Let’s Play ~ The Mother Trilogy (2) – 06. Mole Mania

Wow, wie benutzerfreundlich doch einige Dinge in EarthBound sind. Im Shop neues Equip gekauft wird nicht nur wie häufig in RPGs gefragt, ob man es direkt ausrüsten will, sondern ganz untypisch auch gezeigt, wenn man es tut, wie sich die Stats verändert haben und gefragt, ob man das alte direkt verkaufen will. Sollte sich Dragon Quest mal zurück-abschauen von der Serie. Außerdem: Schwache Gegner berühren führt zum Insta-Win, statt erst noch durch den einfachen Kampf klicken zu müssen (sie gehen einem teilweise beim Backtracking dann auch aus dem Weg). Herrlich. Nebenbei tauchen auch (random) immer mal wieder Schmetterlinge in den Kampfarealen auf, die die PP komplett heilen. Ich nehm aber mal an, dies wird bald aufhören.

So, wir waren ja auf dem Weg zum ersten Heiligtum, dessen Höhlendungeon und Boss auch schnell durchschritten sind, wir beim Big-Foot-Abdruck ankommen und die erste Melodie lernen. Bei der nächsten Übernachtung meldet sich Paula telepathisch, hat aber nich wirklich was zu sagen. Dafür haben wir uns mit dem Betreten des Heiligtums Ärger mit der lokalen Polizei angelacht. Betreten verboten und so und Japaner sind nun mal sehr penibel. Nach der Standpauke greifen die uns auf die Frage hin, ob wir denn in die Nachbarstadt dürfen, erst Mal an. Stärketest und so, nach 4 Polizisten und ihrem Captain ist die Erlaubnis des Ortswechsels erteilt. Im Hotel in Twoson spielt eine BGM, von der ich schwöre, dass sie (fast) identisch zur Lobby-BGM in Flower, Sun, and Rain ist. Außerdem können wir ein Fahrrad kaufen, mit dem wir zwar schneller voran kommen, aber natürlich nicht in Häusern, Dungeons oder als Gruppe mit fahren dürfen. Wird seine Nützlichkeit also wahrscheinlich demnächst verlieren. Erinnert direkt ein wenig an Pokemon, wahrscheinlich weil Pokemon und Mother auch diverse DQsche Grundelemente beinhalten und der Grafikstil sich leicht ähnelt.

Denn das hier ist die Heimatstadt von Paula, die wir aber zunächst von ihren Entführern befreien müssen. Die hiesigen Gegner sind übrigens Pflanzen, wobei die Pilze recht nervig sind, da sie einen manchmal besporen. Das ist im Prinzip Verwirrung wie in anderen RPGs, nur das man im Kampf nicht random handelt, sondern eben die Richtungstasten beim Laufen außerhalb neu interpretiert werden. Und das, solange man noch besport ist, alle paar Sekunden. Super nervig. Durchs nächste Gebiet kommen wir ins Happy Happy Village, wo Paula gefangen gehalten wird. Und zwar von Kultisten, die die Welt blau färben wollen. Unser nutzloser Freund vom Spielbeginn, der aus der dysfunktionalen Nachbarfamilie, ist auch hier und hat sich jenen angeschlossen. Kultführer wie üblich mit Gewalt wieder brav gemacht und schon ist mit Paula der nächste Charakter rekrutiert. Hat dann ja zum Glück doch nicht so lang gedauert. Vor allem, wo wir jetzt ein weiteres Inventar bekommen. Ja, ich beschwer mich häufiger drüber, aber begrenzte Inventare kann ich absolut nich ab, gerade in einem 16bit RPG von 1994 hat das nix mehr zu suchen – besonders wenn Key Items und Equip auch noch dort drin landen. Auch das Paula auf Level 1 beginnt ist überraschend archaisch für das sonst häufig eher Benutzerfreundlichkeit lehnende EarthBound.

Dafür hat Paula zunächst einen Teddy dabei, der anscheinend alle an sich gerichteten Angriffe abfängt… und dann irgendwann zu Asche zerfällt. Awww…

Bevor wir nun aber nach Twoson zurückkehren, haben wir hier in der anderen Höhle noch etwas zu erledigen, ist sie doch das zweite Heiligtum, wo wir – diesmal bei kleinen Abdrücken, statt gigantischen – die zweite Melodie erlangen. In Twoson verabschieden wir uns von Paulas Eltern, die so nett sind, ihrer Tochter ohne große Umstände die Sache mit der Schicksalsauswahl zur Weltrettung zu glauben und mit uns gehen zu lassen. Außerdem stecken wir schnell noch einen Ersatz-Teddy ein, rufen endlich Ness Muter an, wodurch wir die Durchwahl für den Escargo Express bekommen, dank dem wir überflüssige Items zu seiner Schwester schicken können, statt wie in Mother immer selbst dorthin latschen zu müssen. Dann noch der sechsköpfigen Band Runaway Five geholfen und wir haben eine Mitfahrtgelegenheit in die nächste Stadt klar gemacht.

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2 Kommentare

  1. Die Melodie „A Boy Meets A Girl“, die in Twoson gespielt wird, weist angeblich Parallelen zum Song „Yesterday“ von den Beatles auf. Das ist auch eines der wenigen Stücke, die ich wiedererkannt habe. Pures Glück, denn ich kenne mich absolut nicht mit den Beatles aus und erkenne daher kaum Anspielungen an diese Truppe. Kennst du diese Band genauer?

    Auch hier finde ich bemerkenswert, dass Sekten durch den Kakao gezogen werden. Man findet ja nicht alle Tage diese Thematik in Videospielen, speziell in denen von Nintendo.

    „(…) direkt ein wenig an Pokemon, wahrscheinlich weil Pokemon und Mother (…)“

    Das liegt aber auch an den Entwicklern, denn viele Entwickler, die an diesem Spiel mitgewirkt haben, sind zu Game Freak gewechselt und arbeiten zum Großteil bis heute noch an den ganzen Pokémon-Spielen.
    Vielleicht wusstest du das aber auch schon.

    Im nächsten Part befindest du dich in Threed und den Teil des Spiels habe ich GEHASST. Viel Glück dabei. Vielleicht stellst du dich besser an, als ich damals.

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    • Nein, mit Musik kenn ich mich auch absolut nicht aus, den Beatles schon mal gar nicht. Ich mein, Yesterday hört man halt schon hier und da mal. Man muss sich ja auch nicht wirklich mit ABBA auskennen, um einige deren ständig überall genutzten Songs mal so nebenbei mitbekommen zu haben.

      Das mit Gamefreak wusste ich noch nicht, würde aber ein paar Dinge erklären, weil so eine oberflächliche Ähnlichkeit besteht ja schon. Momentan bin ich übrigens da, wo Jeff die beiden andren befreit hat und die nun zu Dritt durch die Gegen gehen. Bin momentan aber nicht so sonderlich motiviert, weiterspielen zu wollen.

      Antworten

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