Let’s Play ~ The Mother Trilogy (2) – 07. Gold Fever

ava-1202Threed ist eine Spukstadt, in der die BGM verzerrt, wo es permanent Nacht ist, und wo die Bewohner ähnlich wie in Mother ein Zombie-Problem haben. Beim Investigieren von jenem kommen Ness und Paula selbst in Probleme, werden sie doch von Spukgestalten ausgeknockt und weggesperrt. Zum Glück kann Paula ja telepathisch kommunizieren und klingelt einfach mal schnell im Kopf von Jeff vorbei, der unser nächstes Party-Mitglied wird. Der muss erst mal bis nach Threed kommen, ist er doch in einem Internat in Winters, aus dem er ausbricht (wozu er einen Schlüssel braucht, der die Spinde aufschließt, welcher allerdings verbogen ist, weswegen sein Freund ihm mal schnell eine „Spindöffnungs-für-den-Fall-von-verbogenen-Schlüsseln“-Maschine baut). Netter Kerl, kommt aber nicht mit, sondern stattdessen ein Affe. Random. Jeff startet – Ihr habt’s erraten – auf Level 1. Jeff kennt keine PSI. Macht die tollen Schmetterlinge ziemlich nutzlos. Eine kurze Strecke inklusive Ritt auf sagenumwobenen Seemonster Tessie später und Jeff kommt zu seinem Wissenschaftler-Vater, der ihm ein UFO gibt, mit dem Jeff prompt in Threed bruchlandet und damit Paula und Ness befreit. Dreier-Gruppe erhalten.

Die Zombies werden wir los, in dem wir einfach auf sie getrimmtes Fliegenpapier auslegen, an dem sie alle kleben bleiben. Womit Threed aber noch nicht ganz befreit ist, da die Kotzhaufen noch besiegt werden müssen. Was nach einem Tipp aber auch nicht mehr so wahnsinnig schwer ist. Doch zuerst in dessen Versteck kommen, das wirklich versteckt liegt. Beim nahegelegenen Saturn Valley treffen wir auf komische Kopffüßler, die alle Mr. Saturn heißen und uns den Tipp geben, hinterm Wasserfall zu schauen und bei der Passwortabfrage, wo wir eh keines wählen können, einfach mal 3 Minuten still rumzustehen. Ja, ohne den direkten Tipp wäre ich da wohl auch nicht drauf gekommen. Das Versteck ist übrigens ein guter Grinding-Ort, da die dortigen Floppy-Gegner gegen wenig Wiederstand viel EXP abwerfen und es sogar einen Raum gibt, in dem Schmetterlinge spawnen. Der große Kotzhaufen-Boss ist wie gesagt super einfach, wenn man den Tipp bekommen hat, dass er Fly Honey mag. Jenen in der ersten Runde genutzt und er wird für den Rest des Kampfes zu sehr damit beschäftigt sein, um anzugreifen. Nach dem Sieg hinterlässt er uns noch die Nachricht, dass Gyigas als nächstes in Fourside sein Unwesen treiben wird, also ist das wohl die nächste Station auf der Reise. Zumindest, nachdem wir uns hier noch eine weitere Melodie abgeholt haben.

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Übrigens hat Ness nun zum ersten Mal „Heimweh“ bekommen. Das ist eine Statusveränderung, die ihn immer mal wieder nicht agieren lässt und damit geheilt wird, dass er beim nächsten Telefon seine Mutter anruft. Eigentlich echt niedlich, hätte vielleicht nicht ganz so random sein müssen. Wenn’s mitten in einem längeren Dungeon oder kurz vor einem Boss passiert, ist das wahrscheinlich weniger charmant.

