen-Szene dabei, wird aber von allen anderen übersehen, und ist nie in den CGs drin. Schlecht in der Schule ist er auch noch und verhaut jeden Test. Seine einzigen fünfzehn Minuten Ruhm bekommt er in der Szene zur Katastrophenübung an der Schule, die herrlich witzig ist.

Takashi gewinnt man, in dem man sich einen Freund anlacht, ihn sitzen lässt, sich dann wieder anfreundet, das Spiel allerdings ohne einen Boyfriend beendet und Takashi ein paar Mal angetroffen hat. In dem Falle fragt einen Takashi nach der Abschlusszeremonie, ob man nicht mit ihm anbandeln will. Leider gibt es für Takashi nicht ein einziges CG, da keine richtigen Events mit ihm über das Jahr vorkommen, sondern man ihn höchstens so nebenbei hier und dort mal trifft, nicht mal am Ende gibt es ein lausiges CG, was echt schade ist.

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Mio is im Prinzip des Internets „random = lulz“ in Person

Mio, den ich ursprünglich gar nicht haben wollte, weil er mir zu merkwürdig war, und auch sein Artwork, wenn er leicht verlegen drein schaut, was sehr häufig verwendet wird, nicht sonderlich attraktiv ist, habe ich dann doch noch mal nachgestiegen. In den meisten Szenen wird er als Comic Relief eingesetzt und ist wie gesagt echt unberechenbar. Das macht ihn allerdings doch überraschend unterhaltsam, da man nie weiß, was man von ihm erwarten soll und man ihm den größten Mist antworten kann. Mio schaut immer etwas deprimiert oder emotionslos drein (das erste Treffen auf ihn verwechselt Teh Fuzz sogar mit einem Suizidversuch), außerdem macht sich der ganze Cast Sorgen um sein ungesundes aussehen. Mios Mutter ist eine Fotografin, was er selbst als Hobby nachgeht, allerdings gehört seinem Vater ein Krankenhaus, und deswegen ist Mio von Gesundheit besessen.

Dahingehend, dass er keine echten Mahlzeiten zu sich nimmt, sondern nur Vitaminpräparate schluckt, und zu schlafen vergisst er auch schon mal, weil er in seiner eigenen mentalen Welt verloren geht, weswegen er eben so dürr und kränklich wirkt. Sagt zumindest das Spiel, ehrlich gesagt gibt es gar keinen so großen körperlichen Unterschied zwischen dem angeblich super muskulösen Boxer Kyosuke und dem angeblich Spindeldürren Mio. Apropos Körperliches: Das Onsen-Event läuft darauf hinaus, dass Mio den größten Penis aller Kerle hat. Mit Abstand. Jedenfalls war er unterhaltsamer und witziger, als ich ihm zunächst zugetraut hatte. Seine Route beschäftigt sich natürlich mit seinem Hobby der Fotografie. Entweder gewinnt er einen Wettbewerb mit einem mehr als gewöhnlichen Bild von Teh Fuzz, oder er behält es als reines Hobby bei, nachdem er als Assistent in einem professionellen Fotoshoots versagt hat.

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Auch nich aus dem Ende, sondern vom Schulfest Butler-Cafe

Harem:
Ja, wenn ein Spiel mir die Möglichkeit eines Harem-Endes gibt, dann hol ich mir das doch. War schon ein sagen wir mal interessanter und witziger Weg dahin. Wenn man einen Boyfriend hat, sich am Anfang des Monats aber aussucht auf dem Schulweg nicht nur mit ihm sondern auch einem anderen Kerl auf der Route zu gehen, der einen auch mag, was zu ziemlichen Spannungen zwischen den beiden führt. Oder wenn man schon in einer Beziehung ist, ein anderen einen fragt, ob man nicht mit ihm gehen will, und man ganz lapidar per SMS mit dem Ex-in-der-Werdung Schluss macht.

Das Harme-Ende bekommt man, wenn man alle 6 Hauptcharaktere als Freund gewinnt, dann mit ihnen Schluss macht, mit allen allerdings anschließend wieder auf freundschaftliche Ebenen kommt. Am Ende des Spieles keinen Boyfriend haben, und schon streiten sich alle 6 Haupt- sowie 3 Nebencharaktere um die Hand von Teh Fuzz, die sich leider nicht entscheiden kann, und (zugebend dass es etwas fies ist) fragt ob sie nicht alle lieben darf. Leider hat auch das Ende kein CG parrat, was echt Blödsinn ist, wo es doch bei den Schulausflügen schon so viele Gruppenshots gibt.

