Let’s Play Busin Wizardry – 07. Exposition Frenzy

ava-1970Ich habe wohl nicht unbedingt an der besten Stelle ein Päuschen eingelegt. Damals, vor kurzem, am 02.09.2012 um 16:22 Uhr wie mir die Memory Card sagt (btw, irgendwie fühlt es sich richtig an, sowohl Wizardry wie Baroque auf der gleichen Memory Card in der Übersicht zu sehen). Beim Betreten von B7 eine Pause einlegen führt nämlich nicht unbedingt zum zügigsten Neustart.

Wobei zügig ist in Wizardry: Tale of the Forsaken Land eh nix. Ich mein, es ist natürlich schon ganz nett das die beiden Busin Wizardry Teile im Gegensatz zu so ziemlich allem anderen, was in Japan an Wizardry produziert wurde, gewisse Production Values aufweisen, statt relativ billig daher zu kommen. Aber das ganze 3D macht das Spiel nicht unbedingt schnell. Der Gang durchs Dungeon ist schleppend, selbst wenn man die regenerierende Stamina zum Rennen nutzt. Kollision mit einem Gegner – und zu schwache auf alten Stockwerken fliehen nicht vor einem – und das Ding muss erst mal drei mal langsam an die Viecher ran zoomen, bevor der Kampf richtig geladen hat. Dann kommt jede Runde mit leichter Verzögerung, und wenn die Gegnergruppe groß ist, hat man all deren Attackanimationen durchzustehen. Wenn man so wie ich nebenbei ein Class of Heroes spielt, bei dem flux durch die Gänge gesprintet wird und die starren Artworks bedeuten, dass jede Auseinandersetzung genauso geschwind rum ist (ganz zu schweigen vom beschleunigenden Auto-Battle), dann kriecht es sich in Tale of the Forsaken Land schon ziemlich schneckig.

Zumal mein erster erneuter Gang nicht unbedingt sonderlich von Erfolg gekrönt war. Ein Stück durch B1, um zum Shortcut zu kommen, der mich auf B5 führt, wo ebenfalls ein Teil des Stockwerkes zu den Treppen zu B6 genommen werden muss. B6 komplett durchlaufen, weil es hier keine Abkürzungen gibt, inklusive einer satten halben Stunde vor der automatisierten Rosette warten, damit die aufgeht (wirklich Game-Design-mäßig eigentlich ein Unding), damit endlich B7 betreten werden kann. Und auf dem schnellsten Weg nach B8, B7 ist ja nur ein randomisiertes Stockwerk ohne Features, hat dann prompt mal wieder ein Ogre Lord, wenige Schritte vor der Treppe zum nächsten Stockwerk entfernt, meine Hina tot geschlagen. Wiederbeleben konnte ich nicht, und ich weiß bereits, dass beim Betreten der nächsten Etage Bosskämpfe auf mich warten, also musste ich mich in die Stadt zurück warpen. Gut 2 Stunden hat der eigentlich nicht so umfangreiche Trip gedauert, aber Neuland gab es noch nicht zu sehen.

So was kann schon ein wenig demoralisieren, also hab ich erst mal beim Orc Gotz auf B1 ein wenig sein Fallenknacken-Minispiel gemacht, um einige gute Preise abzustauben. Fallen entschärft man in Tale of the Forsaken Land wie erwähnt als kleines QTE, innerhalb eines Timers müssen X Buttons gepresst werden. Die ersten 5 Stufen bei Gotz sind da ziemlich einfach, müssen doch nur 5 oder 6 Drucke auf die vier Hauptknöpfe des Controllers gemacht werden. Da man das bei Level 3-4-5 dann auch 30-40-50 Mal machen muss, macht es auch nicht wirklich schwerer, lediglich natürlich die Möglichkeit doch mal versehentlich einen falschen zu drücken größer. Ab Stufe 6 kommen dann aber auch die Schultertasten dazu, und nachdem ich zunächst nicht das geringste Problem hatte, schaff ichs gar nicht mehr. Also doch wieder weiter Kriechen statt bei Gotz abzuhängen.

Beim nächsten Versuch haben wir B8 dann auch erreichen können, und rannten direkt in eine Cutscene. Oder besser gesagt erst mal in einen Random Encounter, weil direkt auf dem Tile vor der Treppe ein Gegner seine Runde gezogen hatte, waren aber nur Friendlies, die ich gehen gelassen habe, und dann durfte die automatische Cutscene starten. Kugan ist hier, der Ninja-Boss von B4, der hier aber von seinen eigenen Leuten bedroht wird, was einen Kampf gegen 3 Master Ninjas mit sich bringt. Waren jedoch nicht so schwer, netterweise haben sie nur diejenigen angegriffen, die mit Restrict Shot geschützt waren, so dass keiner ihrer Angriffe mit potentiellem Insta-Death durchkommen konnte. Direkt nach dem Kampf gehen die Cutscenes weiter, denn der Chef der königlichen Garde LeDua, der mit der Homunculus-Königin rumlieft, stellt sich als der Puppenspieler im Dunkeln heraus, so wie man sich das schon seit dem ersten Treffen auf ihn viele Stockwerke über hier denken konnte. Der schmeißt uns den Golem entgegen, der glücklicherweise auch immer diejenigen angegriffen hat, die unter Restrict Shot standen, so dass auch seine Insta-Death-möglichen Angriffe nicht trafen. Nur am Ende hat er noch schnell einen Zauber geworfen, der den Hauptcharakter fast ausgeknockt hätte. Da war es aber schon zu spät für ihn.

Netterweise öffnet das Betreten von B8, bei den direkt anstehenden Bosskämpfen nicht zu einem Game Over befördert zu werden vorausgesetzt, direkt eine weitere Abkürzung. Und zwar eine mega-geile, denn nun ist direkt im ersten Raum von B1 ein Warp, der ohne Umschweife das Team auf B8 ausspukt. Hells to the yeah!

Nachdem Tale of the Forsaken Land noch nie sonderlich wortkarg war, und B6 schon ziemlich viel Handlung vorgekaut hat, darf B8 jetzt so richtig loslegen. Und zwar in Form von 3 Kristallen, die uns Backstory geben. Der erste davon beispielsweise springt in ein früheres Jahrhundert der Geschichte vom Königreich Duhan. Als ein Bischof vom Glauben abfiel, weil er nicht von Gott erhört wurde. Also hat er mit Bu’Shin einen eigenen Gott erschaffen wollen, dafür sogar seine Enkelin geopfert, der dann auf Weltzerstörung ging, um alle Seelen zusammenzuführen und unsterblich zu machen. Die damalige Königin und ihre Garde konnten Bu’Shin und den Bischof besiegen, der allerdings dank Unsterblichkeit seither im Exil seine Pläne geschmiedet hat.

Das Stockwerk ist übrigens echt verwirrend, denn wenn die randomisierten Stockwerke nicht schon schlicht „Labyrinth“ genannt wären, und die durchdesignten einen zur Story passend mehr prosaischen Namen bekämen, hätte der jenen auch gut verdient gehabt. Lauter enge Gänge mit vielen Kurven und tausend Türen, von denen einige nur One-Way sind, und natürlich ein paar Teleporter, weil es sonst zu unkompliziert wäre. Darinnen fiese Gegner wie Feuer-speiende Chimären, Insta-Deathende Master Ninjas, aber auch die netten Will O’Whisps, sozusagen die Metallschleime der Wizardry-Franchise, da die hoch agilen Gegner sehr gut Erfahrungspunkte abwerfen.

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