Castlevania

ava-1675Ja, das allererste ohne jegliche Untertitel – mehr oder minder zumindest. Ich spiele nicht das Original vom SNES, MSX oder einem Arcade-Automaten, sondern habe meine Castlevania Chronicles rausgekramt, welches auf der X68000 (einer von Japans vielen Heimcomputern) Version des Original Simon vs Dracula Konflikts basiert. Und natürlich nicht in jenem Original Mode mit seinem berühmt-berüchtigten Schwierigkeitsgrad, cooleres Intro zum Trotz, sondern im Arranged Modus, der neben einem hässlichen CG-Intro/-Ending, Music-Remixes und besseren Sprites für Simon und Dracula vor allem den Schwierigkeitsgrad senkt.

Ich mein, wir wollen ja nicht vergessen das ich ein Casual Gamer bin, der hauptsächlich Lebenssimulationen und JRPGs zockt, wenn es also um Geschicklichkeit geht schnell alt aussehe. Ich häng da schon mal in einem der Metroidvanias kurzzeitig fest, die Spieler der Classic Castlevanias mit verbundenen Augen durchspielen. So einen Easy Mode zu haben ist da für mich schon recht essentiell. Also, Diffictulty Easy, Life 5, Time Limit off, und los kann es gehen.

Block 1. Ach ja, die berühmt-berüchtigte Eingangshalle mit den Zombies, genutzt in fast jedem Castlevania, die ersten paar Male sicherlich auch netter Fanservice, bis die Leute es leid wurden, dass jeder Teil die gleiche Eingangshalle und Glockentürme aufweist. So weit, so easy, obwohl ich sicherlich mehr Treffer kassiert habe, als nötig.

Block 2. Die unterirdische Höhle mit den Meermännern. Und die ersten richtigen Sprungpassagen mit sofortigem Tod, weil Vampirjäger nicht schwimmen können. Dat Stiff Classic Castlevania Jump! Daran werde ich mich wohl nie gewöhnen. Am Ende die Auto-Scrolling-Passage auf dem Floß hätte ich auch beinahe nicht überlebt.

Block 3. Startet ihm Garten des Schlosses, geht dann wenig organisch zuerst in Treibsand und dann eine Eishöhle über. Flea Men, urgh. Wobei ich hier festgestellt habe, dass viele der nervigen Gegner, wie Fledermäue und jene Flea Men einfacher zu besiegen sind, wenn man keine Panik schiebt, sondern einfach still steht und in ihre Richtung peitscht. Das „Oh gott, zurück!, springen!, nein doch nicht!“ ist, was ihnen einen Hit schenkt. Oh und die große Eisplattform, die einen in den Tod rammt hat mich ein paar Leben gekostet, bevor ich das Timing hin hatte.

Block 4. Ok, shit’s getting serious. Treppen erklimmen mit herum düsenden Medusa Heads. Erneut ist Panick der größte Feind, aber auch im klaren Kopf sind Medusa Heads nicht mehr so einfach zu erledigen, besonders da man beim (laaaangsaaamen) Treppen steigen absolut offen für jeglichen Angriff ist. Oh und: Dändädän Dahdahdah dah dahdah! Bloody Tears, fuck yeah! Allerdings auch visuell das bisher interessanteste Level-Set, mit der riesigen, passend Blut weinenden Göttinnenstatue, dem zum Leben erwachenden Bleiglasfenster und dem Kuzifix mit der windenden Schlange im Bosskampf.

Block 5. Der Clock Tower, inkludierend die Medusa Heads (natürlich), aber auch sich drehende Plattformen. Überraschend nicht kulminierend in einen Death Fight, sondern gegen einen Werwolf. Der bisher übrigens schwerste Boss mit Abstand, da er nicht nur super schnell über den ganzen Bildschirm springt und Steine nach einem wirft, sondern ich es auch partout nicht schaffe mit mehr als meiner halben Lebensleiste bei ihm anzukommen.

Block 6. Während ich übrigens Simons Sprungkapazität regelmäßig überschätze, unterschätze ich auch dauernd die Reichweite der Gegner, gerade jene mit den Schwertern. Nicht, dass die Gegner hier das Problem sind, sondern die den Hauptteil des Stages einnehmende Brücke, die einfach den Abgang macht. Oder um pedantisch zu sein sind die die Gegner das Problem, nämlich die dabei umher schwirrenden Medusa Heads. Anschließend geht es durch Draculas Spielzimmer und Spiegelgalerie…? Die fallenden Spiegel übersieht man ja schon schnell, und die kleinen Puppen sind Miststücke.

Block 7. Hier haben wir die Folterkammer, voller Skelette, dekorativem Gore, und natürlich dem obligatorischen Frankenstein. Death wartet am Ende, und erneut war mein größtes Problem dabei ihn mit irgendeinem Rest an Lebensleiste zu erreichen, denn die Halle mit den coolen Bildern direkt vorm Boss ist leider auch voller Medusa Heads und Axe Knights.

Block 8. Simon’s Theme, fuck yeah! Hier wartete dann auch mein größter Nemesis auf mich. Nein, nicht der Kampf gegen Dracula, der ging noch – ich hatte es sogar hinbekommen, seine erste Form ohne Treffer einzustecken zu besiegen. Zudem ist das Spiel dann ja gnädig genug einen direkt Pre-Battle an der ikonischen Treppe zu respawnen, statt wie sonst das ganze Stage erneut spielen zu müssen. Auch die Flammenritter oder Ninja-Hausmädchen waren nicht der große Aufreger. Das wahre Problem für mich ist die Brücke mit den Giant Bats. Oder besser gesagt die eine Lücke, die einen fast pixelgenauen Sprung erfordert. So viele Leben an das Ding verloren.

War, von ein oder zwei echt nervigen Stellen, ein recht unterhaltsames Spiel. Auf schweren Schwierigkeitsgraden, oder gar im Original-Modus wollte ich es natürlich nicht spielen wollen, aber war schon ziemlich cool. Vor allem auch optisch. Der X68000 ist ein 16bit-Computer, allerdings Leistungsstark genug, um dies hier näher an Symphony of the Night zu bringen. Vor allem einige große Gegner und coole Stage-Effekte wie eben das zu einem Monster werdende Glas, das Medusa-Kruzifix, wenn der Werwolf anfängt das Ziffernblatt der Uhr als Waffe zu missbrauchen, oder die entflammenden Gänge wenn die Kronleuchter fallen, sind ziemlich schnieke.

Advertisements
Vorheriger Beitrag
Nächster Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: