Rhyme Rider Kerorican

ava-1835Rhyme Rider Kerorican ist ein Spiel von NanaOn-Sha. Sagt nix? Keine Sorge, wird den meisten wohl so gehen. Das ist die Firma von Game Designer und Musiker Masaya Matsuura, die das Rhythm Game Genre vielleicht nicht erfunden, aber modernisiert und populär gemacht haben, denn von denen ist die PaRappa the Rapper Franchise. Auch vielleicht gehört hat man von Tomogatchi Connection, und ganz vielleicht sogar von Vib-Ribbon, dass kürzlich auf westliche PSNs aufgeschlagene Spiel mit Vector-Grafik, dass als eines der ersten aus eingespeister eigener Musik Rhythm Gameplay geformt hat.

Auch Bandai haben sie unterstützt, sogar zwei Mal. Tatsächlich ist 1996 neben PlayStations PaRappa the Rapper eines ihrer ersten Spiele Tunin’Glue gleichzeitig eines von den wenigen releasten Spielen für die Apple Bandai Pippin Heimkonsole. Und dann mit Rhyme Rider Kerorican sah man sich auf dem WonderSwan Color wieder.

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Ok, die guten Seiten an Kerorican. Das Spiel ist ziemlich freundlich für diejenigen, die kein Japanisch sprechen. Vorausgesetzt man informiert sich in einer Sprache, die man versteht, was die paar Menüoptionen tun und vor allem welche Tastenkombinationen für welche Gegner benötigt werden. GameFAQs stellt da beispielsweise ein nützliches Dokument bereit für ersteres, und das Spiel hat ein Tutorial für die Tasten-Gegner-Kombis. Ansonsten muss man vom Pre-Stage-Text absolut nix kapieren, denn ein Rhythmusspielchen braucht das ja nicht wirklich.

Außerdem ist das Spiel super cool und super goldig. Kerorican, ein Mädel in einem Froschkostüm, sowie die schrägen Gegner und psychedelischen Farben haben einen gewissen Retro-70s-SciFi-Charme, der beispielsweise dem aus Space Channel No.5 nicht unähnlich ist. Die Musik ist ziemlich eingängig, wenn auch natürlich der WonderSwan Color keine so tolle Soundausgabe hat, und gerade wenn es so richtig schön flutscht, und dementsprechend der Beat nicht resetten muss, dann ist doch schon ein geiles Gefühl, Keroricans netten Tanzanimationen zur Musik und mit dem richtigen Beat unterlegt zu haben.

So richtig Freude hatte ich mit Rhyme Rider Kerorican allerdings letztendlich doch nicht lange. Zum einen ist das Spiel unglaublich kurz, bietet gerade mal 4 Stages. Dann ist die Balance auch quasi nicht vorhanden. Die ersten zwei davon sind viel zu einfach, Stage 3 ist plötzlich richtig hart, und Stage 4 scheint fast unmöglich. Denn obwohl Kerorican einem eine großzügige Lebensleiste gibt, und auch immer mal Bonbons durchs Bild fliegen, die man zum Heilen aufsammeln kann, so verlangt es gleichzeitig aber auch punktgenaue Tastendrucks. Bist du nur ein Stück zu früh oder spät dran, gilt es schon nicht.

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Wenn dann die Gegner dazu kommen, die nicht einfach eine Taste brauchen, sondern eine Kombination aus zweien, sowie diese blöden Haie, bei denen man im Prinzip schon zu spät dran ist, wenn man sie ins Bild fliegen sieht, wird es echt fies. Dann kommen die Gegner noch so schnell hintereinander, dass quasi sofort nach einer Taste schon die nächste gedrückt gehört, aber dann doch immer mal wieder drei Pixel Luft zwischen zwei Gegnern sind, so dass man eine Sekunde Pause einlegen muss, um einen aus genau jenem Rhythmus wieder rauszubringen… blargh.

Ich mein ich bin ja eh schrecklich miserabel in solchen Musikspielen, da ich nicht gut einen Beat halten kann, aber Kerorican wird durch die wenigen Stages dann doch etwas zu plötzlich zu hart.

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