Let’s Play Monster Rancher – 01. Monster Farm

ava-1614Erinnert sich noch jemand an Monster Rancher? Das war ein Anime, welches sich RTL2 vor zichillionen Jahren eingekauft hat, auf ein weiteres Pokemon– oder zumindest Digimon-Phänomen hoffend. Ich fand es ehrlich gesagt schon damals doof, obwohl ich die beiden anderen Serien damals noch ungelangweilt schauen konnte. Aber natürlich hat ein Konzept, das im Pokemon-Fahrtwasser schwimmen will, nicht mit einem Anime begonnen, sondern mit Spielen. Derer gibt es bis Heute doch sage und schreibe über ein Dutzend!

Den Anfang macht die PlayStation, was sich mit der Handlung ja auch gut als Gimmick überchneidet. Denn in der Welt von Monster Rancher werden die Pokemänner durch gefundene Discs kreiert. Hab vergessen, ob das einen Cybereinschlag wie in Digimon hatte, die Viecher also zum Leben erweckte Daten sind, oder nicht. Jedenfalls ist damit das Gimmick klar: In den Schrein gehen, eine andere CD von der Konsole einlesen lassen, und schauen, was für ein Monster man bekommt.

Ich hab dann gleich drei mir zur Auswahl gestellt, um mal zu sehen, was da so raus kommt. Zum Glück hab ich noch tatsächliche physische CDs von vor 10 Jahren + hier rumfliegen. Als erstes hat es die erste Disc vom Breath of Fire V: Dragon Quarter OST erwischt. Was bekommen wir? Eine Naga, die ich natürlich Ryu getauft habe. Passt irgendwie sogar, bei einer Spielreihe, in der es um sich in Drachen verwandelnde Menschen geht, eine halb-humanoide Schlange zu bekommen. Die nächste CD zur Auswahl war dann die Final Fantasy VII Piano Collection. Ergibt einen braune, zweigehörnten Löwen. RedXIII is that you? Soweit waren die Ergebnisse überraschend passend, hmm? Als dritte CD aus der Merchandise-Schublade kommt dann noch der X Original Soundtrack Vol.1 rein, der uns einen durchscheinenden Eislöwen beschert. Vielleicht sieht Satsuki Kamui so.

Wer will kann übrigens auch einfach beim Markt einen Dino, Tiger oder Suezo nehmen, statt aus eigenen CDs Monster zu erwecken. Aber wer macht das schon, immerhin ist zu sehen, welche CD einem was gibt, der einzige Grund, das Ding überhaupt spielen zu wollen. Durch den Rest geht man dann nur noch aus Obligation, weil man das Monster nun schon mal hat, es auch nutzen zu müssen. Ach ja, Spiele-CDs gehen natürlich auch, wobei der erste Teil noch zu jung ist, um Spezialmonster aus anderen Tecmo-Spielen zu ziehen (vom ersten Deception abgesehen).

Anyways, schwere Entscheidung zwischen Ryu, RedXIII und Kamui. RedXIII it is.

Nun kommt der langweilige Part von Monster Rancher: Monster verbessern. MonRan ist weniger wie PokeMon, und etwas mehr wie das erste DigiMon World, nur noch extremer, in dem die Aufzucht hier eine wichtige Rolle spielt. Jedes Monster lebt nur eine gewisse Anzahl an Jahren bevor es stirbt. Währenddessen kann jede Woche entschieden werden, ob es eine gewisse Arbeit verrichten soll (fördert einen Stat ein wenig, bringt ein wenig Geld ein), ins Trainingslager geschickt wird (hohe Statusverbesserung, kostet Geld, dauert den vollen Monat), ausgeruht wird, oder wenn eines ansteht an einem Turnier teilgenommen werden soll. Später gibt es auch Expeditionen in Dungeons, aber der Großteil von Monster Rancher besteht tatsächlich nur daraus, sein Monster fit für die Wettkämpfe zu machen, und dort dann sich die Ränger hervorzukämpfen. Tatsächlich kann man Monster Rancher nicht vorwerfen, allzu groß ein Pokemon-Klon zu sein.

RedXIII ist ein Rover, ein Tiger mit Hare Subspezies. Von seinen sechs Statuswerten haben 3 ganz gutes Wachstum, also lasse ich ihn Einkaufwagen ziehen (Pow +), den Jagdhund machen (Skill +), und im Wald nach Pilzen suchen (Speed +), die vierte Woche des Monats ausruhen. Und das ein Jahr lang. Zwischendurch hilft er den Holzfällern etwas für Life+. Die sechs Statuswerte sind Power, Intelligence – das sind die Angriffstatuswerte, die beeinflussen, wie gut die Techs bei den Kämpfen reinhauen, je nachdem auf welchem von den beiden sie basieren (RedXIII hat drei Techs bisher, alle auf Power basierend). Speed ist Auschweichsrate, Skill Trefferwahrscheinlichkeit, Defence wie gut ein Monster wegsteckt, Life die Anzahl der Hitpoints. Ziemlich geradlinig also.

Nach dem ersten Jahr Statusverbesserungsarbeit geht es auch endlich ins erste Tournament. Das RedXIII gerade so gewinnt. Arenakämpfe gibt es offizielle, die den Rang steigern, und inoffizielle, die dazu da sind Geld zu verdienen (das gerade bestandene, inoffizielle E-Rang-Tournament brachte 1300G). In den 1vs1-Kämpfen kann man übrigens selbst kontrollieren, oder das Ding automatisch laufen lassen. Von nun an machen wir also fürs Geld die inoffizellen Cups, während wir dazwischen weiterhin an den Statuswerten arbeiten. Interessant ist übrigens auch, dass der Fame-Level mit jedem gewonnenen Kampf steigt, und dadurch später Gegner teilweise gar nicht erst zum Kampf antreten.

Monster Rancher ist also doch ein ziemlich repititives aber kurzweilig packendes Spiel. Monster verbessern, Geld machen, Monster besser verbessern können, in Rängen steigen. Ein Spielprinzip, das sich vor allem für schnelle, kurze Runden zwischendurch eignet, und heutzutage sicherlich eher ein Smartphone-Game wäre.

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