Shark Week II – Jersey Shore Shark Attack

ava-1596Für diejenigen, die nicht Bescheid wissen (und kein South Park schauen): The Jersey Shore ist eine amerikanische „Reality“ TV Show, in der ein Haufen oberflächlicher, asozialer Jungerwachsene Party feiern und sich allgemein zum Idioten machen, alles vor einem „Faszination am Grauen“ Publikum, von dem die Hälfte öffentlich nie zugeben würden, so einen Schwachsinn zu schauen. Als Vergleich bietet sich, nehme ich mal an, Berlin Tag und Nacht, nur extremer, da in den USA alles eine Nummer Größer ist.

Man sollte also meinen, dass Jersey Shore Shark Attack ziemlich launig werden kann, denn The Jersey Shore zu parodieren fällt extrem einfach, ist die Show an sich doch fast schon eine Selbstparodie, mit den Muckibuden-Muskeln, dem übertriebenen Selbstbräuner, den halb rausfallenden Titten, schlechten Haarverlängerungen, meterdickem Make-up und absolutem Vakuum im Kopf. Alles, was Syfy also hätte machen müssen, ist 1:1 Szenen aus der „echten“ Show zu kopieren und zwischendurch einen der schlechten CG-Haie jemanden fressen lassen.

Das Ding ist nur, Jersey Shore Shark Attack benutzt sein eigenes Gimmick, die einzige Sache, die es von den tausend anderen schlechten SyFy/Asylum Haifilmen absetzt, überhaupt nicht. Klar, zu Beginn werden uns all die Charaktere mit ihren dämlichen Namen wie Nookie und The Complication vorgesetzt, während sie bei einem der schlechtesten Wet-Shirt-Contests aller Zeiten sind, da die Mädels alle Bikini Tops drunter anhaben… aber ziemlich schnell wird aus dem Film einfach ein absoluter 08/15 Haiangriffs-Film, nur dass die Hauptcharaktere orangene Haut haben.

Statt also zumindest etwas Originalität in Form einer Jersey-Shore-Parodie zu bieten, füllt sich der Film scheinbar lieber mit allen Klischees an, die TVTropes zu bieten hat. Unser Hauptcharakter hat ein Love Interest, mit der er sichs verscherzt hat und gegen Ende wieder zusammenkommen muss. Gleichzeitig muss er sich seinem Vater beweisen, deren Verhältnis seit dem Tod der Mutter angespannt ist. Dann geht noch eine Rivalität der Snob Kids vs. Underdogs los. Und natürlich steckt hinter dem Auftauchen der Albino-Bullenhaie eine fiese Firma, die alle Warnungen in den Wind schlägt, um ihrem Zeitplan nicht hinterher zu hinken. Statt die Gelegenheit zu nutzen, sich über die Protagonisten von The Jersey Shore und dumme Haifilme an sich lustig zu machen, wird ein Film wie jeder andere geboten, nur überfüllt mit gehabten Ideen, die alle nicht wirklich ineinander greifen, und ein zielloses Durcheinander ergeben.

Selbst die Haiangriffe sind nicht so toll, wenn auch zahlreich. Die CG-Haie sind lächerlich wie eh und je, und sterben bei der kleinsten Kleinigkeit. Eine Kugel durch die Rückenflosse reicht aus, um die Schwächlinge auszuschalten. Auch wenn ich es schön finde, wie viel Blut bei den Angriffen fließt, selbst wenn das Opfer zunächst nur drei Finger verliert, wird er eine gute Minute lang mit literweise Blut besprüht. Das war launig, aber sonst auch nichts.

Der Wikipedia-Eintrag zum Film ist wirklich herrlich, weil die Handlungszusammenfassung tatsächlich nur aus dem einen Satz „The film centers around a series of deadly shark attacks in New Jersey.“ besteht. Thanks, Captain Obvious. Aber tatsächlich ist das wirklich alles, was im Film drin ist. Haie greifen die Küste von New Jersey an. Der Film ist so schmucklos und unbesonders, ohne jeglichen Witz oder Cleverness.

jerseyshark

Vorheriger Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: