Run=Dim

ava-1840Wir beenden den inoffiziellen Monat mit Bandais Handheld-Linie also so, wie wir ihn begonnen haben: Mit einem Shmup.

Bei Run=Dim ist es so, dass ich das amateurhafte Intro gesehen habe, dann das Fehlen jeglicher Einstellungsoptionen, und dann startete das (zugegeben besser aussehende) Spiel und war ziemlich barebones und langweilig… und ich dachte echt, dies sei bestimmt ein weiteres Homebrew, welches es von der WonderWitch aufs eigentliche System geschafft hat. Doch dann hat Recherche hervorgebracht, dass es ein weiteres Spiel für PS2, eines für Dreamcast, und eine Anime-Serie gab, Run=Dim ist also eine ganze Franchise. Wer hat das Ding denn dann verbrochen?

Idea Factory. Hätte ich mir fast denken können. Die sind ja dafür bekannt bestenfalls durchschnittliche Spiele hinzubekommen, und nicht gerade etwas zu produzieren, was ernsthaft wie offizielles Release aussieht, statt wie ein schnell hingerotztes Indie-Game. Immerhin ist deren Ruf schlecht genug, als dass sie alle paar Jahre sich hinter einem neuen Tochternamen wie Compile Heart oder Galapagos verstecken müssen.

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Run=Dim: Return to Earth hat eine Menge Story, die ich nicht lesen kann, aber netterweise lassen sich die Textschwälle zwischen zwei Stages schnell skippen, und wirklich nötig ist das Verständnis bei einem Shmup eh nicht. Schon gar nicht bei einem so simplen. Am Anfang sucht man sich den männlichen oder weiblichen Piloten aus, aber im Spiel sieht man die eh nicht, da sie in Mechas stecken. Die echte Wahl ist also, ob man lieber den blauen oder weißen Gundam durch die Stages fliegen sehen will.

6 gibt es davon, und zugegeben sieht das Spiel hier gleich eine ganze Ecke besser aus als in den Story-Szenen. Von einer Großstadt, deren zweiten Hälfte in Flammen steht, über Wasser und Eishöhlen, Wüstengebiete und Schneelandschaften hin zum All wird viel geboten und die Hintergründe sind echt nett anzusehen. Das Gegnerdesign ist das wesentlich langweiliger und viele gibt es eh nicht, doch dafür sind die großen Bosse wieder ganz cool.

Ein Button schießt, der zweite macht eine Bildschirm-leerende Bombe, keine Besonderheiten im System. Das war es schon. In regelmäßigen Abständen gibt es Behälter die zerstört dann ein Upgrade beinhalten. Eine von den zwei Schussvarianten, eine von den zwei Bombenvarianten, und natürlich Heilung.

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Und joa. Drei Leben hat man, dann war es das und die Sache beginnt von vorn. Man spawnt übrigens genau dort, wo man gestorben ist, aber mit einem Geschoss-Downgrade. Womit das Spiel gar nicht so schwer wäre, wenn es da nicht eine Sache gäbe: Die Mechs, die man steuert, sind riesig, und die Hitbox ist so ziemlich das ganze Ding. Es gibt zwar eine Lebensleiste, der erste Treffer ist also nicht sofortiges Ableben, aber man wird doch häufiger getroffen, als es einem lieb ist, einfach weil es so schwer ist, den Arsch wirklich aus der Laufbahn der Geschosse zu bringen. Von den Bossen ganz zu schweigen, die alleinig schon einen Großteil des winzigen Bildschirms einnehmen.

Und joa, summa sumarum ist Run=Dim also ganz nett anzusehen, ziemlich kurz und simpel, aber die Hitbox kann einem ganz schön nerven, und ist wirklich das einzig Besondere am ansonsten ziemlichen 08/15-Shmup. Idea Factory halt: Bestenfalls Durchchnitt.

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