Pokemon Mini: A Quick Glance

ava-1990Nintendo-Handhelds bedeutet GameBoy, GameBoy Color, GameBoy Advance, und dann Nintendo DS und Nintendo 3DS. Eben die Erfolgsgeschichten. Eingegangene Nintendo-Handhelds bedeutet Virtual Boy, die nicht minder bekannte absolut gegenteilige Geschichte. Nintendo-Mini-Handhelds bedeutet Game & Watch, die Klassiker. Aber etwas übersehen, obwohl den Namen von Nintendos größtem Geldbeschaffer tragend, sind die gerade mal für ein Jahr auf dem Markt gewesenen Pokemon Minis. Handhelds kleiner als eine Babyfaust, mit einem knappen Dutzend an releasten Modulen zu Pokemon-Minispielchen.

Pokemon Tetris ist Tetris. Ja, viel mehr ist nicht dran, nur mit dem Gimmick, dass am Spielfeldrand die Silhouette eines Pokemon wechselt, und das aktuelle fürs Pokedex gefangen wird, wenn man eine 4er-Reihe auf einmal aus dem Weg geräumt bekommt. Ansonsten gibt es neben diverser Schwierigkeitsgrade natürlich drei übliche Modi: Endlos, Time Attack und Formen-Legen.

Pokemon Pinball ist Pinball. Die kleine Besonderheit des Pokemon Mini war übrigens, dass es einen Bewegungssensor hatte, wenn man das Teil also geschüttelt hat, hat das im hiesigen Minispiel auch das Spielfeld geschüttelt und entsprechend dem Ball geholfen in die Löcher zu gehen. Jepp, hier geht es nicht auf Score, sondern darum unter einem Timer (der nicht angezeigt wird) den Pokeball in alle Löcher des Spielfeldes zu befördern, um sie zu versiegeln.

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Pokemon Puzzle ist ein Bilderpuzzle, also das Spiel für absolute Babys. Es wird nämlich ein Bild eines Pokemon in 9 Quadrate unterteilt und bunt durcheinander gewürfelt, nun muss es wieder richtig zusammengefügt werden. Gähn.

Pokemon Breeder ist Tamagotchi. Durch und durch sogar. Gold/Silber waren damals die neuesten Editionen, und so gibt Prof Birch einem die Auswahl aus dessen drei Startern, die erst mal schlüpfen müssen. Und dann wird gewohnt gefüttert, gestreichelt, bespaßt, um es langsam aufwachsen zu sehen. Alles üblich recht niedlich und natürlich auf Echtzeit.

Pokemon Race verstehe ich nicht so ganz. Pikachu tritt gegen diverse andere Pokemon an, und muss es vor ihnen über die Ziellinie schaffen. Anscheinend ist es aber wohl ein Reflexspiel, denn es geht nur darum, als erster den Knopf zu drücken, nachdem das „Go!“-Kommando erscheint. Glaub ich zumindest, ich schaff hier nicht sonderlich viel und sonderlich toll find ich es auch nicht.

Togepi’s Adventure hingegen ist sogar ganz launig, auch wenn ich mit dem Namensgebenden Pokemon und seiner trotteligen Niedlichkeit nie was anfangen konnte, egal wie sehr irgendwo bei der Nintendo-Marktforschung das Vieh genau dafür designt wurde. Jedenfalls geht es darum, dass Togepi entführt wurde und nun durch die Ebenen eines Labyrinth bugsiert gehört. Kennt jemand noch diese alten Kugel-Labyrinthe, bei denen man eine Eisenkugel durch Drehen und Wenden durch die Holzgänge ins Ziel bringen musste? Genau das macht man hier mit Togepi.

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So viel also ein kleiner Einblick in ein paar Spiele fürs Pokemon Mini. Insgesamt wirklich nicht der Rede wert, sondern nur kleine entweder total überflüssige oder moderat spaßige Casual Games, die heutzutage wahrscheinlich selbst auf Smartphones etwas zu barebones wären, um noch jemand anzuziehen. Klar ist ein Tetris oder Tamagotchi immer mal für Zwischendurch-Zocken ganz nett, aber hier auch nicht in der besten Version vorliegend, schon gar nicht durch den monochromen Winzlingscreen von 96×64 Pixeln, den das Teil hatte. Natürlich waren die Dinger von Konzept aus kein ambitioniertes Projekt, sondern einfach eine weitere Möglichkeit, um noch etwas mehr Geld aus der Monster-Marke zu pressen, und auch weitestgehend für kleine Kinder gedacht. Von daher war hier nicht zu viel zu erwarten. Wobei, zumindest ein paar der besseren Einträge mal so als billiges e-Shop-Spiel Megamix a la Wario Ware verwurstet… das könnte ganz nett sein.

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2 Kommentare

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