GameGearing: Devilish

ava-1905Devilish ist ein weiteres Spiel, welches von großer Sega-Konsole auf deren kleinen Handheld runterportiert wurde. Diesmal allerdings vom MegaDrive, weswegen die Version dann doch eine Ecke sich unterscheidet von dem der magereren GameGear-Kapazitäten angepassten.

Die Idee von Devilish ist ja schon etwas merkwürdig, nämlich ein Themen-Pinball mit Story. Denn ein Dämon hat den Prinz und die Prinzessin in die Form von Banden verflucht, jedoch fiel dann eine magische Kugel vom Himmel, mit deren Hilfe sie sich nun zu ihm vor kämpfen können. Oder so, die Story existiert nur in der Konsolenversion in einer kleinen Cutscene zu Beginn, die Handheld-Variante rationalisiert dies weg, wo es dann also etwas überraschender ist, dass die beiden Paddel sich plötzlich in ein Liebespaar verwandeln, weil der Fluch, von dem man nichts wusste, aufgehoben ist.

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Genau genommen besiegt man in der GG-Version nicht mal wirklich den Fiesling, denn der finale Boss ist so eine seltsame Art um sich schießende Spinne, die man am Arsch-Auge treffen muss, um sie zu schädigen. Denn wie gesagt unterscheiden sich die beiden Versionen dann doch etwas. Die Thematik der Stages ist ähnlich, es geht durch einen Friedhof, einen Vulkan, eine Ruine etc., vorbei an Zombies und fleischfressenden Pflanzen o.Ä., doch nicht nur ist auf dem Handheld dies grafisch alles reichlich abgespeckt, sondern zu aufwändige Dinge gar nicht vorhanden, darunter fällt auch, dass die Bosse, von denen es sowieso weniger gibt, fast alle komplett anders sind.

Ein einfacher Pinball-Tisch ist Devilish übrigens nicht, sondern eher mit Arkanoid zu vergleichen. Ihr wisst schon, das Spielprinzip, wo man die Blöcke auf dem Bildschirm mit dem Ball zerstören muss, wobei das Paddel am unteren Bildschirmrand nach links und rechts bewegt wird, um ihn zurück nach oben zu bouncen. Eben mit der Besonderheit, dass man hier nicht einfach einen Bildschirm frei räumen muss, sondern Blöcke und Gegner zerstört, die im Weg sind, bis durch so ein ganzes Stage sich zum Ende oder Boss bewegt wurde.

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Weiter sich absetzend kommt hinzu, dass man eben zwei der rettenden Torwärter hat, die man nicht nur unterschiedlich weit vertikal voneinander weg bewegen, sondern auch die Formation ändern kann, den oberen beispielsweise vertikal statt horizontal auszurichten, um schneller durch die Strecken zu kommen, die zur Seite statt zum oberen Bildschirmrand orientiert sind. Denn der größte Gegner hier sind nicht die Gegner – die behindern zwar, schädigen einen aber nicht – oder das Fallen in den Abgrund des unteren Bildschirmrandes. Nein, der größte Gegner in Devilish ist die Zeit. Alles im Spiel scheint darauf ausgelegt zu sein einem möglichst viel davon zu stehlen, allen voran die nervigen Gesichter, die einen schlucken und zwischen sich hin und her spucken, sowie die viel zu viele Treffer benötigenden Bosse, nach deren Sieg man auch noch genug Zeit für den kurzen Restweg zur Ziellinie des Levels über haben muss.

Irgendwas hat das Spiel natürlich schon, hauptsächlich durch die Horror-Tapete über der etwas komplexeren Arkanoid-Variation. Wobei ich hier doch glaub ich alleine schon deswegen eher zur Version für den MegaDrive raten würde, die schaut und klingt einfach um einiges besser, und die Bosse sind wesentlich cooler.

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