Gamera vs Monster X

ava-1352Gamera vs. Monster X, auch bekannt als Gamera vs. Jiger, ist definitiv ein sehr flottes Unterfangen. Die Laufzeit beträgt gerade mal 75 Minuten, das Setup ist schnell über die Bühne gebracht: 1970 ist Expo in Japan und zu den Ausstellungen soll auch eine antike Statue gehören, die angeblich verflucht ist. Und kaum will man jene relokieren, bricht ein Vulkan aus und taucht das Monster Jiger auf. Knappe 15 Minuten im Film kloppen sich also die beiden Monster des Titels schon. Und anschließend sollen erst Mal keine 5 Minuten vergehen, ohne dass mindestens einer von beiden was platt macht.

Erst ungefähr zu Halbzeit nimmt der Film das wieder etwas zurück, wenn Jiger Gamera kurzzeitig ausgeschaltet hat und das übliche, unsinnige Forschergebrabbel rein kommt. Jiger hat also eine Parasiten in Gamera eingepflanzt und das Geräusch, welches die hohle Statue macht, kann zum Sieg über ihn führen. Also springen die zwei nervigen Kids in ein Mini-U-Boot, tauchen rein in Gamera, schalten den Parasiten aus, und schon können sich Gamera und Jiger wieder eins auf die Ohren geben.

Es ist also ein Film, der sicherlich dicht an Monster-Action ist. Ich bin ja immer ein Befürworter gewesen, diesen blöden B-Movie Monsterkloppereien von 100 Minuten gut 20 davon zu entfernen, weil gerade die häufig langen Szenen an sinnloser Hintergrundgeschichte und beteiligter menschlicher Charaktere keine Sau interessieren. Gamera vs. Monster X tut nun eben genau jenes. Ich sollte also wahrscheinlich zufrieden mit dem Ergebnis sein, sollte man meinen. So ganz bin ich es aber doch nicht. Mal ehrlich, hat irgendwer gedacht, ich könnte mal zufrieden mit was sein? Nein aber wirklich, ich mag schon, dass der Film so kurzweilig und schnörkellos ist. Aber es ist dennoch eben ein Gamera-Film. Die haben alle nicht ganz den Drive oder Epic der besseren Godzilla-Einträge, sondern wirken alle etwas wie der billige Abklatsch des populäreren Bruders. Und Gamera vs. Monster X sieht bisher tatsächlich von allen Filmen am billigsten aus – klar, ein gewisser Trash-Faktor gehört zu diesen Gummimonsterfilmen dazu, aber die hiesige Special-Effects-Show ist doch etwas ärmlich. Und natürlich gibt es auch weiterhin die schrecklichen Kids, die permanent von der Seitenlinie aus ihr „Gamera!“-Mantra schreien, dass man sie alle würgen will. Aber so weit, wie es die Gamera-Reihe anbelangt, ist der hiesige Eintrag einer der launigeren.

gamera1970

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