Universal Monsters – Secret of the Blue Room

ava-1859Interessant am 1933er Secret of the Blue Room ist, dass es ein Remake eines deutschen Filmes gleichen Namens (nur in Deutsch natürlich) des Vorjahres darstellt. Noch im gleichen Jahr ist auch ein tschechisches Remake erscheinen, plus zwei weitere amerikanische in der folgenden Dekade.

Bei Secret of the Blue Room haben wir es übrigens wieder mit einem auf wenige Rollen und Räume beschränkten Krimi zu tun, der quasi über den Verlauf von drei Tagen stattfindet, sprich Filmen wie The Cat and the Canary nicht unüblich ist, und entsprechend Theaterstück-esque daher kommt.

Es ist der 21. Geburtstag von Irene, den sie mit ihrem Vater und ihren drei Jungessellen-Freunden auf dem Schloss feiert, in dem sie leben. Es ist ziemlich schnell klar, dass alle drei Kerle romantisches Interesse an der jungen Frau haben, die dies durchaus genießt, sich aber definitiv nicht für einen entscheiden will. Das Gespräch kommt dabei auf den blauen Raum, in dem vor 20 Jahren drei tragische Morde kurz aufeinander folgten, der seither als verflucht gilt und verschlossen blieb. Als Mutprobe fürs Herz von Irene wollen nun alle drei Typen dort je eine Nacht verbringen. Der Erste tut dies, und ist am nächsten Morgen verschwunden. Der Zweite wird erschossen. Also muss definitiv die Polizei verständigt werden, die ihre Befragung der Anwesenden, inklusive des Personals, beginnt.

Wie in jedem guten Krimi-Stück ist dabei natürlich jeder verdächtig, weil jeder irgendein Geheimnis zu haben scheint. Der Butler trifft sich mit einem seltsamen Kerl in den Schatten, das Dienstmädchen versucht den Chauffeur mit irgendwas zu erpressen, jener wiederum fährt nachts heimlich in die Stadt, und selbst Irenes Vater scheint etwas vor ihr zu verheimlichen. Erst der Klimax in den letzten zehn Minuten des nur etwas über eine Stunde gehenden Filmes, wenn der dritte Kandidat sich nächtlich in den blauen Raum begibt, inklusive einer wilden Schießerei, deckt auf, wer der wahre Übeltäter ist. Der sein Motiv in den letzten anderthalb Minuten des Filmes noch schnell raushauen muss. Oh Universal und ihre Pacing-Probleme.

Uhm, joa, ist kein schlechter Film. Nach all der Zeit vielleicht erneut etwas Standard geworden, da das Setup der dutzend Geheimnis-belasteten Charaktere, von denen es letztendlich dann doch jemand ganz anderes war, den man nie auf dem Bildschirm hatte, weil er tot geglaubt war, ist sicherlich mittlerweile zu tote erzählt. Aber ein brauchbarer, altmodischer Krimi ist Secret of the Blue Room dennoch.

universal1933

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