Let’s Play ~ The Mother Trilogy (3) – 12. Monkey Hero

ava-1211In Chapter 2: Thief Adventure spielen wir Duster, den Dieb mit dem Hinkebein, der mit Tritten kämpft. Welch besseres Kapitel, als dies, um die aufkommende Gier in der einst beschaulichen Mother-3-Welt zu thematisieren. Ein Nachbar hat Geld für seine Schweine bekommen und auch wenn er nicht wirklich was damit anzufangen weiß, wo es doch bisher eine auf Tausch und gegenseitige Hilfe aufgebaute Gesellschaft war, so ist ihm doch sofort klar, dies muss er verstecken, es gehört nur ihm. Es ist auch das obligatorische Zombie-Kapitel und selbst die erstehen wieder auf, weil sie nach mehr Leben gieren, statt sich damit zufriedenzugeben, dass ihre Zeit abgelaufen ist.

Unser Auftrag ist einen glänzenden Gegenstand aus dem Schloss zu stehlen. Mehr Anhaltspunkte haben wir darauf nicht was genau gemeint wäre. Hier bekommen wir übrigens auch die Sound Battles offiziell erklärt und den Tipp, dass sie bei schlafenden Gegnern einfacher sind (man hört dann deren Herzschlag – a.k.a die Musik an sich wird runter und der Beat hoch gedreht). Damit geht es tatsächlich marginal besser für mich, aber mehr auch nicht. Das Schloss ist echt Einsteigerfreundlich. Also nicht das die Gegner einfach wären, aber es hat eine Heilquelle und per Kamin kann von vielen Räumen ein schneller Rückzug zu jener begangen werden. Nicht, dass man in den Kapiteln ohne Geld sich nicht einfach Suizidbombern könnte.

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Einige Geister und ähnliche Gegner später, plus ein Bosskampf, der zunächst ganz human wirkt und dann in Super-Fuck-You-Mode geht, sobald man ihn geschwächt hat, finden wir den güldenen Spucknapf… der, wie sich zu Hause rausstellt, nicht ist, was wir holen sollten. Prüfung gefailed. Doch das Medaillon, welches wir aufgehoben haben, nachdem es ein Mädel fallen ließ, lässt Opa aufhorchen und mit uns ins Schloss zurückkehren. Das ist derweil unter Invasion der Schweine. Sofern man das so nennen kann, bei einem unbewohnten Schloss. Wobei, leben ja Geister hier, die sich auch alle in einem Raum zusammengepfercht verstecken, heh. Auf dem weiteren Weg, der durch einen beschämenden Tanz eröffnet wird, finden wir Prinzessin Kumatora, der erste PSI-begabte Mitstreiter, der sich uns im Spiel anschließt, und mit der die Kämpfe gleich eine Ecke erträglicher werden. Endlich beim Ei, das alle Geheimnisse in sich trägt, und welches unser eigentliches Ziel war, wäre Duster ein guter Dieb, der es erkannt hätte, fallen wir auch schon in eine Falle und müssen die Wasserschlange des Schlosses erledigen. Führt dazu, dass Opi und Prinzesschen angespült werden, Duster allerdings verschollen geht. Die Stadt ist derweil in Aufruhr, weil das versteckte Geld verschwunden ist. Kapitel beendet. Hmm, haben wir gar nicht rausgefunden, was das eine Flugschiff mit den Titten nachts abgeworfen hat.

Chapter 3: The Suspicious Peddler spielt hinter den Kulissen dessen, was das Dorf beeinflusst. Aus einem Schweineschiff in der Wüste entsteigt der fischige Händler mit seinem Affen, der gar nicht freiwillig mitkommt, sondern gezwungen wird dank Elektroschockhalsband und entführter Äffin. Das sind wir übrigens für dieses Kapitel, Salsa der Affe. Überraschenderweise ist der schwache, nutzlose Affe nicht das nervigste Kapitel, da sein Herrchen Fassad so ziemlich jede Runde angreift und ordentlich Schaden macht, während Salsa mit seinen Tricks die Gegner zum Lachen bringen kann, wodurch sie zwei oder drei Runden nicht zum Angreifen kommen.

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Nach einem Weg durch Wüste und unterirdischer Anlage kommen wir beim Friedhof zwischen Schloss und Dorf heraus. Stellt sich raus, es ist natürlich Fassad, der mit Geldsäcken um sich wirft und den aus dem Brunnen entwendet hat. Anschließend preist er vor der Bevölkerung seine Glücksschachtel an, denn egal wie harmonisch man bereits lebt, man kann doch immer noch glücklicher sein, man könnte doch immer noch mehr haben, das Gras ist woanders immer Grüner, oder nicht?

