Universal Monsters – Invisible Man

ava-1782Mit dem Unsichtbaren kommen wir zur dritten Universal Monster Ikone, die uns die 30er brachten. Das wird auch die letzte sein, es sei denn man zählt Frankensteins Braut hinzu, denn der Wolfmensch und die Kreatur kommen erst je ein Jahrzehnt später aufs Tablett. Das Ding basiert übrigens auf einem Buch von niemand anderem als H. G. Wells.

Was vielleicht auch zeigt, warum der Film etwas komplexer ist, als sonst. Oder auch nicht, wir hatten ja schon einige Monster, die nicht wirklich solche waren. Jedenfalls ist der Unsichtbare ein brillanter Wissenschaftslehrling, der eben ein Tonikum entwickelt hat, welches ihn unsichtbar machte. Dummerweise hat er noch kein Gegenmittel entwickeln können, und das ist auch schwer, wenn man sich bei seinem Professor und dessen Tochter und eigener Verlobten ob des aktuellen Aussehens nicht mehr zeigen kann. Auch abgeschieden komplett einbandagiert fällt man ziemlich auf, vor allem wenn man dann noch herrische Gewaltanfälle hat. Denn die Nebenwirkung zu den Wirkstoffen der Unsichtbarkeit ist auch ein langsamer Verfall in den Wahnsinn.

Da kommt man schon so auf einige Ideen, was man damit anfangen könne, wenn keiner einen sehen kann. Beispielsweise sich monetär bereichern. Oder aus Spaß an der Freude jemanden umbringen, nur um zu zeigen, dass man es kann und damit davon kommt, wenn man dabei nicht gesehen wird. Man kann sogar so mutig sein, dies alles direkt unter den Augen andere zu machen, Identifikation muss ja nicht gefürchtet werden. Und dann natürlich die Implikation dessen, was das Militär alles mit unsichtbaren Armeen anfangen kann, wenn ihnen das Tonikum verkauft würde.

Das ist ein interessantes Konzept, sicherlich, allerdings muss ich sagen das ich den Film von der Umsetzung her weite Strecken über langweilig fand. Dafür scheint er im Mittelteil etwas zu ziellos zu sein, und so wirklich warm mit einem Charakter wird man auch nicht, um gegen oder für den Unsichtbaren, seinen Kollegen, oder die Verlobte fiebern zu können.

Dafür ist die Technik natürlich für die damalige Zeit bahnbrechend. Es wird eben nicht nur permanent Luft gefilmt, ein Schauspieler unter Bandagen, oder an Drähten schwebende Gegenstände. Nein, es gibt auch Szenen, bei denen der Unsichtbare sich entkleidet und langsam darunter das Nichts zum Vorschein kommt, in einem Vorreiter zum Bluescreen-Effekt. Das ist schon recht cool, wenn man bedenkt, dass der Film von 1933 ist. Aber eben, sobald jene tricktechnische Leistung ob ihres Alters nicht mehr den Wow-Effekt bringt, kommt ein etwas blasser Film darunter zum Vorschein.

universal1933

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