Superhero Sunday – The Wolverine

ava-1891Ok, nächstes Sequel. Nachfolger zu zwei Filmen sogar, nämlich das zu Wolverine Origins sowie von der Story her nach X-Men: The Last Stand angesiedelt. Von beiden weiß ich nur noch, dass sie nicht wirklich toll waren. Gerade Origins hatte wohl eine der schwächsten und schlechtest ausgedachten Stories des Schwalls an modernen Superhelden-Filmen, auch wenn die Action ganz Ok war.

Jedenfalls sind wir nun davon befreit die Entstehungsgeschichte unseres Vielfraß erzählen zu müssen und können ein wenig was besseres uns ausdenken. In seinen vielen Kriegseinsätzen war Logan also auch beim Zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangener in Japan, genau genommen bei Nagasaki, genau als die Atombombe abgeworfen wurde. Dort hat er dem jungen General Yashida das Leben gerettet.

Im Hier und Jetzt macht Logan mal wieder einen auf streunenden Einsiedler, weil er mit dem PTSD seine Jean umgebracht zu haben zu kämpfen hat, als eine junge Japanerin ihn aufgreift, weil sie von Yashida den Auftrag bekommen hat Logan zu finden. Yashida ist nämlich mittlerweile eines der größten und einflussreichsten Unternehmen des Landes und Adoptivtochter Yukiko ausgesandt worden, damit der sterbende Yashida Logan noch mal sehen kann. Und ihm praktischerweise gleich auch zu offerieren weiß, dass er ihn von seiner grausigen Unsterblichkeit befreien könnte, und hey, vielleicht lässt sie sich ja von Logan auf Yashida übertragen, Deal?

Der nimmt nicht an und Yashida verstirbt noch die gleiche Nacht. Aber mit der blonden Amazone Dr. Green, die seine Ärztin war, sowie dessen ehrgeizigen Sohn, der die Familie jetzt doch nicht beerben soll, haben wir natürlich direkt die nächsten zwei Antagonisten in den Startlöchern, die man auf den ersten Blick als solche identifizieren kann. Sowie das sofort identifizierbare neue Love Interest in der leiblichen Tochter Yashidas, die Logan nun vor den Yakuza und anderen Attentätern schützen muss, da sie zur Erbin gemacht wurde.

So einfach die Charakter-Fronten schon beim ersten Blick aufs Casting und Framing zu erkennen sind, so muss ich The Wolverine allerdings anerkennen, dass er es sich in der Handlung nicht ganz so einfach macht. Ich mein, natürlich läuft letztendlich alles erwartungsgemäß darauf hinaus, dass Logan sozusagen einen Selbstfindungstrip in Japan absolviert, in dem er über die Ereignisse von The Last Stand hinweg kommt, sowie nachdem er sie fast verloren hat auch seine Mutantenkräfte wieder zu schätzen lernt. Aber Yashida Jr. Ist dann eben doch nicht der finale Boss, sondern nachdem jener aus dem Weg geräumt ist geht es noch eine Weile mit Dr. Green weiter, bis wir ihren Auftraggeber im eigentlichen Finale treffen. Von daher füllt The Wolverine seine über 2 Stunden schon mal ein wenig besser, als man dies zunächst vielleicht befürchtet hätte.

Außerdem hat er einfach auch ein frisches Setting zu bieten, schlichtweg weil alles nach den ersten 20 Minuten in Japan angesiedelt ist. Die glitzernde Metropole Tokyo, das traditionelle Yashida-Anwesen, schwarzgekleidete Ninja auf den Dächern, bunt tätowierte Yakuza in den Straßen, gekämpft wird auch schon mal mit Katanas und Wurfmessern zu halsbrecherischer Akrobatik. Das gibt The Wolverine einfach einen etwas anderen Look als all die anderen Superhelden-Filme aufweisen. Ein paar echt coole Einlagen, wie ein Kampf auf dem 300 km/h rasenden Shinkansen, Ninjas auf Motorrädern, oder eine Samura-Cyborg-Rüstung lässt sich der Film auch nicht nehmen. An Action läuft also alles ziemlich fluffig. Außerdem ist es der Film, bei dem die Action am meisten Gravitas mitbringt, da er doch vergleichsweise brutal und blutig daher kommt – zumindest im Extended Cut.

Zudem haben jene Superhelden-Fime natürlich immer einen Vorteil, wenn sie die doch häufig etwas stereotypen Helden mit einem Akteur mit echtem Charme und Bühnenpräsenz füllen. Ein Robert Downey Jr als Iron Man, ein Chris Evans als Captain America, oder eben ein Hugh Jackman als Wolverine, da ist schon mal die halbe Miete gelaufen und selbst langweilgere Verfilmungen leben etwas auf. Was Origins damals auch noch ordentlich nötig hatte, aber bei The Wolverine eben ein zusätzlicher Pluspunkt zu einem eh recht gefälligen Film ist.

wolverine2013

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