Pixar Sunday – Cars

Lightning McQueen ist ein begnadeter Neuling auf dem Gebiet der Autorennen und gerade dabei seinen lang gehegten Traum zu erfüllen, der erste Neuling zu sein, der je den berühmten Piston Cup gewann. Nur gewinnt er nicht. Er verliert auch nicht. Nein, obwohl er den Sieg schon fast in der Tasche hat, führt sein rücksichtsloses und auf niemand hörendes Verhalten, wegen dem ihm schon mehrmals sein Team absprang, dazu, dass ihm zwei Reifen platzen und er doch zeitgleich mit zwei anderen – dem langjährigen Gewinner und dem ewigen Zweiten – über die Ziellinie schießt. Also wird ein Rematch zwischen den Dreien anberaumt.

Auf dem Weg nach Kalifornien, wo jenes stattfinden soll, fällt Lightning allerdings aus dem Transporttruck und landet mitten im Nirgendwo, in einem abgeschiedenen Hinterwäldler-Städtchen an der alten Route 66. Wo er auch direkt dafür verantwortlich ist, dass deren eh ramponierte Straße noch mehr Schaden nimmt. Dadurch wird er dazu verurteilt, sie zu reparieren, dabei hat er es doch eilig, zum Rematch zu kommen, statt hier die Landdussels zu bespaßen.

„Fun“ Fact: Einer der Synchronsprecher des Filmes (im O-Ton, that is) hat hier seine letzte Sprechrolle, bevor er ironischerweise bei einem Autounfall verstarb.

Cars hat einen denkbar undankbaren Nachteil bei mir, schon direkt von Anfang an gesehen. Wo Monsters Inc. und Finding Nemo nämlich einen Vorteil hatten, da ich mich immer für Fische und Gruselgestalten begeistern konnte, hat Cars gleich mehrere Strikes. Ich hab absolut kein Verständnis von oder Interesse für Autos. Die müssen mich von Punkt A nach Punkt B bringen und gern noch für kalte/heiße Tage eine Klimaanlage mitbringen, und der Rest an dem Ding ist mir egal. Ich kann noch nicht mal wirklich die Marke oder das Modell bestimmen, von den Vehikeln, die an mir vorbei fahren. Ich habe mich nie für Autorennen interessiert. Und allgemein ist diese Sport-Story vom begnadeten aber überheblichen Neuling, dem der Kopf gewaschen werden muss, mir nie so gelegen.

Von daher ist es wohl ein ganzes Stück weit vorauszusehen, dass Cars für mich bisher der schwächste Pixar war, einfach weil ich das Grundinteresse an Welt, Thematik und Genre nicht mitbringe. Zumal ich den Film diesmal besonders Kreativitätsbankrott fand. The Incredibles mal ausgenommen, waren die bisher sicherlich alle nicht mit enormen Sprüngen in dem Bereich gesegnet, sondern häufig bekannte Handlungskonstrukte mit gewohnten Klischees und Charakterzeichnungen. Jedoch normalerweise auf eine wesentlich charmantere, pfiffigere Art und Weise, bei dem das dann nicht ins Gewicht fällt. Cars ist schon allein deswegen auch eine Ecke langweiliger, weil hier alles so unbesonders wirkt, das gewisse Etwas dem Film fehlt, um ihn über die extreme Standardhandlung und Klischeecharaktere und –situationen hinweg zu helfen. Oh sicher, es gibt noch hier und da eine niedliche kleine Szene oder ein Gag, der ein wenig schmunzeln lässt, aber es ist doch weniger, als in den früheren Werken des Studios.

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5 Kommentare

  1. Ich kann Cars nicht ausstehen beziehungsweise finde ich den Film ziemlich langweilig bis nervig, da auch keine der Charaktere mir wirklich zusagen möchte. Zusammen mit dem Nachfolger und „Himmel und Huhn“ gehört er zur Sparte der Animationsfilme, die wohl nie wirklich in meine Sammlung wandern werden. Immerhin konnte ich durch eine Fernsehwiederholung meine eigene Meinung bilden und kann somit den Film zu den Akten liegen.
    Ich hege – ebenso wie du – überhaupt kein Interesse an Autos, deren Mechanik und dem ganzen Gehabe der Statussymbolik um diese Transportmöglichkeiten und das wird sich wohl auch nie ändern. Auch nerve ich andere Personen mit meinem Unwissen und der Unkenntnis über Marken, Baumodelle und Vergleichbares, weshalb ich wohl immer ein Augenrollen bei solchen Themen kassieren werde.^^
    Ich schweife ab – wie immer.

    Jedenfalls habe ich mich schon damals bei dem Nemo-Eintrag gefragt, ob du dich für Fische und Aquarien interessierst und hier hast du die Antwort geliefert. Besitzt du denn ein Aquarium mit Fischen?

    Antworten
    • Ich hatte als Kind bis ins Teenageralter immer ein Aquarium, danach dann aber nicht mehr. Heutzutage geb ich mich damit zufrieden, durch virtuelles Unterwasserpanorama in Everblue, Endless Ocean oder Aquanaut’s Holiday zu streifen :D

      Antworten
      • Oh mein Gott, gab es ein Massaker mit Guppys und der Nachbarskatze? Oder verlor sich irgendwann die Lust?

        Es merkt man jedenfalls den Beiträgen mit Fischen an, dass du dich mal dafür interessiert hast beziehungsweise interessierst. Apropos: Welches Spiel kannst du mir eigentlich von den genannten am ehesten empfehlen?

      • Ich war einfach ein fauler Teenager und so Fische müssen ja gefüttert und sauber gehalten werden :D Mir verging da einfach die Lust dran.

        Endless Ocean 2 ist der Beste davon. In den Everblues geht es mehr darum, Schätze zu bergen, die Fische sind nur Tapete drumherum. Endless Ocean 1 ist vielleicht etwas zu relaxed, gibt es doch eher wenig zu machen, außer eben Fische einzutragen. Endless Ocean 2 ist da ein netter Kompromiss aus beidem. Außerdem sieht es ab hüschesten aus, was natürlich auch was ausmacht.

        Ach übrigens, dan mal eine dicke Schau-Empfehlung für dich, falls du es noch nicht kennst. Die BBC-Doku The Blue Planet:
        http://tsuki.no.yume.myblog.de/tsuki.no.yume/art/8394800/-470-Deep-Blue-Sea

  2. … und dann starben sie einen elendigen Hungertod. :P

    Vielen, vielen Dank für den Tipp! :D Ich liebe Dokumentationen und diese kannte ich in dem Fall noch nicht. Auf der Liste wurde die zugehörige DVD vermerkt und es wird sicherlich nicht mehr lange dauern, bis sie in meine Sammlung wandern wird.

    Endless Ocean 2 wurde auch auf der Liste vermerkt – bisher stand nur der erste Teil drauf, der aber durch seinen Nachfolger ersetzt wurde.

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