Und natürlich steht er auch mit den Schweinesoldaten in Verbindung, die auf der Suche nach dem Geheimni-Ei sind, was ja bekanntlich von Duster und dessen Team weggeschnappt wird. Die verhelfen Salsa dann sogar zur Flucht vor Fassad, was den Kampf gegen einen Panzer mit sich bringt. Umzingelt wird die kleine Heldentruppe von Lucas und seinem befreundeten Drago gerettet. Kapitel beendet, das Hauptspiel kann losgehen.

Ich muss sagen, ich fand Kapitel 2 echt ziemlich mau. Nicht nur passiert nichts von Interesse, sondern solange man noch alleine ist, was den Großteil des Kapitels ausmacht, sind die Kämpfe auch super nervig. Gerade Bosse können einen überraschend schnell in Grund und Boden stampfen für so früh im Spiel. Ich hatte keinen Spaß mit Mother 3 als Duster. Kein Wunder, dass ich damals nach den drei Einstiegskapiteln die Lust verloren hatte.

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2 Kommentare

  1. So, dies ist nun schon mein fünfter Anlauf, da ich ebenso das zweite Kapitel am schwächsten empfand und dementsprechend nur wenig dazu zu sagen habe, beziehungsweise im letzten Part habe ich mit Wess und Duster und deren Konstellation bereits viel Pulver verschossen.

    Zuvor jedoch noch eine Sache, die ich im ersten Part von EarthBound und jetzt Mother 3 vergessen habe (glaube ich zumindest). Im Benennungsbildschirm ertönt bei Bestätigung eines Namens die Phrase „OK desu ka?“, was soviel wie „Ist das in Ordnung?“ bedeutet und wie bereits erwähnt schon im zweiten Teil vorkam. Diese Phrase stammt von Itoi selbst und wurde während der Entwicklungsphase des zweiten Teil ohne sein Wissen aufgenomen und quasi als Easteregg im Spiel versteckt.

    Außerdem habe ich noch den Ursprung der Welt des Mother-Logos vergessen, bei dem es sich um eine gedrehte, abstrakte Abwandlung des Blue Marble-Fotos handelt (http://de.wikipedia.org/wiki/Blue_Marble), das beim letzten bemannten Flug zum Mond im Jahre 1972 geschossen wurde. Zur besseren Übersicht kannst du hier einen Vergleich finden: http://earthboundcentral.com/2010/08/the-world-is-mother/

    Das Schloss wurde im Endeffekt deswegen in die Spielwelt eingefügt, um dieser eine Vergangenheit zu verpassen. Etwas längst Vergangenes, ein zu erforschendes Relikt oder einfach nur ein Zeitzeuge… Itoi hatte die Erforschung des Gebäudes einmal in einem Interview mit der Ausgrabung eines Fossils verglichen. Jedenfalls wurde genau dieses scheinbar schon ewig bestehendes Symbol der alten Kulter extra im Weltuntergang noch einmal gezeigt – um die Vergänglichkeit zu demonstrieren.
    Ich mag das Schloss allerdings nicht so sehr, muss aber gestehen, dass die Geister und auch die Rope Snake ziemlich charmant sind und ich nicht missen möchte. Die „Lebensfreude“ der Geister ist schon fast Ironie, da sie so etwas wie ein Gegengewicht zu den leidenden Lebenden bilden. Hast du eigentlich die eingesperrten Geister in New Pork City wiederentdeckt? Das würde mich echt interessieren. :D
    Hast du auch im fünften Kapitel den optionalen Boss im Schloss besiegt? Von ihm kriegst du eine Waffe für Duster, mit der du dir das Leben erleichtern kannst.

    Obwohl Duster eine Beinbehinderung hat, kann er dennoch im Kampf ordentlich zutreten. Wie das möglich ist? Itoi hat einst erwähnt, dass er das den Spielern überlassen möchte. Genau wie einige andere Aspekte in der gesamten Reihe von ihm bewusst unerklärt und teilweise vage bleiben, um es ganz der Fantasie der Fans zu überlassen.

    Ach ja, hier kommt ja zum ersten Mal Kumatora zum Einsatz, die ich vom Dreiergespann noch am meisten mochte. Kumatora wurde einst als Waisenkind den Magypsies übergeben und von ihnen aufgezogen. Vermutungen seitens der Fans besagen, dass sie einst als eine Magypsy geplant war und im ursprünglichen Handlungsverlauf sterben sollte. Angeblich bestätigen es ein paar der Screenshots und einige unbenutzte Sprites, doch ich bin trotz der Plausiblität ein wenig skeptisch.
    Wie auch immer, auch hier erlebt man die Liebe zum Detail, denn bevor sie Wess und Duster erkannte, attackierte sie die beiden mittels PK Freeze. Wenn sie schlussendlich ins Team kommt, wird man Verlust ihrer PP erkennen und die Höhe des Verlustes gleicht sich genau dem eines PK Freeze an. Auf was man nicht alles achtet?

