VirtualBoy Ventures: Virtual Fishing

ava-1959Ich find es ja immer gähnend langweilig, wenn ein Spiel so einen unoriginellen Titel trägt wie [Teil des Systems] + [Spielgenre/Franchise]. Ob nun Super Castlevania, Mario 64, oder auch diverse Virtual Boy Titel. Dann wiederum ist Angeln natürlich auch nichts spannendes, von daher geht Virtual Fishing damit schon einher. Kann ja nicht jeder Legend of the River King heißen.

Legend of the River King ist dann auch schon nicht das schlechteste Stichwort, denn in Virtual Fishing fischt es sich nicht großartig anders. Leine auswerfen, warten bis was beißt, Button drücken, und schon kommt man in die Tauzieh-Ansicht unter Wasser, wo jetzt nur noch die Leine per Button-Halten eingeholt wird, wenn der Fisch ruhig ist, und per Loslassen wieder Leine gegeben wird, wenn er gegen steuert.

virtualfish1

Nur kommt Virtual Fishing halt nicht auf die Idee was besonders machen zu müssen, und lässt deswegen den nervigen RPG-Blödsinn weg. Genau genommen ist das Spiel eigentlich erstaunlich barebones. Es gibt keine unterschiedliche Ausrüstung, es macht keinen Unterschied, wo der Köder hingeworfen wird, und pro Areal scheint es nur eine einzelne Fischart zu geben. Dazu kommt noch, dass auch hier das Fischen bestechend einfach ist, wenn man erst mal raus hat, wann die Leine eingeholt gehört, was dann nämlich doch pro Einsatzgebiet anderes Timing benötigt, und abgesehen vom letzten Gebiet wird einem nie ein Fisch genug Kampf bieten, als das die Leine je reisen würde.

Eine Handlung gibt es glaub ich nicht. Ist ja alles in Japanisch. Stattdessen ist das hier eben ein kompetitives Sportangeln. In jedem Gebiet geht es nämlich darum, eine gewisse Maximal-Zahl an gefangener Fischlänge zu bekommen, um die fiktiven Gegenspieler auszubooten. Die werfen währenddessen immer mal wieder Kommentare ein, und das Spiel gibt einem bei 3 und 6 Minuten einen Zwischenstand, wie gut sie sich schlagen. Doch wie gesagt, sobald man den Dreh des jeweiligen Gewässers raus hat, ist es nicht schwer innerhalb der 8 Minuten genug Fisch zu fangen, um den Rekord zu schaffen und die Trophäe zu gewinnen. Anschließend kann sich immer noch an Time Attack probiert werden.

virtualfish2

Einer der Weiher ist übrigens komplett Wettbewerbs frei, sondern stattdessen gibt es hier mehrere Fische zu fangen, die nämlich dann in die Enzyklopädie eingetragen werden. Und nur die hier gefangenen. Davon gibt es letztendlich aber auch nur 18 Fische, was ich schon etwas schade finde. Wenn man bedenkt, wie viele verschiedene Spezies das eben bereits mehrmals zum Vergleich herangeholte Legend of the River King auf dem schwächeren GameBoy schaffte, sollte der VirtualBoy doch echt etwas mehr bieten können. Denn hübsch anzusehen und ganz ordentlich animiert sind die Viecher hier allemal (das Spiel nutzt seinen 3D-Effekt indem es mehrere Ebenen bietet, in denen das Unterwasserpanorama in Parallax Scrolling angelegt ist, während die Fische zwischen Vorder- und Hintergrund hin und her schwimmen), nur eben schade das es so wenig Abwechslung bietet.

Von daher bin ich geteilter Meinung über Virtual Fishing. Als ganz kurzer Zeitvertreib war es ordentlich, aber eben nicht besonders. Es leistet sich halt im Gegensatz zu River King keine herausstechenden Zierden, bietet dafür aber auch keine nervigen Genre-Zwitter dar.

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