JESUS

ava-1708JESUS: Dreadful Bio-Monster ist eines von Enix‘ Adventure Games, welches in den späteren 80ern auf diversen japanischen Heimcomputern erschien, und anschließend Portopia: Serial Murder Case, auf das NES folgte – erneut nur in Japan.

Einen gewissen Namen hat es sich gemacht, wirklich hauptsächlich einfach nur durch den Namen an sich, der schnell auf die falsche Fährte führen kann: Jesus ist der Name der Raumstation, die von einem Bio-Monster attackiert wird, es ist kein Spiel über einen Zombie-Messias der christlichen Religion. Die ursprüngliche Fanübersetzung hat wohl ihr Übriges zum „Charme“ beigetragen, da sie von jemandem mit schlechten Japanisch- wie Hacking-Kentnissen erstellt wurde, und deswegen viel Babelfish zum Zuge kam, sowie die englische Übersetzung den genau gleichen Zeichensatz wie der original japanische Satz beinhalten musste. Mittlerweile gibt es eine etwas sinnigere Neuübersetzung, die ich dann auch gespielt habe.

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Was man gegenüber Portopia direkt schon mal sagen kann, ist, wie viel besser das Ding hier aussieht. Das Geschehen findet zwar immer noch in einem Fenster statt, das zu jeder Zeit ungefähr nur ein Viertel bis ein Drittel des Bildschirmes einnimmt, aber das darin befindliche ist schon mal wesentlich detaillierter und mit mehr Farben versehen. Zudem gibt es ein paar kleine Animationen hier und dort.

Auch die Menüs sind wesentlich stromliniger, denn es gibt weniger Optionen zur Interkation mit dem jeweiligen Raum, und wie immer wird Kontext-sensitiv in den Untermenüs dann automatisch jeder Hotspot angezeigt, auch wenn man viele erst entdecken muss. Dennoch ist das Vorgehen in JESUS immer noch extrem 80s Adventures.

Was damit gemeint ist, ist, dass es wenige bis gar keine Instruktionen dahingehend gibt, was getan werden muss oder wo. Zu Beginn bekommen wir gesagt, dass wir eine Waffe brauchen, ein Energy-Pack für die beschädigte finden müssen etc., aber weite Teile des Spieles sind nicht so freundlich, wenn es um den nächsten Point of Interest geht. Zumal dann eben immer noch das Problem ist, wo jenen auffinden. Letztendlich verkommt dann nämlich auch JESUS schnell zu einem jener Adventures, bei dem man in jedem Raum einfach alle Menüpunkte zwei bis drei Mal durch geht, in der Hoffnung etwas Neues zu entdecken, oder den obskuren Trigger zu legen, der die Story anschließend woanders fortfahren lässt. Das ist natürlich etwas unmotivierend, auch wenn dadurch gerettet, dass JESUS mit seinen vielleicht 2 Stunden Spielzeit extrem überschaubar bleibt.

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Was die Handlung angeht, ist es eben die übliche Schoße a la Alien. Ein Schiff wurde ausgeschickt, den Halleyschen Kometen zu untersuchen, und anschließend ging die Crew verlustig. Also ist unsere Crew ausgeschickt worden, zu sehen was Sache ist. Um ziemlich schnell herauszufinden, dass ein Alien das Schiff gekapert hat, und auch ziemlich schnell das Rettungsteam ausdünnt. Ähnlich der Xenomorphs hat es sogar eine Möglichkeit, sich die DNA seiner Opfer zu klauen, um Evolutionsformen anzunehmen. Das Ganze ist sicherlich passabel, wenn auch nicht sonderlich unheimlich, da das Alien wenig auftaucht, ich glaube man noch nicht mal sterben kann, und es auch über Menü-Kommandos wieder vertrieben wird, statt eine Action-Einlage zu bieten.

JESUS ist von daher ganz cool und vor allem hübsch für seine damalige Zeit, aber ob man das wirklich jetzt noch spielen will, abseits der Kuriosität gegenüber einem Spiel mit Namen JESUS: Dreadful Bio-Monster, sei dann mal jedem selbst überlassen.

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