Garden of Sinners – Oblivion Recorder

Azaka ist die jüngere Schwester von Kokutou, und schon ewig in ihren Bruder verliebt. Das macht sie natürlich nicht gerade zu einem Fan von Shiki. Außerdem ist sie ein Magus-Lehrling unter Touko und geht auf ein entsprechendes Internat. Dort hat vor einiger Zeit ein Mädchen Selbstmord begangen, nachdem sie schrie, die Elfen würde kommen. Und eben jene Elfen soll Azaka nun investigieren. Da sie die nicht sehen kann, hat Touko ihr ausgerechnet Shiki zur Hilfe gestellt, die das kann. Und natürlich, weil es Touko amüsiert.

Stellt sich heraus, dass Schülersprecherin Ouji die Elfen kontrolliert und sie dazu nutzt, um die Erinnerungen der Klasse 1-4 zu stehlen, in der Kaori war, weil sie mit ihr befreundet war und diese Selbstmord-Schande nicht stehen lassen kann. Außerdem will sie die Mitschüler bestrafen, weil sie der deutlich dahinschwindenden Kaori nicht geholfen haben.

Stellt sich letztendlich aber raus, dass natürlich doch wieder alles ganz anders ist. Und zwar ist einer der Lehrer, Kurogiri, ein mächtiger Magus, der auch God’s Word genannt wird, da seine Worte eine absolute Sugestivkraft beinhalten. Sprich: Was er sagt, das erscheint einem auch so. Kaori hat den Lehrer Hayama damals beim Drogenkonsum überrascht, woraufhin er sie einfach auch abhängig gemacht hat. Die schwindende Erscheinung der beiden war also durch die Drogen, nicht durch irgendwelche Elfen. Und die haben die beiden auch in die Illusionen und zum Selbstmord getrieben. Oujis Erinnerung ist die, die eigentlich zuerst gestohlen wurde, ersetzt durch die nette Geschichte, die ihrer Rache einen Kanal gibt. Warum Kurogiri das macht? Einfach nur für seine eigene Unterhaltung. Eigentlich wurde er nämlich von Magus Souren nach Japan geholt, damit er die geraubte Erinnerung Shikis wieder hervorholt.

Nach den Credits dann sehen wir, wie ein junger Kerl einen anderen umbringt und dann frisst, anschließend von Souren Besuch bekommt.

Und nach einem rasanten fünften Film kommt Garden of Sinners im Pre-Finale erst mal wieder auf die Bremsspur. Das ganze Geschehen im Film ist im Prinzip relativ irrelevant, abgesehen vom wahren Grund, warum Kurogiri überhaupt da ist. Eben um uns zu sagen, dass Shikis partielle Amnesie eben nicht aus Plot Convenience existiert, wie in so vielen Anime, sondern tatsächlich von jemandem forciert wurde.

Überhaupt fühlt mach sich – von der After Credits Szene mal abgesehen – nicht so wirklich, wie in einem Garden of Sinners. Oblivion Recorder dreht sich also um Nebencharakter Azaka und wie sie in einem Magische-Mädchen-Internat einem Geheimnis auf die Schliche kommt. Selbst Shiki wirkt hier fast schon out of character, so nett, wie sie zu Azaka ist und was sie sich alles von ihr gefallen lässt. Azaka benimmt sich dann auch wie ein Moe-Stereotyp, statt wie ein echter Mensch oder die mysteriös-verklärten Restfiguren, die man aus der Reihe kennt.

Sprich Oblivion Recorder ist das Odd Duckling der Reihe. Irgendwie anders, irgendwie komisch. Nicht mal so wahnsinnig schlecht, wirkt es halt einfach etwas deplatziert, gerade so kurz vorm großen Finale und direkt hinter den Ereignissen von Paradox Spiral. Dabei ist es chronologisch hier sogar richtig, spielt der 60-Minüter doch im Januar 1999, also zwei Monate nach Paradox Spiral.

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