Shark Week – Sharknado

ava-1531Natürlich. Wie könnte es auch anders sein, als Sharknado diese Woche zu inkludieren. Als alle bereits von den billig-trashigen Hai-/Monsterfilmen, die uns The Asylum, der SyFy-Channel und Co. über die letzte Dekade entgegengeworfen haben, ziemlich ermüdet waren, war es jener Film, der das Internet letztjährig wieder in gewaltige Unruhe brachte. Einem solchen Titel kann man einfach nicht widerstehen, auch wenn ich natürlich mal wieder nicht zeitig auf dem Bandwagon gelandet bin.

So bringen uns also The Asylum in Zusammenarbeit mit SyFy einen Film, der nicht nur eine Menge Killer Sharks verspricht, sondern gleichzeitig einen Naturkatastrophenfilm mit reinhaut. Denn ein Sturm zieht auf an der Küste von LA. Zunächst wird die halbe Stadt überflutet, so dass hunderte Haie einfach mal so durch die Straßen schwimmen, in Pools auftauchen, mit Druck aus der Kanalisation raus geschleudert werden. Und immer ziemlich treffsicher auf Menschen landen. Dann wiederum ist Los Angeles eine Millionenmetropole und somit Opfer zu treffen nicht sonderlich schwer – ob die kalifornische Küste wiederum ein solches Haivorkommen hat, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Doch das ist natürlich nicht alles, während unser Hauptcharakter mit seinen Freunden also noch dabei ist, seine Familie evakuieren zu wollen, tauchen drei Wasserhosen auf, die ebenfalls jeweils ein paar hundert Haie aufgesogen haben, und nun wie Torpedos auf die Bevölkerung abfeuern. Was bleibt einem da schon übrig, als sich mit Knarre, Kettensäge und selbstgebauten Bomben zu bewaffnen, und dem Sturm Auge um Auge entgegen zu treten?

Ich mochte Sharknado. Etwas overhyped mag er eventuell schon sein, denn der richtig verrückte over the top Scheiß passiert mal wieder erst auf die finalen 20 Minuten, wenn die Sharknados wirklich auf Land stoßen und unsere Protagonisten gegen feuern, so dass ich wie so häufig bei diesen bewussten Trash-Filmen der Meinung bin, eine knackige Stunde Spielzeit hätte es auch bereits getan, aber Sharknado ist definitiv die bisher beste Asylum-Produktion, die ich zu Gesicht bekommen habe.

Denn Sharknado macht Spaß. Nicht nur beim Zuschauer, sondern es kommt auch so rüber, dass die Leute hinter der Produktion richtig demente Laune an dem Teil hatten. Denn wenn man schon einen saublöden Haifilm macht, dann kann man doch verdammt wenigstens den besten schlechten Film machen, der drin ist. Und das war bisher immer mein Problem mit den meisten Produktion vom Asylum und Syfy, nämlich das sie so halbherzig hingerotzt wirken, als hätte keiner die Dinger wirklich machen wollen.

Hier war aber jemand am Werk, der mehr davon versteht, warum es gewisse B-Movies zum Kultstatus schaffen, obwohl sie schlecht gemacht und strunzdämlich sind. Die Charaktere lassen also jede Menge corny Catchphrases hier und dort los; machen die unmöglichsten One Liner Jokes; sind permanent auf der Flucht vor Wasser, Wind und Haien; improvisieren Evil-Dead-ähnliche Waffen, und bekämpfen die Windhosen damit, dass sie sie kaputt bomben; während aus jeder Pfütze und Wasserrinne ihnen Haie entgegen geworfen werden, bis sie am Ende tatsächlich vom Himmel regnen. Kurz und knapp, Sharknado ist schon eine gewisse Gaudi.

sharknado

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