Nostalgic Anime Week: Devil Hunter Yohko

ava-1373Das Magical Girl Genre kommt und geht in Japan in wiederkehrenden Wellen. In den 60ern hatte es sein erste Popularitätshoch, dann später in den 90er dank Sailor Moon eine Widerauferstehung und seit dem neuen Millennium hat es sich erneut, aber gerade in Form von Moe-Anime, die sich mehr an Otakus denn Mädels richten, festgesetzt.

So, Yohko ist also ein ganz normales Teeny-Mädel, aber dann doch nicht, hat ihre Mutter eine seltsame Obsession damit, dass die 15-Jährige überfällig ist, ihre Jungfräulichkeit zu verlieren, während die sie rigoros trainierende Großmutter davon besessen ist, dass Yohko sie zu behalten hat. Das hat nämlich auch einen Grund, so sind sie die Nachfahren der Devilhunter, weswegen sich die weiblichen Nachfahren in Dämonenbekämpferinnen verwandeln, zumindest so lange, wie ihr Jungfernhäutchen beim 16. Geburtstag noch in Kraft ist, weswegen Yohkos Mutter auch nie zu einer wurde (erneut ist Yohko eine Serie, die allgemein sehr Fem-zentriert ist, gibt es abgesehen von Yohkos Love Interests doch quasi keine Männer zu sehen, alle Kämpfer sind weiblich, und Yohkos Familie besteht auch nur aus den drei Generationen an Frauen).

Damit klingt Yohko natürlich sehr Magical Girl, nur durch das Hinzufügen von eher typischen Horrorelementen, sexy Fanservice und Humor gar eventuell nach einer Parodie des Genres. Dies wäre etwas zu viel erwartet (und ist eher in Cutey Honey zu finden), was eventuell auch daran liegt, dass Yohko erschien, als das Genre kaum Präsenz hatte, das wiederbelebende Sailor Moon sollte erst 2 Jahre nach der ersten Yohko-OVA erscheinen. Klar gibt es Parallelen: Yohko hat eine Verwandlungssequenz, eine dämliche Ansprache und einen schrägen Haarschnitt, aber genau genommen erinnert mich die Serie eher an eine jugendfreie Version von La Blue Girl denn was man gerade seit Sailor Moon typisch für Magical Girl hält. So haben wir auch hier eben einen weiblichen Klan, die eher Ninja-mäßig gegen aufkommende Dämonen kämpfen, die Magical Girl Elemente sind eher gering und unwichtig. Auch der Humor, selbst in den späteren Folgen, die nach dem Aufkommen Sailor Moons entstanden, macht sich nie wirklich spezifisch über das Genre lustig.

Yohko ist übrigens nicht gerade zügig erschienen, sondern brachte quasi über 5 Jahre hinweg je eine OVA heraus (plus Yohko 4-ever, gehandelt als vierte Folge, aber „nur“ ein Music-Video-Special), wodurch die Handlung dann auch entsprechend unzusammenhängend ist. In der ersten OVA bekommt Yohko ihre Kräfte, aber danach gibt es quasi Einzelfilmchen zum Dämon des Tages. Alles sicher ganz nett, immerhin werden Action, Humor und Fanservice geboten, Yohko als Charakter ist ganz charmant (und beneidenswert, besitzt sie doch alle damaligen Videospielkonsolen), aber eben heutzutage nur „nett“. Wobei die Serie immerhin über die Jahre eine gewisse Aufwärtsspirale gemacht hat, so ist nämlich nicht nur die letzte Folge die bestanimierteste und begräbt das Standard-Charakterdesign der Vorgänger, sondern die beiden letzten OVAs sind auch erzählerisch besser, als die ersten drei.

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