Let’s Play ~ The Mother Trilogy (2) – 09. Pyramid Intruder

ava-1205Oasenstadt bedeutet natürlich, dass eine Wüste mit Pyramiden und der Sphinx, zu der wir sollen, nicht weit sein kann. Ist dem dann auch so. Nach all den Labyrinthen ist die sogar erstaunlich geradlinig, immer schön einfach nach rechts durchgegangen, Boss vermöbelt, Plot Items eingesammelt und auf der anderen Seite der Wüste wieder raugekommen, wo uns Poo erst Mal gepflegt wieder weggenommen wird. Na der Auftritt hat mal nicht lang gedauert.

Hier drüben hockt ein Ghibli-esquer Bergtitan rum, in den wir einfach mal reingehen. Ich muss sagen, ich mag das Dungeon, auch wenn es mehr Laufen denn wirklich was machen ist. Wegen der ganzen witzigen Schilder, die dort aufgestellt sind und gern mal RPG-Klischees hinterfragen oder allgemein einfach nur keck sind. Sind wir hier fertig, folgt uns das Ungetüm. Wer sich jetzt auf eine ähnliche Einlage wie zum Ende von Mother freut, ist aber fehl am Platz, kaum am Ende der Wüste angelangt, kann der auch schon wieder nicht weiter und nach 2 Spielminuten lassen wir ihn zurück, klauen uns aber noch sein U-Boot.

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Nächste Reisestation ist ein waschechtes Dungeon, welches zu spaßen aufgehört hat. Durch den Sumpf geht es, der uns konstant HP abzieht (erneut erinnert mich das eher an 8bit-RPGs wie Lavahöhlen in frühen Final Fantasies oder Gifthöhlen in frühen Dragon Quests) und die Gegner hier haben auch einen ordentlichen Wumms drauf, zudem gibt’s nen Boss (nach dem sich Poo wieder anschließt – hammas bald mal mit dem hin und her Earthbound?) und danach durchaus noch ein Stückchen durch Sumpf und Normalogegner zu schlagen, bevor wir in der nächsten Siedlung ankommen. Die ist bevölkert von grünen Männchen, die aber zu schüchtern sind, um mit uns zu reden. Nüdlich.

Der Aufbau von Earthbound ist schon recht interessant. Normalerweise ist’s in RPGs häufig so, dass man eine Region betritt, die dort nötigen Dinge erledigt und dann weiter zieht, um dies in der nächsten Region zu wiederholen. Eher selten muss für den Hauptplot in ein voriges Gebiet zurückgekehrt werden, weil es dort unerledigte Sachen gibt. Daran hält sich selbst das erste Mother weitestgehend. Bei Earthbound hingegen muss ständig zwischen neuen und bekannten Lokalitäten gewechselt werden, um weiterzukommen.

So kehren wir nämlich nun zum wiederholten Male nach Winters zurück, da wir endlich den Gegenstand haben, der uns das Dungeon im Steinzirkel betreten lässt. Wie bei so vielem in Earthbound gibt es gleich ein Mother-Dej-ja-vu, gelangen wir doch in eine Fabrik/Forschungsanstalt, die voller Starmen ist. Wie gehabt können die ganz schön gefährlich werden, wenn sie denn wollen, und diese in der Serie so beliebten Gegner, die aufs Besiegen hin einen Suizidbomber geben, sind so spät im Spiel natürlich auch nicht wegzudenken. Immerhin trifft man bei Earthbound häufig nicht mehr große Gegnertruppen an, da jeder sichtbare Gegner hier tatsächlich nur für einen Gegner steht, denn wie in vielen anderen solcher Spiele eine Gruppe repräsentieren zu können. Klar laufen an manchen Stellen davon mehrere rum und wenn man in einen Kampf verwickelt wird, haben die noch so ein paar Sekunden, hinzuzustoßen, aber häufig sind Gegnergruppen wenn überhaupt existent nicht so groß. Auch hier finden wir übrigens NPCs hinter Glas in Flüssigkeit eingelegt. Ist der Boss besiegt, erfahren wir, dass das „Buch um Schüchternheit zu überwinden“ in unserer Heimatstadt und somit dem Start des Spieles in der Bibliothek steht.

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Und damit geht es nun zurück in unsere zuletzt neuentdeckte Region, um mit dem die schüchternen, grünen Dinger zum Reden zu bringen. Nachdem Kommunikation nun möglich ist, lassen die uns ins Dungeon unter ihrem Dorf. Hat ja hier eigentlich jedes Völkchen seine Niederlassung direkt auf oder neben einem Monsterinfiziertem Ort gegründet? Wegen der niedrigen Landpreise?

Hier drin gibt es zwei sehr verschiedene Arten von Gegnern. Die extrem einfachen Fobbies, deren Angriffe eigentlich nie treffen, was mich etwas ob der Chance bangen lässt, dass sie es vielleicht doch irgendwann mal tun und dann OHKOen oder so, und alle anderen Gegner, die nerviger Dreck sind. Am Ende gibt es die siebte Melodie, bei einer Höhle voller Leuchtpunkte, die auf einer Wand in großer Reklame Ness Gedanken widerzugeben beginnt. Seltsam. Anschließend springen wir in ein Loch und statt wie so häufig vor dem Sanctuary-Dungeon rauszukommen, landen wir in einer neuen, höchst seltsamen Welt.

