Snow White, Round Three

ava-1157Wenn Schneewittchen 200 Jahre alt wird, ist es mit zwei Hollywood-Blockbustern natürlich noch nicht getan. So gibt es beispielsweise noch einen spanischen Film, einen Direct-to-DVD Horrorfilm und wo wir schon bei trashigen Direct-to-DVDs sind – überraschen sollte es eigentlich nicht, springen sie mit ihren Mockbustern doch auf jeden Trend schnell auf – eine Version von unser aller geliebten Asylum, denen wir so Schmankerl wie Sharktopus oder die Mega Monster zu verdanken haben.

Gesehen haben sie anscheinend den Trailer zu Snow White and the Huntsman (das Asylum-Schneewittchen ist das erste, welches released wurde), denn auch diese Version geht stark Richtung „ich wär so gern Herr der Ringe“. Sprich in die Richtung High Fantasy („Epic“ kann man die hiesige Version schlecht bezeichnen).

Vor langer, langer Zeit ist ein Stern vom Himmel gefallen und hat ein magisches Licht hervorgebracht. Aus jenem wiederum sind die magischen Rassen der Elfen und Drachen entstanden (der Film nennt sie Riesenechsen, aber abgesehen davon, dass sie nicht fliegen oder Feuer spucken, sind’s Drachen). Die böse Königin nun will jene Macht der Flamme für sich und nebenbei, um weiterhin die Schönste zu sein und damit der Prinz sie heiratet, auch das dreist-hübschere Schneewittchen (die eher wie eine Alice aussieht) los werden. Die aber landet bei den Elfen und zieht mit einer Armee von jenen, die gut ein ganzes Dutzend zählen mag, gegen die Dutzendschaft an Schlosswachen, um ihr Reich zurückerobern zu können.

Überraschend ist zunächst, dass Grimm’s Snow White (hätte man gleich Asylum’s Snow White nennen sollen, was hat das schon noch mit dem Grimm-Märchen zu tun) ziemlich undoof ist. Hier bekommt man tatsächlich die Vibes, dass jemand zumindest halbwegs was auf die Beine stellen wollte. Die Sache mit den Filmen von Asylum und warum sie so schlecht sind, ist nämlich nicht mal unbedingt wegen dem Magerbudget oder weil sie schrecklich dämlich sind, nein die Filme sind einfach so unglaublich halbherzig gemacht, so eine faule Angelegenheit. Grimm’s Snow White bringt da etwas mehr Ambition mit, will gar kein blöder Trash sein, sondern ernst genommen werden.

Leider funktioniert er aber dennoch nicht, sondern ist auch hier mal wieder schreckliche Langeweile vorprogrammiert. Einfach weil er so enorm Standard ist. Die nicht ganz so Budget-gesegnete Uminterpretation eines bekannten Stoffes mag zunächst noch an TV-Miniserien a la Tin Man und Alice erinnern, doch Asylums Film fehlt es da einfach an wirklicher Kreativität. Dies hier ist alles so ein Fantasy-Einheitsbrei, so absolut nur Altbekanntes zeigend, dass man schnell jegliches Interesse verliert. Witz und Charme gibt es nicht. Ein Budget auch nicht, ist aber (fast) nie wenigstens billig-unfreiwillig-komisch. Episch sowieso nicht. Grimm’s Snow White ist irgendwie so mal… gar nichts wirklich.

grimmsnow

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