Shark Week III – Jaws III

ava-1648So häufig wie die Brody-Familie es ganz zufällig mit einem überdurchschnittlich großen und überdurchschnittlich aggressiven Weißen Hai zu tun bekommt, sollte man meinen, die würden sich für den Rest ihres Lebens von jeglicher Art Wasser mit Meereszugang fern halten. Tut aber nur der junge Brody-Bruder Sean. Michael hingegen arbeitet für Sea World und hat aus seinem Lebenslauf den Punkt „werde überall hin von der Hai-Mafia verfolgt“ raus gelassen, um den Job zu bekommen.

Sea World macht sich übrigens gerade dafür bereit die neue Superattraktion des Unterwasser-Königreichs zu eröffnen, eine Reihe von Tunneln mit einer zentralen Plattform, die alle komplett unterseeisch in der Bucht liegen. Ein Weißer Hai und seine Mammi haben sich für die Eröffnungsfeier aber auch ganz dreist unangemeldet eingeschlichen.

Jaws III hat einen ziemlich schlechten Ruf, und jenen irgendwie verdient und dann auch wieder nicht. Ganz so extrem schlecht, wie er gern hingestellt wird, ist er nämlich dann auch nicht ganz, aber eben schon ziemlich nicht gut. Insgesamt sogar einfach ziemlich unspektakulär und vergessenswert ist das Ding, von daher muss man wirklich nicht die Zeit an ein Schauen verschwenden. Das einzige was heraussticht sind eben die Effekte, ist Jaws III doch mal als Jaws 3-D ins Kino gekommen. Das führt in der 2D-Auswertung zu einem häufig ziemlich schwammigen Bild, wenn es Tiefenwirkung in der Szenerie gab, aber eben wesentlich schlechter getroffen hat es die wirklich echt billigen Effekte, wenn was gen Bildschirm gleitet, allen voran der komplett starre Hai am Ende, der wie ein Pappmasche-Ding wirkt. Und da der Film ansonsten keinen Eindruck hinterlässt, erinnert man sich später halt nur an die schlechten 3D-Szenen, und es bleibt somit schnell im Gedächtnis hängen, dass der ganze Film super schlecht war. Dabei ist er nur ein wenig langweilig.

Das hätte er gar nicht mal sein müssen, denn es gibt genug ungenutztes Potential, das manchmal fast etwas wirkt, als hätte hier mal jemand ursprünglich ein interessanteres Drehbuch geschrieben, aber dann ein Großteil der Actionszenen rausgenommen, weil man das Geld für die Realisierung nicht hatte. Zu Beginn bekommen wir wiederholt den Orca zu sehen, der dann komplett aus dem Film verschwindet, dabei wäre es doch cool gewesen, wenn der sich später einen kleinen Brawl mit dem Hai geleistet hätte. Die zwei Delphine sehen wir wiederholt und bekommen später sogar erzählt, dass sie noch in der Buch mit dem Hai sind – aber dann vergisst der Film sie bis kurz vor Ende, wo sie zwei Menschen beim Wegschwimmen vorm Hai helfen. Erneut, ein kleiner Fight zwischen den Meereskreaturen oder eine Jagd bei der die Delphine den Hai wiederholt austricksen müssen wäre hier doch drin gewesen. Auch strandet eine Touristen-Gruppe mitten im Unterwasser-Königreich, als sich alle Schotten schließen. Aber erneut sehen wir sie dann für eine weite Filmstrecke nicht bis sie gerettet werden, ohne das der Hai sie je angegriffen hätte. Sean kommt übrigens auch just an diesem Wochenende zu Besuch und seine neue Freundin bringt ihn dazu trotz Wasserphobie wieder mit ihr rein zu gehen, nur damit sie dann vom Hai angegriffen wird und er sie ins Krankenhaus bringt, somit im Rest des Filmes nicht mehr drin ist, was die vielen Szenen zwischen den beiden wie unnötiges Füllmaterial ohne Payoff wirken lässt.

Was bleibt ist ein Film, der uns viel vom Sea World zeigt, zwischendurch immer mal wieder einen kurzen Shot auf einen Hai einblendet, um dann wieder zu den Alltagsproblemen von Michael und seiner Ische zu kommen. Nicht unbedingt spannendes Kino.

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