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2 Kommentare

  1. Diesmal habe ich nicht ganz so viel zu sagen. Das liegt einerseits an fehlendem Hintergrundwissen, andererseits liegt es auch daran, dass ich mich kaum noch an diesen Abschnitt erinnern kann.
    Ich mochte den Dungeon Man auch und ich finde seine Entwicklung durchaus bemerkenswert, da man ihn auch vorher als ganz normaler Mensch antreffen kann. Ich kenne den Ort leider nicht mehr, bin mir aber sicher, es fand relativ früh im Spiel statt. Was man nicht alles vergisst? Das gelbe U-Boot ist natürlich eine Anspielung auf das berühmt-berüchtigte Yellow Submarine von den Beatles. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    Der Sumpf zieht nur Hp ab, sobald die Charaktere ersticken können. Da dies an den meisten Stellen der Fall ist, sollte klar sein, dass die Charaktere echt verdammt klein sein müssen. Ein kleines Easteregg erhält man übrigens nach dem Endkampf gegen Giygas, denn nach der Ablieferung von Paula kann man das Fahrrad wieder benutzen und sobald man im Sumpf versinkt, verändert sich in diesem Fall die Hintergrundmelodie und das Klingeln des Fahrrads ein wenig. Nur mal so am Rande.

    Die Tendas heißen in der japanischen Sprache Gummies, was eine Anspielung auf unser gutes, altes Kaugummi sein soll. )Deshalb wollten die Charaktere im dazugehörigen Manga die Tendas essen.) Man hat es durch das Wortspiel „Tenda“ ersetzt, was sowohl „liebevoll“, „Empfindlich“ als auch „zart“ (im Sinne vom zarten, weichem Fleisch) bedeuten soll.
    In der englischen Version erhält man das Tendakraut, das angeblich übelriechend ist. In gewisser Hinsicht verständlich, aber in der japanischen Version ist von der Frucht Durian die Rede (in dem Fall aber die fiktivie Gumy Durian), die in Wirklichkeit auch durch ihren Geruch Übelkeit verursachen, aber überaus wohlschmeckend sein soll. Vielleicht wollte man hier eine Anspielung auf die deutsche Sprache (Sauerkraut) einfügen oder die Frucht ist schlichtweg zu unbekannt.
    Das Buch „Overcoming Shyness“ existiert übrigens wirklich und erschien tatsächlich nicht viele Jahre zuvor für den amerikanischen Markt (http://www.amazon.com/Overcoming-Shyness-M-Blaine-Smith/dp/0830816305/ref=sr_1_6?ie=UTF8&s=books&qid=1274316211&sr=8-6). Vielleicht erlangte es damals eine gewisse Popularität, aber aufgrund von fehlenden Verbindungen zu den Vereinigten Staaten kann ich leider nichts weiter dazu sagen.

    In der Untergrundbasis kann man von bestimmten Gegnern bei einer Chance von 1/128 die einzige und daher beste Waffe für Poo ergattern. Das sogenannte „Sword of Kings“ spielt dabei auf die Arthur-Legende an und erlangte innerhalb der EarthBound-Community Ruhm, denn viele Fans sind bereits an der Besorgung der Waffe verzweifelt.^^

    Ebenso gilt das für die angesprochenen Fobbies, die für ihre Schwäche außerordentlich berühmtgeworden sind. Teilweise werden diese sogar als Maskottchen behandelt, wie es bei Dragon Quest die Schleime sind (in meinen Augen eher unberechtigt). Sie treten in großen Gruppen auf und werden erst nach einer Weile im Kampf halbwegs gefährlich, da sie plötzlich die Konzentration zu haben scheinen. Jedenfalls gibt es ein namentlich ähnliches Fan Projekt, für das ich mich eher noch nicht so wirklich interessieren konnte. Ich verlinke aber trotzdem die Seite: http://fobbiesareborange.com/

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    • Ob das real existente Buch wirklich berühmt ist, ist glaub ich weniger von Relevanz. So Persönlichkeits-Ratgeber gibt es ja wie Sand am Meer und da kann genauso gut jemand nur zufällig den Titel mal im Hinterkopf gehabt haben. Vielleicht sogar kosmischer Zufall sein.

      Das Sword of Kings hab ich sogar zu bekommen versucht, aber letztendlich nicht bekommen und bin dann hoffnungslos überlevelt weitergezogen. Schon komisch, dass man das nicht irgendwo in einer besser versteckten Truhe findet, wie den Rest von Poos Kings Equip.

      Den Dungeon Man trifft man in Winters, wo man durch eines seiner Probedungeons geht, wenn man zum ersten Mal dort ist. Daran hab ich mich erst im nachhinein erinnert, weil… tja, halbes Jahr dazwischen und so, gell? :D

      Ich muss sagen, nach dem Sieg über Giygas bin ich nicht noch groß durch die Welt gewandert, um mich von den NPCs lobpreisen zu lassen. Mach ich bei Dragon Quest auch nie.

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