Wo wir bei realistischen, aber doch leicht nervigen Statusveränderungen sind. Der Weg nach Fourside führt durch die Wüste, in der wir einen Sonnenstich bekommen können vom bloßen Rumlaufen. Auch schön, die Suizidbomber, die beim Besiegen einem um die Ohren fliegen und zwei von drei Charakteren damit umnieten (hier kommt die Slot-HP-Anzeige endlich zum Zuge, die Viecher nämlich am Ende umgebracht und der Kampf ist zu Ende, bevor der komplette Schaden runtergerattert ist). Im Ausgleich kriechen hier Raupen rum, die zehn Mal so viel EXP gegenüber den anderen Kämpfen geben aber abzuhauen versuchen. Also die hiesigen Metallschleime – nur einfacher zu erwischen. Ein wenig durch die Hitze gelatscht und dabei Gold von einem NPC versprochen bekommen, der prompt spurlos verschwindet, kommen wir durch einen Tunnel in Fourside an. Klimatische Veränderungen in RPGs sind immer so abrupt, liegt die Stadt doch voll im Grünen. Übrigens sieht man hier mal wieder, wie viel Liebe zum Detail in den Mothers trotz des schlichten Grafikstils steckt, wenn beispielsweise die Charakter in der Wüste schwitzen und die Brücke über den Fluss einen Schatten wirft, der sich sogar bewegt.

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In der Stadt greift mich erst Mal ein durchgedrehtes Taxi an. Hohum, und ich dachte MegaTen wäre das einzige JRPG, in denen ich Taxis verdresche. So kann man sich täuschen. Bisher gibt es hier aber noch nichts zu tun, außer sich eine Show der wieder in Bedrängnis geratenen Runaway Five anzuschauen. Diesmal schulden sie dem Veranstalter eine ganze Million. Netterweise gibt der uns den Tipp, in der Wüste noch mal nach Gold zu schauen, falls wir die wirklich rausboxen wollen. Dahin zurückgekehrt ist die Goldmine tatsächlich endlich eröffnet und prompt von Monstern überrannt. Anstatt selbst nach Gold zu suchen sollen wir aber nur jene loswerden. Genau genommen fünf besonders große Miniboss-Maulwürfe, da die anderen eh alle respawnen. Ist das auch erledigt, wird die Goldsuche wieder aufgenommen mit dem erneuten Versprechen, dass wir einen Anteil bekommen. Noch nicht richtig zurück in Fourside kommt allerdings die schlechte Nachricht, dass es kein Gold in der Mine gibt. Dafür wird uns aber ein Diamant aufs Auge gedrückt. Na ja, zur Not. Der ist dann auch genug, um die Runaway Five aus ihrem Vertrag zu kaufen.

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6 Kommentare

  1. Ich habe es schon einmal erwähnt, aber ich habe den Abschnitt in Threed und dem Saturn Valley gehasst. Man wird nicht nur auf ein relativ kleines Areal eingesperrt, sondern muss sich auch gleich mit den ätzenden Viechern rumschlagen. Damals bin ich jedenfalls nicht gerade selten in Bedrängnis geraten. Vor allen Dingen, da ich das mit dem Wasserfall nicht so wirklich gewusst habe und erst einmal sämtliche Möglichkeiten absuchte, ehe ich endlich in die Lösung geschaut habe.

    Den Abstecher in Winters habe ich dagegen genossen. Irgendwie mochte ich den Abschnitt des Spiels, da er das Geschehen ein wenig auflockerte. Wusstest du, dass Tony homosexuell ist? Itoi hatte dies bereits in einem Interview erwähnt. Außerdem wird das auch im Spiel auf eine indirekte Art und Weise deutlich. Nur so zur Information.

    Ach ja, hast du in der Wüste die Kontaktlinsen und die Sesamkörner gefunden? Anscheinend nicht und das ist schade, denn da hast du wirklich etwas verpasst.^^ Angesichts der Gegner in der Wüste ist es wiederum auch verständlich.

    Ahja, die Detailverliebtheit mochte ich auch sehr an der Mother-Reihe, wobei mir das erst in Mother 3 so wirklich bewusst geworden ist. Ich freue mich jedenfalls schon auf dein Let´s Play zu Mother 3 – sofern du es vorhast, natürlich.

