Let’s Play Lightning Returns – 05. Like Sour Cider

ava-1801Was macht Fang eigentlich so? Wir gehen also in die Dünen, besser gesagt in den unterirdischen Tempel, wo wir so einige Puzzle lösen dürfen, wie getimte Türen zu durchschreiten, Schalter umzulegen, und drei Steintafeln zu nutzen, um mehr Backstory zu bekommen. Die Menschheit ist aus dem Blute Etros entstanden, die gar nicht die Göttin des Todes sondern eher des Lebens ist. Jedenfalls hat ihr Verschwinden den Zirkel aus Leben, Tod und Wiedergeburt durcheinander gebracht, weswegen keiner mehr stirbt. Aber mit welchem Leben soll die neue Welt von Bhunivelze bevölkert werden, wenn nur Etros welches erschaffen kann? Oh und das Clavis ist ein Gegenstand, mit dem die Seelen aller Toten gerufen werden können, was Vanille auch am Ende der Tage vorhat. Positiv daran ist, dass es die blöde Kuh Vanille umbringen wird. Negativ ist, dass die tolle Fang natürlich traurig übers Ableben ihrer Geliebten wäre, und das die Seelen alle zerstört werden, nie wiedergeboren werden können. Klagende Dünen Hauptmission abgeschlossen.

Es gibt übrigens noch ein paar Szenen, in denen Lightning eine Erscheinung Serahs hat, und uns mal wieder kommentieren muss, dass sie gar nichts fühlt, sondern innerlich tot ist. Ritz ritz. Lumina springt auch rein, und erklärt noch mal, dass Lightning am Ende von XIII-2 zu Kristall wurde, um die Seele der toten Serah in sich zu schützen, und deren Fehlen nach der Wiedererweckung jenes innerliche Loch ist. Außerdem deutet sie an, dass alles eine Lüge Bhunivelzes sein könnte, Serah ist nicht echt, Hope in der Arche nicht, und vielleicht nicht mal Lightning selbst. Ach ja, Lightning meint noch, sollte sich Gott wirklich als Arsch rausstellen, wird sie ihm in jenen treten. Nah, dazu kommt’s bestimmt niemals nicht, nope.

Einen letzten Cameo gibt es gegen Ende auch noch, mehr oder weniger zumindest. Die Legion an Seelen der Toten sprechen direkt mit Lightning über den Avatar Cid Raines (der Vertrautheit wegen, nicht weil es billiger ist Charaktermodelle aus früheren Spielen zu nutzen!). Der brabbelt noch ein wenig davon, dass wir alle Chaos im Herzen haben, das Chaos Gott besiegen kann, und Chaos ist, wohin die Seelen nach dem Tot gehen und auf Wiedergeburt warten. Den geplanten Massenmord der im Chaos verbliebenen Seelen in der Kathedrale am Letzten Tag finden sie weniger angebracht.

Das Zeitlimit war letztendlich übrigens wirklich kein großes Ding, dank Chronostasis sowieso nicht. Ich hab so ziemlich alles noch einige Tag vor Ablauf der 13 erledigt bekommen, es ist also wirklich keine große Limitation, sondern nur eine mentale Hemmschwelle. Die Zeit könnte nur knapp werden, wenn man wirklich auch die beiden Zeitverschwender-Quests erledigen will: Die beiden ultimativen Bosse zu besiegen, und jede Monsterspezies auszurotten. Stören die beiden ungemachten einen nicht, ist aber wirklich mehr als genug Zeit im Spiel zumindest das Meiste zu erledigen.

Am letzten Tag verschwindet dann auch Hopes Seele und er wird von einem süßen Shop-Mogry ausgetauscht, was ich mal eindeutig ein Upgrade empfinde. Lumina sagt uns noch schnell, dass mit der Zerstörung der Seelen wir auch die Erinnerungen an die Toten verlieren werden, und dann geht es ab in die Kathedrale zu Vanille. Lightning crasht also die Seelenparty mit Sachen wie „Hey, wir sollten Gottes Wort nicht glauben, der lügt bestimmt, zumindest hat mir das Lumina gesagt, der ich einfach ihre Worte unreflektiert nun glauben werde“ unterstützt von Fangs „Sie spricht die Wahrheit, ich kann’s bezeugen, weil Lightning mir von 2 Minuten genau das gleiche gesagt hat, also kann Lightning nicht lügen, weil ihr eigenes Wort gibt ihr ja recht“ und dann bringt Lightning sogar noch ein „Du hast den Seelen zwar die letzten 500 Jahre zugehört, aber hör doch vielleicht mal genauer hin, weil die wollen das doch eigentlich gar nicht“. This story, man, I don’t even.

