Let’s Play ~ The Mother Trilogy (1) – 02. Rocket Knight Adventure

Oh ha, da war ja was. Ich muss wirklich aufhören, ständig neue Spiele anzufangen, bevor ich bereits begonnene beendet habe, sonst wird das nie was. Besonders, wenn ich großspurig ein Let’s Play einer ganzen Reihe beginne und dann bereits nach dem ersten Eintrag nix mehr kommt.

Auch der Zoo lässt sich echt schnell erledigen. Ein wenig Labyrinth-Gelaufe und das Besiegen des aus einer Kapsel entsprungenen Starman Jr. und schon sind die Tiere wieder friedlich – auf dem Rückweg wird man also nicht mehr von Elefanten zertrampelt und Krokodilen aufgelauert. Nachdem die beiden kleinen Einstiegsaufgaben somit bestanden sind, dürfen wir das heimatliche Mother’s Day endlich verlassen und in die Welt ausziehen. Die ist in Mother übrigens nicht zwischen Stadt/Dungeon/Oberwelt getrennt, sondern eine durchgängige, zusammenhängende Welt, was für 8bit-RPGs echt selten ist – und in der man sich überraschend einfach verlaufen kann, schon allein rund um Mother’s Day.

Also in die große, weite Welt gezogen, wo uns ein seltsames Objekt telepathisch anquatscht und an einen seltsamen Ort beamt. Eine pinke Stadt im Design von Schneckenhäusern/Sahnehauben und mit Spitzhütigen Bewohner erwartet uns dort nämlich. Nördlich davon ist ein noch recht nutzloses Schloss, das von innen zur Smaragdstadt wird. Südlich geht’s weiter, in ein Feld aus Brunnen, wo erst mal der gefunden werden muss, in den wir rein fallen und somit ins unterirdische Labyrinth gelangen können, wo neben einem schlafenden Drachen auch irgendwann, irgendwo der Ausgang auftaucht, der uns nahe der nächsten Stadt bringt. Übrigens wird jener vom „Vergessenen Mann“ versperrt, der meint, er würde verschwinden, wenn ihn niemand mehr wahrnimmt. Und wenn wir dann sagen, ja, wir werden ihn auch ignorieren, puff, ist er tatsächlich weg. Tja, die alte, philosophische Frage darum, ob etwas wirklich existiert, wenn niemand da ist, um seine Existenz zu bestätigen.

Zum Glück kann von Thanksgiving aus direkt zurück zu Mother’s Day gegangen werden, denn seit einer guten halben Stunde oder mehr sind meine lumpigen 8 Itemslots bereits voll und ich konnte die diversen Consumables der letzten Reisestationen nicht einstecken. Also erst mal eine gefühlte Ewigkeit gelaufen, diverse viel zu einfache Gegnerkämpfe durchstanden, natürlich inklusive mich zu verlaufen, bis ich zu Hause endlich ans Storage kam. Kann man Gegenstände nicht noch irgendwie anders einlagern? Bis ich nämlich dort angekommen war, hat ich schon eigentlich keinen Bock mehr, den ganzen Weg wieder zurück zu marschieren.

Das Problem in Thanksgiving ist, dass die Zuggleise versperrt sind von einem Erdrutsch. Und das ein Stripclub entstehen soll, was ich jetzt nicht wirklich als Nachteil sehen kann. Wobei, denkt nur an die Kinder und so, immerhin ist’s die erste Stadt mit Schule. In jener stecke ich mich prompt beim Reden mit den Kids mit einem Schnupfen an. Mistkröten. Im Mülleimer auf dem Dach wartet der gehänselte Nerd Lloyd darauf, dass ich ihm helfe, seine Raketen zu bauen, wofür ich in die nahe gelegene Fabrik muss. Nun, jene könnten dabei helfen die Gleise zu befreien, genausogut kann es natürlich sein, dass er jene für einen Schulamoklauf verwendet… hmm, was tun? Natürlich müssen wir einem NPC helfen, wenn er Hilfe benötigt, immerhin ist dies ein JRPG.

Gegner im hiesigen Gebiet sind übrigens unter anderem fliegende Untertassen und durchgedrehte Autos. Die Musik in der Fabrik ist ziemlich cool und kommt mir irgendwo auch echt bekannt vor, ich kann meinen Finger aber nicht drauf tun, von wo her. Rakete gefunden, Lloyd gebracht, der damit das Labor der Schule sprengt und endlich haben wir unser erstes permanentes Gruppenmitglied gefunden. Acht weitere Gegenstandsslots ahoi! Wie in 8bit-RPGs üblich fängt Lloyd allerdings auf mickrigem Level 1 an. Eh, wofür haben wir denn den Easy Ring. Dennoch muss Ninten natürlich so einige Male seine Heil-PSI verwenden, um ihn in der nächsten, wesentlich größeren, Fabrik am Leben zu halten, wo wir eine Rakete starten, die die Felsen auf den Bahngleisen sprengt und somit die Episode in Thanksgiving absch(l)ießt. Zum Glück gab es hier keinen Boss, den hätte Lloyd bestimmt nicht überlebt. Auf dem Weg aus der Fabrik raus verlauf ich mich natürlich abschließend noch Mal nach Strich und Faden und rufe mir zum ersten Mal eine Map des Gebiets im Internet auf, weil ich’s leid bin.

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2 Kommentare

  1. Ich bin irgendwie neidisch auf deinen Easy Ring, denn irgendwie hatte ich an dieser Stelle enorme Schwierigkeiten und Lloyd starb bereits im ersten Kampf. So musste ich ihn erstmal eine Weile mit mir herumschleppen und wurde erst ab einem späteren Zeitpunkt nützlich.
    Du darfst dich freuen, denn die Portierung basiert auf EarthBound Zero, dem Prototyp und enthält einige Veränderungen wie den Rennknopf und die Vereinfachungen einiger Areale und Labyrinthe. Hier zwei Links als Beispiel:
    http://earthboundcentral.com/2012/02/pre-mt-itoi-path-differences/
    http://earthboundcentral.com/2011/02/eb0-vs-m1-magicant-caves/

    Ich bin jedenfalls froh, dass ich damals den Prototyp gespielt habe.

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    • Oh, das hatte ich bereits gehört. Mother ist ja ein klein wenig unfertig in die japanischen Läden gekommen, gerade das Ende soll dort ja recht abgehackt sein. Von daher macht es Sinn, dass sie für Mother 1+2 die Verbesserungen (und kleine Zensuren) des US-Prototyps verwendet haben. Ich wusste bisher allerdings nicht genau, was so alles anders ist.

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