GameGearing: Aleste

ava-1953Compile ist eine kurz ins neue Jahrtausend eingegangene Firma, die hauptsächlich die vorigen zwei Jahrzehnte durch Puyo Puyo und Shmups auf sich aufmerksam gemacht hat. Anschließend haben die Shmup-Leute Milestone gegründet, welches zehn Jahre später ebenfalls einging, während der Rest als Compile Heart nun schlechte Weeaboo-RPGs für Idea Factory raushauen muss. Es ist schwer zu sagen, was das schlimmere Schicksal ist.

Aleste ist eine der Serien vom ehemaligen Compile, die sich besonders auf Sega-Systemen breit gemacht hat, und etwas unübersichtlich ist, da es „richtige“ Aleste-Spiele gibt, Aleste-inspirierte, sowie Power Strike, welches teilweise der Lokalisations-Titel einiger Alestes ist, aber teilweise auch komplett unabhängige Spiele darstellt. Zwei Alestes schafften es sogar auf den Game Gear, in Japan als GG Aleste und GG Aleste II, im Westen erschien nur der zweite Teil und nur in Europa als Power Strike II (komplett unabhängig vom Master System Power Strike II, welches nicht mal ein Aleste ist).

Der erste Teil hat 8 Stages und ist ziemlich gewöhnlich. Vertikales Scrollen, reichlich fliegende wie stationäre Gegner, die beständig auf einen schießen oder mit dem Schiff kollidieren wollen, ein Treffer und man verliert ein Leben, bei genug Score gibt es weitere One Ups. Außerdem hinterlassen ganz bestimme Schiffe die verschiedenen Geschossarten, die langsam besser werden, und danach nur noch hin und her switchen.

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Natürlich geht es darum möglichst die zu nehmen, die für die aktuelle Situation wichtig ist. Das Fächergeschoss mit der großen Screen-Abdeckung, die Fruit Loops als Suchgeschosse, doch lieber der starke Laser, oder sogar etwas, welches auch gleichzeitig nach hinten schießt? Spoiler: Die zwei Geschosse, die den Großteil des Bildschirms abdecken, sind mal wieder die besten so ziemlich im kompletten Spiel, weil man so bei den diversen Bossen besser auch aus einem toten Winkel jene treffen kann, und im normalen Spielverlauf bald so viele Gegner auf einmal den kleinen Bildschirm fluten, dass es nicht nur zu enormen Slowdown kommt (häufig ein willkommenes Übel, weil bei voller Geschwindigkeit man bei den ganzen Gegner und Geschossen fast nicht rechtzeitig ausweichen kann), sondern eben jene auch damit schnell abgedeckt sind, bevor sie super gefährlich werden können.

Neben dem Anime-Standbild fürs Opening und Ending ist ansonsten leider nur noch der allerletzte Boss wirklich interessant, der Rest des Designs des Spieles ist sowohl optisch wie auch spielerisch etwas arg unspektakulär.

GG Aleste 2/Poser Strike II hingegen dreht da etwas auf. Nicht nur sieht das Spiel wesentlich besser aus, sowohl was die Gegnerdesigns wie die Hintergründe angeht, es gibt einem auch mehr Optionen. Statt 2 Schwierigkeitsgrade beispielsweise gleich 4, sowie die Möglichkeit die Spielgeschwindigkeit einzustellen. Auch lässt es dem Spieler zu Beginn die Wahl mit welcher Geschosskonfiguration begonnen werden soll, wobei ich nicht genau weiß, warum. Denn es gibt weiterhin alle Nase lang in den Stages einen Gegner der die anderen hinterlässt. Erneut werden sie zunächst etwas stärker, bis sie nur noch die Art wecheln.

Auch neu sind Bildschirm-bereinigende Bomben, die ich doch im ersten Teil in haarigen Situationen etwas vermisst habe. Wobei GG Aleste 2 sogar noch wesentlich kniffliger ist. Die Anzahl an Gegnern und Geschossen auf dem Bildschirm und die schiere Stärke der Bosse ist echt enorm, egal auf welchem Schwierigkeitsgrad man denn nun spielt. Ich hab echt hinterfragt gehabt, ob ich nicht versehentlich den falschen drin hab. Interessant dabei ist jedoch, dass das Spiel dennoch wesentlich weniger in die Knie geht als sein Vorgänger, zumindest auf der Default-Geschwindigkeit.

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Es ist natürlich grundsätzlich immer etwas knifflig solche Shmups auf Handhelds zu spielen, besonders auf den frühen, schlicht weil der Bildschirm halt so klein ist. Normalerweise wird das damit kompensiert, dass jene Spiele wesentlich langsamer sind und/oder die Gegner- und Geschosshäufigkeit runtergeschraubt wird. Und so nett GG Aleste 2 zunächst erscheint, so nach der Hälfte weiß man auch ein Stück weit, warum, denn wenn so viele potentielle Kollisionstote wie hier gleichzeitig auf dem Schirm sind, scheint es manchmal echt unmöglich nicht von was getroffen zu werden, zumal man in all dem Chaos auch schnell mal übersieht, wo das eigene Schiff noch mal genau ist.

Hervorstechen tun hier übrigens auch die Bonus-Stages, hauptsächlich weil sie sich nicht spielen, wie die Hauptspiele, in GG Aleste macht es eins auf Galaga, in GG Aleste II eines auf Panzer Dragoon Mini.

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4 Kommentare

  1. Yay ich bin ein Weeaboo, weil ich die Agarest’s durchaus zu schätzen weiß.

    Aleste… hmm. Welcome! ^.~

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  2. Wollte ich auch mal wieder angehen in einem Rutsch dat gute alte Drakengard Universum.

    Da mir aber Drakengard 2 noch fehlt und augenblicklich auch „recht teuer“ ist, werde ich wohl noch warten müssen bis ich es günstiger geschossen kriege.

    Antworten

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