OTP Fang und Vanille opfern sich, um die Seelen zu retten, Snow schaut vorbei (Noell tat dies schon vorher, Sazh wird dezent übergangen), und Lumina darf noch offenbaren, dass sie eigentlich nur das Gefäß von Serahs Seele war. Und Mensch ist es nicht nett von Gott, dass er all dieses eindeutig gegen ihn rebellisches Pläneschmieden und die Vereitelung seines Seelenchorals geschehen lässt, statt einzugreifen, sondern erst danach auftaucht? Übrigens Hope als Avatar nutzen, weil effizient. Ach ja, Lightning soll übrigens Bhunivelzes neue Göttin des Lebenszyklus werden, da Etro ja verloren ist, Megami Tensei Lightning.

Lightning und ihr geiler Schnauzer können sich nun entweder direkt ihrem Auftraggeber stellen, oder vorher vier Prüfungen absolvieren, die lediglich ein paar Gegnerkämpfe sind, deren Schwierigkeitsgrad aber gelinde gesagt stark variiert. Dadurch gibt es ein paar Magien, und vor allem Ultima Schwert und Schild. Bhunivelze selbst besteht aus vier Phasen. Die erste macht, was zum guten Ton in FFXIII gehört: Todesurteil zaubern. Ist also ein Kampf gegen die Zeit. Phase Zwei ist das magische, Phase Drei das physische Powerhause. Phase Vier nun ruft ab, ob man auch kapiert hat, wie man einen Gegner in den Schockzustand bringt, denn nur darin nimmt sie Schaden, und ist recht resistent gegen eine schnelle Schockiertheit.

Ist Bhunivelze besiegt, beschließt Lightning sich zu opfern, nimmt ihn mit ins Chaos, um ihn dort zu versiegeln, während sie die neue Totengöttin wird, und die Seelen aller ihrer Freunde in die nächste Welt übergehen können. Nettes Ende, hmm? Nope, wir sind hier in einem Final Fantasy XIII, ab jetzt geht es erst richtig los! Serahs Seele stellt Lightning zum Gespräch. Sie ist tatsächlich gar nicht die echte Serah, aber sie hat sich immer vorgestellt, wie sehr jene Lightning liebte, wodurch sie sich selbst dorthin ge-Stockholm-ed hat. Und Bhunivelze hat nicht Lightnings Gefühle abgetötet, sondern sie selbst, um stark zu sein und so. Lumina ist eigentlich Lightnings schwache Seite. Und so findet Lightning in Lightning Returns zu ihrer Zerbrechlichkeit zurück, ganz wie Samus Aran in Other M. Aber damit ist noch längst nichts rum. Denn dann kämpfen plötzlich alle mit ihren Mecha-Summons gegen Bhunivelze. Und dann erledigen sie ihn mit dem Laser der Liebe und Hoffnung. Die echte Serah ist nun doch dabei. Und dann übernehmen die Juls mit Caius Ballad die Rolle als neue Totengötter. Aber nicht die Jul, die Noell liebt, die darf mit ihm gehen. Alle zusammen ab in den Lebenstrom, aber nicht der Moogle und die Summons, weil die Zeit der Kristalle und Magien ist vorbei (wo kommen eigentlich all die Kristalle im Ende her, ich errinnere mich nicht in XIII, XIII-2 oder irgendwo vorher in XIII-3 je einen zu Gesicht bekommen zu haben, aber plötzlich sind sie wichtig, weil Final Fantasy halt, eh?). Denn Die Welt von Final Fantasy XIII spielt vor langer langer Zeit, in einem ganz nahen Universum, und jetzt werden alle auf der Erde des hier und jetzt wiedergeboren. Und Lightning sitzt in einem Zug in Italien oder Südfrankreich oder so, Haare immer noch pink, Barbie-Beine immer noch zu dünn, um ihr Nicht-Gewicht tragen zu können.

Nope. Nope, nope, nope, nope, nope.

Lightning Returns hat ein interessantes Konzept. Was könnte man alles an interessanter Handlung daraus machen. Menschen, die seit 500 Jahre im Stillstand leben müssen. Was macht das mit einem? Sich nun plötzlich kollektiv mit dem Ende aller Dinge in 13 Tagen gegenübergestellt sehen. Wie wird man nun damit fertig? Stattdessen stehen alle ihrem Alltag nachgehend in den Gassen rum und warten nur drauf, Lightning die üblichen Fetch Quests zu geben. Die Welt geht morgen unter? Schön und gut, aber ich hab mein Tagebuch verlegt, und wer verdammich nochmal kann es nur bitte für mich finden?

Lightning Returns IST das Other M von Final Fantasy, mit weniger „Baby“ und „Lady“ und mehr „Serah“ und „Empty inside“. Gameplay spaßig, aber die Story-Cutscenes überspring man besser, und der Hauptcharakter kommt etwas Würdelos draus hervor. Aber Lightning im FFV-Faris Outfit mit Schnauzer und fieser Riesenklinge durch Behemothe schnetzeln zu sehen… hat schon was.

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