Valentine

ava-1216Valentine ist ein Film mit einer turbulenten Entstehung. Teile des Originalcasts mussten ersetzt werden, Schauspieler hatten extrem limitierte Termine, um ihre Szenen zu filmen, die Todesszenen mussten nachträglich für eine annehmbarere Einstufung gekürzt werden. Regisseur Jamie Blanks (Urban Legend) hat sich sogar nachträglich für das Endprodukt entschuldigt. Na da haben wir ja wohl eine echte Perle erwischt, hmm?

Der Slasher beginnt dabei so generisch, wie möglich. Nerdiger Junge beim Schulball fordert mehrere Mädels zum Tanzen auf, die ihn alle ablehnen, und als er dann doch eine findet, endet das natürlich tragisch. Etwas Carrie-tragisch um genau zu sein – also für ihn, nicht so sehr mit dem ganzen Morden.

Nein, die kommen erst 13 Jahre später. Ironischerweise sind all die populären Mädels von damals immer noch Singles und auch ständig auf der Suche, jedoch finden sich unter Single-Männern anscheinend nur Nullnummern. Und dann werden sie nach und nach umgebracht.

Ich muss sagen, so wahnsinnig schlecht finde ich Valentine gar nicht mal. Er ist nur eben super generisch. Die Handlung ist super bekannt und auch wer das Final Girl sein wird, ist ziemlich schnell klar, weil nur zwei der Mädels entsprechende Szenen bekommen und eine davon die Nutte der Gruppe ist. Immerhin haben wir ein wenig Whodunnit, denn wir wissen zwar direkt vom Beginn her, wer der Mörder ist, doch nicht, wer er ist. Sprich es ist natürlich der gepeinigte Junge, doch nach 13 Jahren könnte der natürlich zu jedem Mann im Film herangereift sein. Wozu es natürlich hilft, dass alle männlichen Protagonisten irgendwie in einem schlechten Licht stehen. Leider schafft es der Film nicht so ganz, wirklich einem Bauplan, der Slasher etwas gibt, voll zu folgen. Wie gesagt ist es ein Whodunnit, jedoch kommen richtiges Rätselraten und Suspens nie so richtig auf. Die Morde sind auch kreativ in dem Sinne, als das sie die Ausrede widerspiegeln, mit der die Mädels seine Tanzaufforderung ablehnten, werden aber nie so richtig schön blutig. Was bleibt ist halt einfach etwas langweilig, wenn auch bei weitem eben nicht so schlecht, wie er häufig dargestellt wird.

Interessant vor allem ist, wie viel von Hollywoods B-Liste doch in diesem Film auftauchen. Da hätten wir TV-Star von David Boreanaz aus Angel/Bones; Katherine Heigl und Jessica Capshaw aus Grey’s Anatomy; Marley Shelton , deren Gesicht man sofort erkennt, aber nie den Finger drauf tun kann, woher; und nicht zu vergessen Denise Richards, die beinahe mal eine echte Filmkarriere gehabt hätte. Wenn man bedenkt, dass ursprünglich Tara Reid und Jennifer Love Hewitt für zwei jener Rollen vorgesehen waren, hätte man noch mehr „Ex Silver Screen“-Schauspielerinnen gehabt. Übrigens hat auch Hedy Burress hier eine Rolle, die einem als Schauspielerin nichts sagen muss, aber Final Fantasies Yuna ihre hölzerne Stimme leiht.

valentine2001

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