GameBoy Obscurities: Starring Goemon

ava-1861Ganbare Goemon ist eine jener Serien, die Regionalbedingt sehr unterschiedliche Bekanntheitsgrade aufweist. In Japan sind nämlich seit 1986 gut drei Dutzend Spiele erschienen. Von den über 30 Releases hingegen haben es nur 5 in den Westen geschafft – das hier besprochene Mystical Ninja Starring Goemon auch nur nach Europa und nur als Bestandteil der Konami GB Collection Vol.3. Um die Sache noch verwirrender zu machen, ist ein weiteres GameBoy- und ein N64-Spiel im Westen auch noch unter identischem Titel rausgebracht worden, obwohl es komplett unterschiedliche Spiele sind.

Das GameBoy-Spiel von 1991 spielt sich dabei recht nahe an den NES-Dingern, zumindest sofern ich mich noch daran erinnere mal eine Game Center CX Folge gesehen zu haben, in denen Arino jenes bespielte. Sprich es ist ein Beat ‚em Up. Nein, nicht wie Tekken oder Dead or Alive, sondern wie Streets of Rage und Double Dragon – in die Unterscheidung zwischen Fighting Game und Beat ‚em Up, die wenige wirklich machen, gehen wir jetzt mal nicht.

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Sprich wir sehen Goemon in Vogelsperspektive durch die Straßen Japans laufen, während diverse Gegner sich ihm mehr oder weniger motiviert entgegen stellen. Manche laufen ihren eigenen Weg, manche versuchen Goemon zu verfolgen, andere schießen sogar um sich. Goemon selbst schlägt mit seiner Pfeife drauf, was recht frickelig ist, bis auf den Münzwurf aufgebessert wurde. Der ist als Distanzwaffe echt hilfreich, weniger ist die Erhöhung der Geschwindigkeit, mit der man ob des kleinen Bildschirmausschnittes schon mal schnell in einen nahenden Gegner läuft, bevor man ihn realisiert hat. Münzen verbrauchen tut der Münzwurf überraschenderweise nicht. Bleibt mehr Geld übrig, um sich mit Essen zu heilen, oder die Rüstung für mehr einsteckbaren Schaden zu kaufen (Goemon hat allerdings von Natur aus bereits eine Lebensleiste, stirbt also nicht nach dem ersten Treffer):

Was Mystical Ninja Starring Goemon allerdings etwas besonders macht, ist das die Städte nicht ganz unbewohnt sind. In den Häusern warten NPCs mit hilfreichem(?) Dialog auf einen, besagte Händler, und ein paar Minispiele. Zusammen mit dem Rumhüpfen in den Straßen, um eventuell versteckte Treppen oder Upgrades zu finden, hat das fast einen kleinen NES-Zelda-Einschlag.

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Sprungpassagen gibt es auch so im Spiel, besonders gegen Ende hin in den mit Fallen bestückten Schlössern häufiger. Genau genommen sind die die größte Gefahr im ansonsten nicht so schweren Spiel, denn viele davon gehen über Wasser oder Stacheln, die den sofortigen Tod bedeuten. Besonders das vorletzte der 9 Stages ist da etwas nervig, ist es doch fast ein komplettes Sprungpuzzle. Da sind selbst die Bosse, die auch erst nach ein paar Schauplätzen beginnen, dafür dann aber quasi in jedem weiteren Stage auf einem lauern, eine Leichtigkeit gegen.

Viel vom Spaß am Spiel macht übrigens auch der Charme aus, den es versprüht. Goemon ist ein recht leichtherziger Kerl, der mehr auf Essen und Mädels aus ist, und sich eigentlich nur auf die Reise den befreundeten Ebisumaru zu retten macht, weil die vielleicht ganz launig werden könnte. Die Bosse sind neben einem Tengu auch schon mal ein Roboter, benutzen schon mal Fächer oder eine Bazooka als Waffe. Die Grafik ist allgemein ganz nett, mit verschiedenen Städten (die in den Nordprovinzen haben Schnee, die am Meer mehr Wasserstellen, Edo besonders viele Gebäude) und vor allem großen Gegnersprites, die funny faces machen, wenn sie getroffen werden.

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