Captain America

ava-1163Bevor ich wieder von was Glitzerndem abgelenkt werde, schnell noch den letzten Lead-up-Film zu The Avengers geschaut, Captain America: The First Avenger. Hat dann ja lang genug gedauert, Thor war vor einem Jahr (plus).

Es ist der Zweite Weltkrieg und wie ein guter Amerikaner würde Steve Rogers so gern für sein Vaterland gegen die bösen Nazis kämpfen. Das Problem ist nur, dass er ein schwächlicher Hänfling mit Asthma ist und somit ausgemustert wird – alle vier Male, die er es unter falscher ID neu probiert. Doch aller guten Dinge sind fünf und da erbarmt sich seine Feenpatin in Form eines deutschen Exilwissenschaftlers, der ihn ob seines reinen Herzens in ein Projekt zur Erschaffung eines Supersoldatens bringt. Captain Amerika ist geboren, doch durch die Sabotage der bösen Nazis können jetzt keine weiteren mehr folgen. Statt also der erste in einer Armee an Elitesoldaten wird Captain Amerika stattdessen zum Show Act zur Motivierung des Volkes und der Truppen.

Derweil ist Red Skull, der Anführer des Nazi-Forschungstrupps Hydra, drauf und dran seine Weltherrschaftspläne zu realisieren. Er selbst war sogar der erste Versuch des frisch verstorbenen Wissenschaftlers, was aber nicht ganz so hübsche Folgen getragen hat, wie für Steve.

Captain America: The First Avenger ist… ganz nett und nicht viel mehr. Es ist ein kompetent gemachter Film. Ordentlich geschauspielert. Viel rasante Action. Ein wenig Charakterstudie, wenn auch wirklich nicht viel. Dabei muss man es dem Film zugutehalten, dass er Captain America, dadurch, dass er halt zunächst so ein Losertyp ist, zumindest etwas interessant wird. Denn wahrlich find ich grundsätzlich den amerikanischen Vorzeige-Captain, ähnlich wie Superman, eben etwas langweilig, weil sie keine dunkle Vergangenheit oder Charakterkriese haben, ihnen irgendwo die Kanten fehlen, sondern sie halt die perfekten Traumtypen inklusive Superkräfte sind. Der Retro-Look ist auch gefällig. Sogar etwas verspielt ist der Film, mit dem einen oder anderen witzigen Kommentar, Nods an andere Filme und Captain Amerika sogar das blöde Comickostüm als Show Akt tragen zu lassen, bevor er später im richtigen Einsatz etwas angezogen bekommt, was auch ein realer, nicht-gezeichneter Mann anhaben kann, ohne allzu seltsam auszusehen.

Aber eben so wirklich ganz gehyped werden kann ich nicht. Dafür ist der Film dann doch etwas zu Standard, will trotz genug Bombast nicht ganz das Staunen aufkommen. Ist dabei zuzuschauen, wie der All-American-(Super-)Guy gegen ausgelutschte Ze Evil Nazi-Germanz antritt, doch eben etwas zu gewöhnlich. Und der Film mit seinen 2 Stunden 5 Minuten (mit Credits) eine halbe zu lang. Das ist überhaupt ein Problem, welches ich mit vielen dieser Superheldenstreifen habe. Die scheinen sich auf eine Spielzeit von 1:50 zu 2 Stunden als Standard eingependelt zu haben, ohne dass die Origins-Story häufig wirklich so viel Zeit zu rechtfertigen scheint und meist gut 20 Minuten weniger einen kurzweiligeren Film entstehen lassen würde. Und gerade Captain Americas Entstehungsgeschichte ist eine, die eben nicht viel her gibt – das in der zweiten Stunde mit massig Action aufzufüllen hält halt auch nur so lang bei Stange.

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