Pixar Sunday – A Bug’s Life

Auch A Bug’s Life habe ich bisher nie gesehen, Ende der 90er, Anfang des neuen Millenniums war mein Interesse für westliche Animation, besondere Disney, eh nicht da und frühe CG-Animation fand ich sowieso nicht so attraktiv, stattdessen steckte ich mitten im Anime-Boom. Was ich aber dann doch, keine Ahnung mehr wie wann und warum, gesehen hatte, war Antz. Das war ja noch die Zeit, wo Dreamworks gerne ein The Asylum gespielt hat, und thematisch ähnliche Filme drehte, allerdings gern etwas früher in die Lichtspielhäuser brachte, um etwas Publikum abgraben zu können. Ist ja egal, so viel hat das alles mit A Bug’s Life auch nicht direkt zu tun, aber irgendwie muss ich den Text etwas gestreckt bekommen.

Hauptprotagonist ist Flik, eine Ameise. Allerdings eine a Besondere unter den Hunderten gleicher der Kolonie, schaut er doch über den Tellerrand des monotonen Lebens hinweg und macht die eine oder andere Erfindung, deren Idee eigentlich wirklich den Ablauf der Kolonie verbessern könnte, wäre er nicht auch so schusselig, dass immer was schieflaufen würde, weswegen sie natürlich von den anderen Ameisen wieder abgeschossen werden. Das Ameisenvölkchen lebt übrigens im Schatten der Grashüpfer, die am Ende jeden Sommers vorbeikommen und einen für sie zusammengetragenen Vorrat an Essen erwarten, um sie über den Winter zu bringen. Und natürlich bedeuten Vorrat plus Flik, dass er ganz aus Versehen jenen zerstört, just in dem Moment, als die Grashüpfer auf Kontrolle vorbei kommen.

Die sind natürlich aufgebracht, schüchtern die Ameisen etwas ein, und wollen nun doppelte Ration, was eigentlich nicht machbar ist, zumal die Ameisen ja auch für den eigenen Vorrat sorgen müssten. Doch Flik hat die Idee einfach mal die Kolonie zu verlassen – was keine Ameise je machen würde – und nach größeren Insekten zu suchen, die für sie die Grashüpfer bekämpfen. Alle schicken ihn los, damit er nicht noch mehr kaputt machen kann und überraschend kommt er doch tatsächlich mit Kriegern zurück. Dummerweise ist das ein Missverständnis, denn die sind nur Zirkusartisten.

Zu A Bug’s Life habe ich ähnliche Gefühle, wie zum ersten Toy Story: Er ist ein niedlicher, netter, hier mal ganz charmanter, hier mal leicht witziger, harmloser Film, den man sich ansehen kann, aber der jetzt auch nicht großes Kino wäre. Mit viel Disney-Moral a la „glaube an dich selbst“ und „steh für dein Recht ein“ und „gemeinsam sind wir stark“ und so; mit dem einen oder anderen Witz oder Szene, die für Disney (der damaligen Zeit) schon fast zu schwarzhumorig sind, wie die neurotische Ameisenkönigin-in-Spe oder dem Tod des Grashüpferoberfutzis, der an knuffige, launig chirpende Vogelkinder verfüttert wird; und mit einem echt langen Ende. Erneut würde ich sagen, dass die finale halbe Stunde der beste Part des Filmes ist, weil am rasantesten, aber man wird drei Mal denken, dass er jetzt rum ist, bevor er auch wirklich endlich geendet hat.

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2 Kommentare

  1. Neben Toy Story 1 & 2 ist das der einzige Pixar, den ich auf Videokassette besitze. Leider habe ich ihn schon seit Ewigkeiten nicht mehr ansehen können, aber bald kaufe ich den Film auf DVD – sofern Geld wieder ins Haus flattert.
    Dann werde ich auch mehr schreiben können.

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  2. Ich hatte diesen Film zuerst gesehen und war von Antz danach damals maßlos enttäuscht. Man merkt, dass Pixar in vielen Belangen einfach mehr Liebe in ihre Filme steckt, mal abgesehen von Dreamweorks Shreck, der aber auch im Laufe der Reihe abgenommen hat.
    Jedenfalls fand ich Das Große Krabbeln einen tollen Film mit brillantem Witz und ehrlich gesagt schaue ich ihn aufgrund der Atmosphäre sogar einen Tick lieber als Toy Story.

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