Alien Week – Resurrection

ava-1183Man sollte meinen, Fincher hätte seinem Alien³ diese ziemliche Finalität gegeben, damit niemand mehr nach einem weiteren Film verlangen kann. Oder zumindest nach keinem weiteren Teil mit Ripley, immerhin wollte Sigourney Weaver auch nicht ihren Charakter wiederaufleben lassen. Doch Alien ist nun mal eine SciFi-Franchise und so kann man die Alte halt einfach klonen. Sogar mit Alien-Embryo noch in ihr drin gleich mit, irgendwie.

Denn die Kuriosität der Wissenschaft hat auch 200 Jahre nach Alien³ nicht nachgelassen und so wollen weiterhin Leute die Viecher erforschen. Nur das sie diesmal ihre Hände auch an jene bekommen, so mit Ripley post mortem nicht mehr wirklich mit Eingreifmöglichkeiten. Deren Klon lassen sie – ganz großer Fehler, aber das ist das Alien-Kloning sowieso auch gewesen – am Leben. Und Ripley ist jetzt übrigens ganz offiziell eine Superheldin, denn ihr Genpol hat sich mit dem des Aliens gemixt und so hat sie ganz pwnige Superkräfte, wann immer das Skript nach welchen verlangt und einen mentalen Link zu den Aliens sowieso.

Was nun folgt ist ein weiterer Cast an Charakteren rund um Ripley, die auf einem Raumschiff den Fluchtweg zu finden versuchen, während immer mal wieder ein Alien aus einem Luftschacht springt und dem einen oder anderen unter ihnen das Licht ausbläst, bis Ripley am Ende mit Hilfe ihrer neuen Azubiene die Viecher dann in die Luft jagt.

Das Übliche halt, nicht?

Es ist immer schlecht, seinen Film Resurrection zu nennen. Abgesehen davon, dass er super generisch ist – wenigstens hat er hier einen Bezug zur Handlung – lässt man die Türe weit offen für Gespött, wenn man der Serie den Todesstoß damit versetzt. Ich find ihn dann auch den schwächsten Teil der Reihe. Ich weiß noch nicht mal ganz genau, warum. Sicher, ein paar Einfälle sind irgendwo blöde und das Ding wirkt nie so richtig fokussiert, irgendwie konnte er mein Interesse einfach nicht so halten. Liegt vielleicht daran, dass der Schreibstil von Joss Whedon, dem wir das hiesige Drehbuch zu verdanken haben, nicht so gut mit der Franchise funktioniert. Die ersten drei Teile haben ein gewisses Feeling, das distinkt zur Reihe gehört, und welches hier nicht aufkommen will. Die Charaktere, die Handlungseinfälle, die Jokes, alles wirkt so… nicht-Alien. Vielleicht hat die Regie auch ihren Teil dazu beigetragen. Jean-Pierre Jeunet bringt einen identifizierbaren, doch französisch wirkenden, Stil in den Film, er mag mit Delicatessen, Die Stadt der verlorenen Kinder oder Die fabelhafte Welt der Amelie gefeierte Filme geschaffen haben, doch sind das alles eben Mal definitiv keine SciFi-Action-Streifen und der Stil lies mich eher dran denken, hier im Pilot zu einer francokanadischen TV-Serie gelandet zu sein.

Ne, der Funke sprang einfach nicht so richtig über.

alien4

Vorheriger Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

Ein Kommentar

  1. Alien: Ressurection fand ich kurzweiliger als Teil 3, aber halt auch strunzdumm. Die Cast neben Ripley war schreiend dämlich, und Ripley selbst hatte leider auch nicht mehr die Klasse, die sie noch in den letzten Teilen hatte. Ein netter Flick, wenn man nicht viel nachdenken will, und wenn man auch nur einen Gedanken in die Motiviationen der Charaktere investiert, schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen.

    Antworten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: