Adventure Week #13: Scooby-Doo Mystery

ava-1412Halloween steht also vor der Türe, und auch im fünften Jahr in Folge bedeutet dies eine Adventure Week mit mehr oder minder Horror-/Monster-esquer Thematik. Zur langsamen Einstimmung gibt es zunächst erst mal „nur“ das Scooby-Doo Mystery. Denn die Hanna Babera Serie war damals, als ich ein Kind war, immer ein steter Influx an Gruselgeschichten, auch wenn die Monster letztendlich nie echt waren.

Im Hauptmenü sind direkt mal zwei Fälle anwählbar: Blake’s Hotel und Ha-Ha Carnival. Besagtes Hotel gehört einem Onkel von Daphne und die Scooby Gang hat beschlossen dort abzusteigen, um Skiurlaub zu machen – abgesehen von Scooby und Shaggy natürlich, denen es mehr um den Zimmerservice geht. Dummerweise sind alle Gäste und Angestellte bis auf Koch und Gärtner getürmt, weil ein indianischer Geist umgeht. So ein Hotel sollte man eben nicht auf altindianischen Grabesstätten errichten. Den Karneval wiederum besucht die Gang, um… nun ja, was man auf einem solchen halt so macht: Die Attraktionen besuchen respektive Fressstände unsicher machen. Dummerweise sabotiert ein mysteriöser Clown die Anlage. Die Gang kann auch nirgends hin, ohne in Probleme zu laufen.

Scooby-Doo Mystery schaut, tönt und spielt sich absolut wie Day of the Tentacle – zumindest die MegaDrive-Version, das gleichnamige SNES-Spiel ist ein Platformer. Die Serie ist dabei relativ gut getroffen, so sehen sich alle Charaktere ähnlich, die Animationen sind ganz nett und haben deren übliche Bewegungsmuster, Scooby Doo hat sogar ein Sprachsampel oder zwei zu röhren, und natürlich gibt es am Ende eines jeden Falles die übliche Aufdeckungsszene des Bösewichts. Allerdings fallen hier die anderen Mitglieder der Scooby Gang zwischen Eröffnung und Finale mehr oder minder vom Rand der Welt, als Spieler übernimmt man den von Scooby begleiteten Shaggy, die sich alleine durch das Geheimnis rätseln müssen (also leider kein Charakter-Wechseln).

Wie gut ist aber nun die Kontrolle des Spielgeschehens, immerhin sind wir hier auf einer Konsole ohne Analogstick? Geht nach ein wenig Eingewöhnung eigentlich ganz gut. Per Tastendruck wird der Cursor aufgerufen, der nun mit dem Steuerkreuz über den Raum und ins Verben/Gegenstandsmenü bewegt werden kann. Natürlich ist dies dennoch wesentlich langsamer und hakeliger, als eine präzise Maus zur Hand zu haben, jedoch versucht das Spiel mittels Hilfestellungen dies zu kompensieren. Zum einen wäre da Scooby, der immer mal wieder an den Hotspots des Raumes schnüffelt, um auf sie aufmerksam zu machen. Zusammen mit der Tatsache, dass deren Name auftaucht, sobald der Cursor auf ihnen ist, sollte es also zu keinen Pixeljagden kommen. Außerdem wählt das Spiel automatisch Kontext-sensitiv ein Verb aus – dummerweise meist [Look], um Shaggy eine Beschreibung abgeben zu lassen, während [Take] für Gegenstände im Raum und [Use] für jene im Menü vielleicht das bessere Default gewesen wäre.

Dennoch kann es hin und wieder etwas dauern – trotz Hilfestellungen und überschaubarer Szenerie – da hier mal wieder Adventurelogik einsetzt, wenn es um das Weiterkommen geht. Es gibt einfach zu viele Verben (von denen viele nur einmalig im Spiel genutzt werden) und aufnehmbare Gegenstände, so dass hin und wieder das gute alte „probier alles an/mit allem“ stattfindet. Immerhin gibt es keine Point of no Returns, denn zu keiner Zeit kann Shaggy sterben und selbst die wenigen Zeit-sensitiven Aufgaben können einfach erneut begonnen werden, wenn man das Timing vermasselt. Apropos Zeit: So ein Fall ist gut in einer Stunde spielbar, was ich durchaus als eine ganz gute Spanne betrachte, für das, was dies hier ist, es aber dann eventuell nett gewesen wäre, wenn es mehr denn 2 Fälle gegeben, sondern man auf 5-6 aufgestockt hätte.

Dann wiederum kann ich nicht behaupten mit Scooby-Doo Mystery wirklich viel Spaß gehabt zu haben. Blake’s Hotel fand ich einfach ein wenig langweilig. Und Ha-Ha Carnival ging mir hochgradig auf den Keks, mit seinem vielen Backtracking, Timing-Passagen, dämlichen Minigames und nervtötender BGM. Vielleicht ist es ganz gut, dass nicht mehr auf dem Modul ist.

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