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    • Das wusste ich nicht und hab es auch nicht gechecked. Dann wiederum hab ichs bei den entsprechenden Charakteren in Nier und Persona 2 auch nicht mitbekommen :D Verdammt, dabei hätte ich den Eintrag „The Ballad of Gay Tony“ nennen können.

      Find es allerdings schon nett, dass es noch Gamedesigner gibt, die entsprechende Charaktere einbauen und das, ohne sie als Hard Gay Comic Relief zu benutzen sondern… halt ganz normale Charaktere, die sich nicht drüber definieren, bei denen man es sogar übersehen kann.

      In der Wüste bin ich absolut nicht explorieren gegangen, wenn ich ehrlich sein soll. Alles, wo man hin muss, ist ja zum Glück in Straßennähe. Ich glaub so ab Wüste/Fourside wurden die Gegner allgemein langsam kontinuierlich nerviger.

      Mother 3, so wie ich mich kenne, wird wohl noch kommen. Aber wohl erstmal nicht in unmittelbarer Nähe ans Ende von Earthbound. Oder doch, bin ja bekannt sprunghaft.

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      • Ein ähnliches Konzept wandte Itoi auch bei den Magypsies in Mother 3 an. Magypsies sind Wesen, die sich selbst weder als männlich, noch weiblich kennzeichnen würden. Quasi ein Querverweis zur klassischen Geschlechterindentität, die in manchen Augen veraltet ist.

        Außerdem sagt er noch folgendes zu den Magypsies:

        „It’s because the world in the game is so macho. The good guys in the game are strong and they fight. The same goes for the bad guys. So in other words, it’s set up so that might equals right. „Power is Beautiful.“ And amid all of that, there are these non-men yet non-women people who have already gone so far as to accept their fate of death. If these characters really existed… I would want people who play MOTHER 3 not to act hostile towards them. I would want them to have fun together in a world they both share.“

      • Jetzt habe ich schon versehentlich abgeschickt. Ich bin ein Held. -.-

        Was ich aber noch hinzufügen wollte: Gerade das mag ich an der Reihe so gern. Es bietet eine Vielfalt an Charaktere, ohne gleich ein Klischee bedienen zu müssen oder es stumpf mit dem Holzhammer zu vermitteln. Das wird selbst an den Endgegnern deutlich, die oberflächlich natürlich böse sind, aber eine eigentlich eher tragische Hintergrundgeschichte besitzen, die sogar zum Teil in den Spielen geschieht. Das geht jedoch seh subtil vonstatten, sodass es nicht allzu sehr aufffällt. Aber auch die NPCs besitzen Facetten, was besonders in Mother 3 bei den Dorfbewohnern deutlich. Dies merkt man aber wirklich nur, wenn man sie anspricht und auf ihre Eigenheiten achtet. Aber auch allgemein die Gesellschaftskritk stellt sich nur selten in den Vordergrund, was auch wieder hier Mother 3 ziemlich gut vorführt und dürfte nur aufmerksamen Spielern wirklich auffallen. Wenn es dich interessiert und du irgendwann Mother 3 durchgespielt hast, kann ich dir gerne einen Artikel verlinken, der diese Aspekte besser und genauer als ich erklären kann.

      • Apropos Mother-Theoretiker, kennst die Artikel von Pitchfork auf socksmakepeoplesexy.net?

        http://socksmakepeoplesexy.net/index.php?a=profile-Pitchfork

        Hab sie selbst zwar noch nicht gelesen, aber die zu Final Fantasy, Kain und Chrono waren höchst interessant.

  2. Wow, also WOW! Kann man bei mir in Anbetracht dessen überhaupt noch von einer Wall of Text reden?^^ Werde ich mir bei Gelegenheit durchlesen. Vielen Dank für den Tipp!

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