Alien Week – Alien

ava-1180Ich war nie ein großer SciFi-Fan beim Aufwachsen, weswegen ich bis vor kurzem eben auch nie die großen Franchises wie Star Trek oder Star Wars geschaut habe. Stargate mochte ich – zu Beginn zumindest (dem damit geholfen ist, dass ich mich eine Zeit lang fürs Alte Ägypten interessiert habe), und Babylon 5, aber ansonsten konnte man mir damit ziemlich fern bleiben. Die Alien-Filme hingegen habe ich alle mal zum einen oder anderen Zeitpunkt geschaut. Wahrscheinlich, weil sie mehr Horrorfilme sind, die halt im Weltraum spielen.

Die Besatzung eines Raumschiffes ist recht desorientiert, als sie aus dem Kälteschlaf erwachen, jedoch noch weit von ihrer Heimat entfernt sind. Stellt sich heraus, ihr Navi hat einen Hilferuf aufgeschnappt und dementsprechend einen kleinen Abstecher in ihrer Rückflugsroute eingebaut, damit sie dem nachgehen können. Kaum ist ein Teil der Crew weg, wird auch noch klar, dass es sich wohl nicht um ein SOS- sondern Warnsignal handelt.

Im Prinzip ist Alien tatsächlich ein Haunted House Plot, bei dem eine Gruppe Charaktere mit einem Monster in einer Lokalität eingesperrt werden. Hier sogar mit einem ganz prächtigen Grund, warum sie derer nicht entfliehen können, so als Raumschiff mitten im O²-losen Weltall weit ab jeglicher Zivilisation. Ich mein, die haben ja sogar eine verdammte Katze dabei, die für zwei oder drei Jump Scares sorgt, dem Genre-Klischee schlechthin.

Es ist auch echt ein verdammt guter Film. Sehr minimalistisch gehalten eben, überschaubare Crew, eine Lokalität (fast, den kurzen Abstecher um das Alien aufzugabeln ausgenommen) und das Alien gibt es kaum zu sehen. Was keine so üble Idee ist, in den wenigen Auseinandersetzungen – die auch kurz gehalten sind – merkt man nämlich schnell, dass das Vieh wohl nicht so beweglich ist. Stattdessen gibt es viel Atmosphäre. Lange Kamerafahrten, einsame Korridore, mental auseinanderfallende Gruppenmitglieder, nur kurze Shots aufs Alien. Nicht zu vergessen natürlich das tolle Design. Das Raumschiff irgendwo zwischen 2001 und Hellraiser, Alien und das andere Schiff mit dem gewohnt spektakulären Giger-Design. Dazu dann noch der eklige Body Horror, mit den Face Huggern, die einem ins Gesicht springen und die Eier den Hals runter legen, bis dann irgendwann das Babyalien aus der Bauchdecke rausbricht. Gigers Designs sind ja bekanntermaßen gern sexuell angehaucht und das nutzt der Film für sich. Auch nicht uninteressant die Rollenauswahl, wo der Held am Ende mal eine Frau ist (und nicht im Slasher-mäßgen Last Girl Sinne) und die meisten Opfer Männer sind.

Ich fand es tatsächlich sehr spannend und atmosphärisch, gerade das Finale ist Nervenaufreibend. Allerdings, die Katze find ich eine seltsame Entscheidung. Warum ist die jedem so wichtig? Warum ist die überhaupt auf dem Schiff? Frei rumlaufend in den tiefsten Tiefen davon sogar. Und warum geht Ripley zurück, um das Vieh zu retten? Die wirkt einfach etwas deplaziert in einem ansonsten so feingetunten Film. Gut, ein paar Szenenschnitte sind etwas abgehackt, was aber gut daran liegen könnte, dass ich den „Director’s Cut“ gesehen habe, der 5 Minuten an Material hinzufügt, die Ridley Scott damals fürs Kinorelease rausschnitt, dafür aber 5 Minuten zur Straffung aus anderen Szenen entfernt.

alien1

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5 Kommentare

  1. Schau nicht Prometheus, schau nicht Prometheus!!!

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  2. Drollig. Gerade vor einem halben Jahr hatte ich selbst meine Alien Week. Nicht im Blog, aber halt privat daheim. Und der erste ist immer noch der beste. Ich hab im vorigen Jahr dann HR Gigers Ausstellung gesehen, und die hatten dort einen extra Raum für die Alien Kreatur. Gibt dem ganzen noch einen extra Kick wenn man sieht, wie das ganze ursprünglich entstanden ist. Die Handschrift von Giger ist nämlich unverkennbar im Film.

    Kommen die Alien vs. Predators auch?

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    • Das Kostüm ist auch ziemlich groß, nicht? Ich glaub irgendwo mal gelesen zu haben, der Kerl, ders trug war über 2m oder so.

      AVP passiert demnächst auch, ja.

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  3. Die Giger Designs sind wirklich toll, hatte die auch in der Ausstellung gesehen. Schade, dass der Film, in dem sie zum Einsatz kommen, so langweilig ist. Hatte den ersten Alien zum ersten Mal after the fact gesehen und hatte mir irgendwie mehr Spannung erhofft. Da mich zu der Zeit Drehbücher interessiert haben hatte ich vorher zufällig das Skript dazu gelesen, und da ging’s wesentlich mehr ab.

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