    Apropos Beta-Material: Bereits im letzten Beitrag habe ich von zwei Musikstücken berichtet, die zusammen mit dem gecancelten Material veröffentlicht wurden, jedoch habe ich nur eins genannt, da das zweite Stück in veränderter Form im zweiten Kapitel zum Einsatz kommt. Die vom N64 stammende Variante (http://www.you(stillhatin)tube.com/watch?v=y3hkfdr8usE) und eine unbenutze Beta-Version auf dem Modul (http://www.you(stillhatin)tube.com/watch?v=odxc0XTa4DI) gleichen sich sehr. Die im Spiel verwendete Variante (http://www.you(stillhatin)tube.com/watch?v=7lALLyn6YsQ) hört sich auch sehr ähnlich an, wurde aber um einige Nuancen und Zusatzmelodien ergänzt.

    Was gibt es sonst noch zum Kapitel zu sagen…? Nun, in den oberen Geschossen trifft man ja auf diese Besen, die den Spieler direkt zur Mülltonne teleportieren. Im ersten Durchlauf habe ich diese Dinger ziemlich verabscheut, da ich in meiner Dummheit und Gier viele Male zurückgeschickt wurde. Die Besen haben aber auch eine merkwürdige Hitbox, aber das kann vielleicht auch nur ein Irrtum meinerseits sein.

    Nintendo ist ja bereits für die Cameos untereinander bekannt. Eine der bekanntesten Beispiele dürfte die Super Mario-Bilderwand aus Ocarina of Time sein. Ein anderes, sehr überbordendes Beispiel ist ja Links Awakening mit seinen Anspielungen auf Kirby. Super Mario, Sim City und Kaeru no Tame ni Kame wa Naru, wie du ja sicherlich schon weißt. (Letzteres würde ich sehr gerne mal spielen, da Links Awakening quasi von dem Spiel inspiriert wurde. Eine Fantranslation ist ja endlich vor kurzer Zeit erschienen, konnte aber bisher noch nicht die dazugehörige Rom ausmachen. :( Ach ja, in Kaeru […] hat Itoi auch einen Gastauftritt.) Bei der Mother-Reihe ist es nicht anders und speziell Kirby und EarthBound geben sich oft gegenseitig die Klinke in die Hand (http://www.you(meh)tube.com/watch?v=XtwpQV7avh8). Auch nicht ganz unpopulär ist die Anspielung auf den Vorgänger Mother in der Game Boy Kamera (http://www.you(huh)tube.com/watch?v=JJ7VuVx5oZs) und nicht zuletzt gibt es noch das nur in Japan und den Vereinigten Staaten erschienene Kappas Trail, das wie Mother 3 ebenso von Brownie Brown entwickelt wurde und dementsprechend viele Anspielungen auf den dritten Teil hat, wie etwa die Oxygen Machines. Zuletzt wäre noch Spirit Tracks zu nennen, in dem die Schlangenpeitsche der Rope Snake verdächtig ähnlich sieht und auch fast dieselben Funktionen übernimmt.

    Ich finde deine leichten Interpretationsansätze/Gedankenanstöße ziemlich gut, da es den Anschein von Überlegungen zu machen scheint. Ich finde insbesondere die Zuteilung des zweiten Kapitels zu der Gier-Thematik äußerst interessant und muss zugeben, dass ich es passend finde, aber selbst bisher noch nicht auf diese Weise betrachtet habe. Unterschiedliche Ansichten lassen eben doch andere Perspektiven zu. Ebenso kann man auch das dritte Kapitel einer Thematik zuordnen: Die Abhängigkeit – hier in jeglicher Form gemeint.

    Besonders offensichtlich ist dies in der Form die Happy Boxes, die laut Itoi weder Fernseher noch Computer darstellen sollen. Über diese Gerätschaften manipulieren die Pigmasks die Bewohner und unterziehen diese einer Gehirnwäsche. Gleichzeitig macht es auch abhängig, was man besonders deutlich an einigen Bewohnern sehen konnte. Natürlich soll das eine Kritik auf dem Medienkonsum und Medien im Zusammenhang mit ihrem Einfluss sein, deren Manipulation durch vermittelte Inhalte und der Werbung bis heute aktuell ist und vielleicht sogar noch größere Maße angenommen hat.

    Dann gibt es da noch Fassad… Eine überaus gehässige Persönlichkeit, der andere Wesen aus purer Freude und Erheiterung andere erniedrigt und quält. Dazu braucht er weder Motiv noch einen Anlass dazu und genau das macht ihn natürlich gefährlich. Dagegen ist Salsa aber auch von ihm abhängig und braucht ihn in den Kämpfen, da er sich allein ohne Hilfe kaum seiner Haut erwehren kann. Zudem hängt von Fassad auch das Schicksal der Freundin ab und egal wie viele Quälereien Salsa über sich ergehen lassen muss, sollte er dennoch seine Befehle ausführen. Wenn ich mich recht entsinne, hat jemand diese Konstellation einst der mit einem cholerischen Chef und eines Angestellten verglichen. Letzterer muss sich fügen, da ihm sonst die Aussichten genommen werden und somit macht er sich vom Beruf und dem Einkommen und nicht zuletzt vom Chef abhängig. Soweit meine Gedanken zu der Beziehung zwischen Fassad und Salsa.

    Jetzt aber direkt etwas zum Kapitel. In der Wüste gibt es einen Mistkäfer, der, sofern man Dung bei sich trägt, Erfahrungspunkte gibt. Alternativ kann man – sofern ich mich jetzt nicht irre – auch den Dung im Menü benutzen und Salsa schmiert sich versehentlich seine Pfoten mit dem Zeug ein. Ein paar der Dungbällchen erhält man übrigens nicht nur von den Gegnern selbst, sondern können auch relativ viel in einer Sackgasse gefunden werden.

    Übrigens kann man sich während der Lieferung frei im Dorf bewegen und auch die Geschenkboxen in der östlich gelegenen Höhle einsammeln. Macht man das nicht, werden die Geschenke auch ohne des Zutun des Affen geleert sein.
    Ganz im Gegensatz hat das Zeitlimit keine Auswirkungen. Zwar werden die gebrauchten Minuten gezählt, jedoch wird Fassad den Affen in jeder Hinsicht mit einem Stromschlag bestrafen.

    Zuletzt noch kurz zum zweiten Bosskampf im dritten Kapitel, bei dem kurz danach der Drago von Lucas gerufen wird. Rufen ist nämlich ein interessantes Stichwort, denn ich glaube, das in der N64 auftauchende Kampfkommando „Call“ sollte eventuell die ursprüngliche Form dieser Aktion sein und anhand der nicht gerade wenigen Bilder, auf denen Lucas auf einen Drago reitet, sprechen für sich – sind aber lediglich Spekulationen.

    Insgeamt hat mir jedenfalls das dritte Kapitel gefallen und war im Gegensatz zum zweiten auch wichtig, um die Figur Fassad einzuführen und zu zeigen, was die Veränderungen im Dorf vorantreibt.
    Jedenfalls entschuldige die Verzögerung und ich hoffe, ich werde beim nächsten Teil nicht mehr so lange brauchen.

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    • Um ehrlich zu sein habe ich immer, ohne mir den Planeten im Logo wirklich genau anzusehen, einfach angenommen, dass das die Erde sein muss, so im Zusammenhang mit Mother/Earthbound :D

      Die Geister habe ich leider nicht erneut gefunden, dafür aber den aufgepeppten Dirigenten für die Waffe besiegt. Mit einem Team ist er dann ja netterweise nicht mehr so nervig, wie mit Duster alleine. Warum der trotz lahmen Bein mit Karatekicks angreift, hab ich mir übrigens nie wirklich Gedanken drüber gemacht, sondern als kleiner Joke von Itoi angesehen. Man muss ja nicht unbedingt jedes Element der Reihe auf der Goldwage auseinander nehmen, bis man eine große Erklärung parrat hat :D

      Vor den Besen hab ich einfach einen Savestate gesetzt ;P Bin aber auch beim zweiten Anlauf der Marke „Augen zu und durch“ schon durch gewesen. Netterweise sind es ja zumindest nicht so viele Besen, wenn auch ihre zufälligen Bewegungsmuster sie etwas schwer zu umgehen machen.

      Von Kaeru no Tame ni Kame wa Naru hab ich damals, als die Fantranslation fertig wurde, auch den Vergleich zu Link’s Awakening gehört. Aber auch nie gespielt. Vielleicht ja mal in einem GameBoy Obscurities.

      Die Rope Snake ist mir ja überraschend ans Herz gewachsen über den Spielverlauf.

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