The Wizard of Oz

Ach ja, ich wollte doch noch mehr Ozes schauen, hab ich doch glatt verplant. Jetzt hat es doch erst mal den Klassiker schlechthin getroffen, den Musical-Film von 1939 mit Judy Garland. Ich glaub in den USA kann man nicht aufwachsen, ohne jenen gesehen zu haben.

Der Film beginnt mit einem überraschend langen Teil in Kansas. Gute 20 Minuten klagt Dorothy bei Tante, Onkel und Farmarbeitern darüber, dass die fiese Lady von nebenan es mal wieder auf Toto abgesehen hat, weil der deren Katze jagt. Die kommt natürlich auch vorbei, macht einen Aufriss und dann plötzlich stört sie ein Wirbelsturm. Alle flüchten in den Bunker, nur Dorothy ist wie immer zu spät dran. Nur anstatt mit dem Haus fortgeweht zu werden, macht dieses Wizard of Oz daraus eine Alice in Wonderland, in dem Dorothy nämlich einfach von einem herumfliegenden Bruchstück ausgeknockt wird und sich die Oz-Reise nur erträumt.

Was allerdings recht interessant ist, ist, dass der Film den Kansas-Teil komplett in Sepia-Tönen hält und erst mit dem Erreichen von Oz Farbe reinbringt. Und was für Farben. Das macht den Kontrast zwischen der tristen Realität auf der Farm und dem kunterbunten, magischen Oz umso größer.

Hier passiert dann natürlich das Übliche: Auf böser Hexe gelandet, bekommt die Schuhe, reist gen Smaragdstadt. Trifft auf Vogelscheuche, Zinnmann und Löwe, erreicht den Zauberer, bringt andere Hexe um, entdeckt dass der Zauberer ein Schwindler ist. Die drei Begleiter bekommen ihre Placebos und Dorothy wünscht sich zurück. Da es nur alles ein Traum war, sind zusätzlich die Hauptfiguren in Oz Leute, die Dorothy aus der realen Welt kennt.

Mir hat der Film echt gut gefallen, ist ein sehr kurzweiliges, charmantes Vergnügen. Die Musikeinlagen sind eingängig, die Bühnenbilder und Kostüme sind bunt und imaginativ, die Charaktere sympathisch. Und einen netten Humor hat das Teil auch, da war ich richtig überrascht, er hält sehr viele Witze und schneidige Dialoge bereit. Und natürlich gibt es auch ein wenig wohl nicht ganz so gewolltes Camp Value, so over the top, wie hier viel ist, inklusive des Schauspiels (gerade die Schauspielerin von Glenda wirkt irgendwie voll auf Droge). Aber dafür ist es ja auch ein Musical, da trägt man nun Mal dicker auf.

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