GameBoy Obscurities: Aerostar & ZAS

ava-1806Nach Magical Chase gibt es nun noch eine kleine Shmup-Extrarunde. Gibt ja nicht immer so wirklich ganz viel zu den einzelnen Spielen unbedingt zu sagen, da sie ziemlich kurze Angelegenheiten sind, die mehr auf wiederholtes Spielen um den Highscore sich drehen, 1CC-en und all solche spielerischen Schwanzvergleiche, für die ich einfach viel zu schlecht zum Mithalten bin.

Den Einstieg macht direkt mal Aerostar, ein Vertical Shooter, wir bewegen uns also gen oberen Bildschirmrand statt nach Rechts wie in Magical Chase der Fall war. Ist auch natürlich vom optischen Design her ganz anders, denn er setzt nicht auf Cuteness, sondern benutzt eben tatsächlich aufeinander schießende Schiffe und Bodenkanonen etc. Zwischen Stadtlandschaften, Metallkonstruktionen und sogar organischen Gebilden, in denen Giger-Aliens nach einem spucken, ist also mehr oder weniger gegen cool-metallische Opposition zu kämpfen.

Was Aerostar allerdings mal ganz besonders macht, ist die Tatsache, dass wir eigentlich gar nicht fliegen, sondern auf Schienen durch die Stages rollen. Das schränkt natürlich vor allem ein, aus welchen Winkeln die Gegner beschossen und vor allem ihren Kugeln ausgewichen werden kann. Führt dazu, dass das für mich zumindest beste Schuss-Powerup jenes war, welches im Fächer vor einen weg schießt, sowie kurze Energiewellen nach Links und Rechts feuert, einfach weil jener am Meisten Bildschirm abdeckt, um die von allen Seiten kommenden Gegner schnell zu erledigen. Denn Angriff ist tatsächlich die beste Verteidigung, kommen zu viele Feinde gleichzeitig zum Schießen, kann es etwas knifflig werden, sein Schiff dazwischen durch zu manövrieren.

aerostar

Gibt allerdings noch einen Jump-Button, oder zumindest ist die dazugehörige Leiste mit Jump gelabelt, es ist eher ein kurzer Gleitflug. In jenem kann nicht nur schlicht über viele Gegner und ihre Geschosse – zeitlich natürlich stark begrenzt, wobei sich die Energieleiste von selbst regeneriert – hinweg geglitten werden, sondern es ist auch nötig, um von einer Schiene zur nächsten zu wechseln, um dort Gegner auszuschalten oder schlichtweg weil der aktuelle Weg in eine Sackgasse führt. Selbst bei einigen der späteren Bossen ist der geschickte Einsatz davon notwendig.

ZAS von T & E Soft (das sind die, die das legendär schlechte Hydelide verbrochen haben) ist da schon etwas konventioneller. Auch hier bewegen wir uns in der Vertikalen, auch hier als Schiff gegen hauptsächlich mechanische und biomechanische Gegner. Zwischen die diversen anderen Schiffe mischen sich also auch schon mal Skorpione und Motten, seltsame Hand-Minibosse und natürlich der finale Boss, der von einem Würfel zu zwei Dämonen wird, die in Tandem besiegt werden müssen, da sie sich sonst gegenseitig regenerieren.

Da das Gimmick mit dem kurzen Gleitflug und der sonst eingeschränkten Bewegungsfreiheit fehlt, wird hier wesentlich mehr geschossen. Im Gegensatz zu Aerostar gibt es selten bis gar nie eine Verschnaufpause, eigentlich tauchen fast permanent neue Gegner auf, die auch wie gesagt wesentlich mehr Munition verbrauchen. Zumal hier auch das Stage an sich eine Gefahrenquelle darstellt, in die Mauern zu fliegen, von denen sich in späteren Stages auch erst welche nach und nach aufbauen, bringt einen auch um. Grundsätzlich mal mit dem ersten Treffer, allerdings gibt es einsammelbare Schilde, die dies verzögern können. Ansonsten gibt es noch zwei Drohn-Konfigurationen, die man sich wahlweise für mehr gebündelte Feuerkraft nah am Schiff, oder für mehr Flächendeckung etwas nach Links und Rechts versetzt halten kann.

zas

Beide Spiele sind eigentlich ganz cool gewesen, auch mit cooler Mucke und Bossdesigns, aber wie fürs Genre üblich sind sie natürlich auch wieder sehr kurz. Aerostar hatte 7 Stages, ZAS sogar nur 5, belohnte einen dafür aber auch Schwierigkeitsgrad-unabhängig mit einem kleinen Ende, welches Aerostar Easy-Spielern vorenthält. Ich bin halt immer so ein wenig skeptisch, wie sehr ich persönlich als Kind davon begeistert gewesen wäre, wenn ich ein Vollpreisspiel nach einer halben Stunde durch habe. Dann wiederum hab ich ja auch Zeug wie Pinball: Revenge of the Gator und Tetris zum Erbrechen auf Score gezockt.

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