Pixar Sunday – Brave

ava-1174Nach einer kleinen Pause, da ich ihn nicht direkt im Anschluss an die eigentlichen Thementage sehen konnte, kommen wir nun also schnell diesjährig doch noch wieder auf Pixar zurück, mit dem aktuellen, da dieses Jahr in den Kinos gewesenen, Film Brave.

Merida ist die Prinzessin eines schottischen Klans in Old Timey Times. Bedeutet im Klartext: Als Frau ist sie nichts wert, abgesehen davon, sie mit einer guten Drittpartei verheiratet zu bekommen. Das nervt den aufbrausenden Rotschopf natürlich gewaltig, streift sie doch lieber durch die Wälder und übt das Bogenschießen, statt von ihrer Mutter mit höfischer Etikette auf ein Leben als gute Königin vorbereitet zu werden. Die wiederum verzweifelt natürlich an ihrer undamenhaften Tochter.

Die Situation eskaliert, als tatsächlich drei Jungs anderer Klans zu einem Turnier um die Hand von Merida eingeladen werden. Doch dank einer Flucht in einen Steinkreis und dem Folgen von Will-o-Whisps kommt sie bei einer Hexe an, die ihr einen Trank zur Lösung ihres Problems mit der engstirnigen Mutter verkauft. Nur eröffnet der ganz neue Probleme, verwandelt er doch die Mutter in einen Bären.

Eh, Brave… ein schweres Ding. Es ist keiner von Pixars besten Filme, aber auch keiner ihrer schlechten. Irgendwie so ganz nett, nehm ich mal an. Ich mochte das Setting und die Optik in den schottischen Highlands. Auch Merida als Hauptcharakter ist ganz charmant. Er ist ganz witzig und rasant. Aber er hat Probleme in der Handlung – es ist einer von Pixars klischeehaftesten und vorhersehbarsten Einträgen – und vor allem in ihrer Struktur. Nach dem Anfang, der die Grundlagen setzt und vor dem zugegeben ziemlich tollen Finale, also so ziemlich im kompletten Mittelteil, wirkt der Film einfach so ein wenig verloren. Es passieren so einige Dinge, aber so richtig viel bei rum kommt nie, und dann ist man plötzlich überrascht, dass schon über eine Stunde rum ist und sich alles fürs Finale zusammenzuziehen beginnt. Auch hat der Film starke Probleme damit, wichtige Dinge, die nicht direkt mit der Mutter-Tochter-Beziehung zu tun haben, wirklich ins Rampenlicht zu bringen. Der andere Bär, Mor’Du, oder die Irrlichter tauchen zwar mehrmals auf und haben signifikante Bedeutung was den Fluch angeht, doch wirken sie nie wirklich prominent, sondern sind einfach irgendwie immer mal wieder da und dann wieder eine Weile nicht.

pixar13

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