„He was in a movie like this?“-Weekend: Return to Horror High

ava-1271Return to Horror High war das Filmdebüt von niemand anderem als George Clooney, der die folgenden Jahre noch im unreleastem Grizzly II, Horrokomödie Return of the Killer Tomatoes und natürlich From Dusk till Dawn auftauchte, bevor er dem Genre den Rücken kehrte.

Das hier ist übrigens kein Sequel zu einem Horror High Massacre oder so, sondern kommt zu seinem Titel, da die Geschichte so geht: In jener High School gab es mal eine brutal Mordserie und nun ist dort ein Filmteam, um einen Horrofilm basierend auf dem autobiographischem Buch eines Überlebenden zu drehen. Also im Prinzip wie der Stab-Film, der im Scream-Universum existiert.

Die Sache nimmt sich dann tatsächlich nicht allzu ernst, sondern parodiert Horrofilmdrehs ordentlich. Wir haben den Kerl, der ständig neue Szenen noch während des Drehens einbauen will. Den ambitionierten Regisseur, der eigentlich Kunst drehen will. Den Geld- und Frauengeilen Produzenten, der mehr Blut und Titten haben und für die Schauspielerinnen, die ihm eine blasen, Szenen einräumen will. Der Schauspieler, der stattdessen eine Serienrolle angeboten bekommt und Mittdreh die Crew verlässt. Die Schauspielerin, die anprangert, dass die ganzen Gewalt- und die Vergewaltigungsszene die Zuschauer negativ beeinflussen. Die Polizistin, die die Überreste des gemordeten Drehteams findet, geilt das richtig auf und isst ständig Fast Food mit ihren Blutverschmierten Händen. Der Film nimmt sich also auch außerhalb des Films-im-Film nicht ernst.

Dadurch ist er natürlich auch gar nicht so sehr auf Gore aus, die brutaleren Sachen sind vom Outset her als Fake für den Film-im-Film zu sehen, die „realen“ Morde zeigen nie mehr als Blut. In einer der wenigen Mordszenen, die nicht bei einem Blinzeln schon vorrüber ist, bekommt jemand Nägel durch die Hände getrieben, was der Film aber beispielsweise gar nicht zeigt, sondern nur die aus der Unterseite des Tisches rauskommenden Endstücke.

Der jetzige Absatz ist übrigens total spoilernd. Es gibt sogar ein total abgedreht-unsinniges Twist-Ende, das die ganze Handlung in ein total verqueres Knäuel verwirrt. Kommt nämlich raus, dass die Morde an der Crew nur vorgetäuscht waren, um ihren Film zu promoten. Ein Mörder war aber dennoch unter ihnen und sie haben ihn zur Strecke gebracht und einen Keller voller Leichen gefunden. Der ist dann aber doch nicht tot, sondern plant sein Sequel. Dadurch müsste man für das ganze Setup natürlich so viel Suspension of Disbelief mitbringen, wie es die Weltbevölkerung zusammengerechnet nicht schaffen würde. Warum merkt die Polizei nicht, dass alle Leichen noch einen Puls haben? Dass Leichenteile nur Attrappen sind? Warum nimmt keiner in der Crew es ernst, dass die dort einen Mörder zur Strecke gebracht haben? Warum sehen wir die Morde an der Crew überhaupt, wenn die gar nicht passiert sind? Weil der eine Kerl dies so der Polizei erzählt?

Rundum, Return to Horror High macht von vorn bis hinten eigentlich überhaupt keinen Sinn und ist auch cheesy ohne Ende. Doch das funktioniert hier, weil es ist ja kein ernster Horror, sondern eine Horrorfilm-Parodie, die all die Klischees, die Unglaubwürdigkeiten des Genres im Speziellen, sowie das Chaos von Filmdrehs im Allgemeinen, ordentlich durch den Kakao zieht. Falls die ganzen Poster von Skelett-Chearleadern, die fröhlich ihre Pompoms schwingen, kein Indiz waren.

horrorhigh

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6 Kommentare

  1. Clooney is ne coole Sau, der kann in allem mitspielen und trotzdem seine Würde bewahren. Seltsam, aber es ist so. Wäre nett, ihn mal wieder in einem Tarantino-Streifen zu sehen.

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  2. Wie wär’s mit Depp?

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