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Oh, Chihiro hat doch ein einziges Routen-unabhänges CG

Der Rest:
Rikka ist der einzige Kerl, der ein Jahr jünger als Teh Fuzz ist. Außerdem sieht er scheiße aus, hat einen scheiß Haarschnitt, und eine echt scheiß Persönlichkeit. Er ist der Joker-Charakter, der alle gerne reinlegt und Späßchen treibt, dabei aber nur nervt statt zu unterhalten. Nein Danke.

Takumi ist ein Creep. So ein wenig Goth oder Visual Key oder wie auch immer, hat der ebenfalls scheiße aussehende Kerl neben Highlights und einem schlechten Modegeschmack auch Nagellack drauf. Außerdem spricht er in einer betont tiefen und langsam-bedrohlichen Stimme. Soll wohl der Bad Boy sein, aber an den will ich mich so oder so nicht wagen.

Tsukasa ist der Lehrer, und fast einer, den ich mir noch geholt hätte. Denn seine Stimme ist extrem sexy, er trägt immer sexy Anzüge, privat dann aber genauso sexy Kimonos. Aber die Frisur hat ihn mir einfach vergällt. Übrigens ist er der Charakter, den man im ersten Durchgang nicht bekommen kann, sondern erst ab dem zweiten, dann aber ganz normal wie die 6 Mains gehandelt wird.

Chihiro ist die Schulkrankenschwester. Eigentlich ganz attraktiv ist er leider auch ein Creep, der allen Mädels hinterher lechzt, und dem ich entsprechend nicht mit einer Behandlung trauen würde. In seinen Privatklamotten ist er schon echt ansehnlich. Letztendlich ist er aber ein Geheimcharakter wie Takashi, sprich keine echten Events und keine CGs und somit nicht wirklich das Erspielen wert.

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Shina is best character

Shina ist ein Spezial-Spezialcharakter. Es gibt auch kein einziges CG für ihn, im Gegensatz zu Chihiro und Takashi kann man noch nicht mal ein CG-loses Ende mit ihm bekommen. Wenn man allerdings beim Schulausflug an den Strand immer noch keinen Boyfriend hat, gibt es eine kleine Extra-Szene mit ihm, wo er einen auf einen weiteren Besuch einlädt. Und das war es. Ich mag ihn allerdings deswegen, weil er so schön fiese Kommentare den anderen drei Mädels, die alle unerträglich sind, entgegen spuckt.

Die da wären: Wakana, Misaki und Naomi. Sie sollen wohl schon unterschiedliche Archetypen sein, die eine ist cool und erwachsen, die andere aufgedreht und stylisch, die letzte klein und niedlich, aber letztendlich ist jeder von denen die gleiche Bitch. Das erste Treffen auf das infernale Trio ist, wenn sie sich streiten, weil A die Freunde von B und C angegraben hat, was C egal ist, weil sie eh nur aus Langeweile mit ihm angebandelt hat, worauf A gar keinen Bock mehr auf die Kerle hat, B ihren „gebrauchten“ Kerl aber auch nicht zurücknehmen will. Ich weiß das SLK damit spielt, dass man hier halt fremd gehen und Leute ausspannen kann, aber ganz so RTL2 muss man das nun auch nicht aufziehen.

Bonuses:
Storm Lover Kai bietet übrigens noch zwei kleine Bonussektionen mit den Kerlen an. Eines davon sind die Side Stories, die bei jedem Kerl erst freigeschaltet werden, wenn man eines der beiden Enden, je nachdem auf welchem sie aufbauen, erspielt hat. Allerdings ist das jeweils nur ein in wenigen Minuten durchgklickter Epilog, den man genauso gut an den ebenso kurzen eigentlichen Epilog ans Credits-Ende der jeweiligen Route hätte hängen können. Es gibt nicht mal ein neues CG dafür.

Unter Special hingegen verbirgt sich von Anfang an die Mister St. Louis High Seductive King Challenge. Ein spaßige kleine Episode, in dem alle 9 Kerle um das Herz von Teh Fuzz buhlen, in dem sie eine kleine Cosplay-Szene nachspielen (Rikka als Ronin, Yuto als Pirat etc.) – jeweils mit einem CG. Auch für Chihiro und Takashi, von daher weiß ich echt nicht, warum man bei ihren richtigen Enden im richtigen Spiel keine bekommt. Wo Kai sowieso noch ein Re-Release ist, bei dem man spätestens welche hätte einfügen können.

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